Basketball Löwen Braunschweig

Date 2026-01-23

Foto: Christian Schlüter. 

Nach einer starken letzten Saison, die Braunschweig als Dritter der Hauptrunde beenden konnte, folgt nun eine harte Saison für die Löwen. Nicht nur das Ausscheiden in der ersten Playoff-Serie, sondern auch essenzielle Abgänge müssen verdaut werden. Das Ex-Team von RIESEN-Neuzugang Gavin Schilling verlor acht seiner 16 Akteure aus 2024/2025, auch der Trainer des Jahres entschied sich für eine neue Aufgabe.

Jesús Ramírez durfte gegen eine Ablöse seinen Vertrag auflösen und in seine Heimat Spanien wechseln. In dieser Saison steht er bei Basket Zaragoza an der Seitenlinie und belegt aktuell den 14. Rang der Tabelle. Sein Assistenz-Trainer Konstantios Papazoglou übernahm den vakanten Posten in Braunschweig. Auch der beste Nachwuchsspieler der letzten Saison, Sananda Fru, entschied sich für einen Abgang. Ihn zog es in die Vereinigten Staaten, wo er nun für die Louisville Cardinals aufläuft.

Direkt zum Start der Saison begannen die Probleme des „neuen“ Braunschweigs. Die Niedersachsen starteten nicht nur mit vier Niederlagen in Folge in die Saison, im Achtelfinale des BBL Pokals ging es direkt gegen die Bayern. Im Gegensatz zum hart erspielten Freilos in Runde 1, war die Auslosung maximal unglücklich und das Ausscheiden die Folge.

Im FIBA Europe Cup präsentierten sich die Löwen hingegen von einer anderen und besseren Seite. Von sechs Spielen konnten sie vier Partien gewinnen, zwei gingen verloren. Belohnen konnten sich die Niedersachsen dafür aber nicht und schieden, so dramatisch wie es nur ging, aus. Mit 0,5 Sekunden auf der Uhr stand Braunschweig als Gruppensieger in der nächsten Runde. Ein Foul beim finalen Alley-Oop-Versuch und zwei verwandelte Freiwürfe von PAOK Thessaloniki besiegelten den Super-GAU. Nicht nur die direkte Qualifikation als Gruppenerster ging verloren, auch das Weiterkommen als einer der sechs besten Zweitplatzierten blieb den Löwen aufgrund des Punkteverhältnisses verwehrt.

National ist Braunschweig (4:12) derweil auf Platz 16 zu finden. Mit acht Niederlagen in den letzten neun Spielen und dem schlechtesten Net-Rating (-13; Differenz von Offensiv- und Defensiv-Rating) sind sie momentan eins der schwächsten Teams der Liga. Auch bei den Defensiv-Rebounds ist Braunschweig das Schlusslicht. Die Schwäche am Brett lässt sich zumindest teilweise auf den langen Ausfall von  Josh Hawley zurückführen. Er absolvierte erst drei Partien und stand gerade einmal 57 Minuten auf dem Parkett. Verstärkung im Frontcourt gibt’s aber durch Neuzugang Oluwasimisola „Simi“ Shittu. Der 2,08m große Center kam Anfang der Woche von KK Perspektiva Ilirija und bringt ein Profil mit, dass den Löwen sofort weiterhelfen kann. In der Liga konnte er durchschnittlich 11,2 Punkte und 6,3 Rebounds auflegen.

In der Offensive hakt es ebenfalls noch. Nicht nur die Effektivität (81,9) ist mau, auch der Scoring-Output (78,0 Punkte pro Partie) ist der schlechteste der Liga. Zu wenig, um in der easyCredit BBL konstant Spiele zu gewinnen.

Nach drei Niederlagen gegen Playoff-Teams blieb im Keller-Duell am vergangenen Spieltag gegen Science City Jena der erhoffte Befreiungsschlag aus. Nun gilt es, die Negativserie von vier Spielen schnellstmöglich zu beenden und einen Aufwärtstrend zu starten – aus RIESEN-Sicht gerne erst nach dem Gastspiel in der MHPArena.

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