BMA365 Bamberg Baskets

Date 2026-02-06

Foto: Simon Engelbert

Viel mehr Basketball-Tradition findet man selten. Seit 1978 gab es das Duell Ludwigsburg vs. Bamberg 108!!! Mal. Nur vier Duelle gab es häufiger in der Bundesliga. Bei zwei davon sind die Bamberger ebenfalls beteiligt. Gegen die RIESEN konnten sie bis jetzt 71 der Partien gewinnen, auch wenn diese Saison das Hinspiel verloren ging. Vor ungefähr vier Wochen servierten die Ludwigsburger den Baskets aus Bamberg eine Hunderter-Packung und machten sich in guter Laune auf die Heimreise. Jetzt gibt es die Chance auf Revanche in der MHP Arena.

In der abgelaufenen Saison standen die BMA365 Bamberg Baskets kurz vor einem Titel. Die Chancen standen hoch. Der MBC schlug die Bayern im Halbfinale und Bamberg besiegte die Fraport Skyliners. Dennoch geriet das Finalspiel schon im ersten Viertel außer Hand. Der elf Punkte Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden.

In diesem Jahr stehen die Franken erneut kurz vor einem Finaleinzug. Am 21. Februar geht’s in den SAP Garden, wo sie von den Bayern gefordert werden. Bei einem Sieg folgt am Tag danach das Finale gegen den Gewinner der Partie ALBA Berlin vs. EWE Baskets Oldenburg. Back-to-back Pokalfinalist ist nicht nur was für einen Instagram-Post, sondern auch etwas zum Stolz sein. Denn nur eine Handvoll der Spieler aus der letzten Saison sind überhaupt noch in Freak City.

Die vielen Neuzugänge schlüpfen direkt in große Rollen. Ein gutes Beispiel ist Point Guard Cobe Williams. Der Texaner kam aus der polnischen Liga und mutierte prompt zum Schlüsselspieler Bambergs. Pro Spiel bringt er 15,4 Punkte, 4 Assists und 1,3 Steals auf den Spielbericht. RIESEN-Trainer Mikko Riipinen bezeichnet den Guard als den gefährlichsten Spieler der Bamberger. Was der Plan ist, um Williams in Zaum zu halten, bleibt abzuwarten. Aber auch die meisten anderen Neuzugänge zeigen, dass sie eine Soforthilfe sind. Sieben der acht Topscorer in dieser Saison sind Freak City Neulinge.

Anton Gavel (Ulms Meistertrainer von 2023) steht bereits seit 2024 an der Seitenlinie der Bamberger. Der 41-Jährige hat als Spieler bereits viermal die Bundesliga mit Bamberg gewinnen können. Hinzu kommen drei Pokalsiege. Eine weitere Meisterschaft und ebenfalls einen Pokalerfolg mit dem FC Bayern kommt noch obendrauf. Die Sieger-Mentalität ist also klar vorhanden. Auch wenn die allgemeine Situation der Bamberg Baskets momentan eine andere ist als in den frühen 2010er Jahren, wird Gavel wohl den Traum eines Titels in den Köpfen seiner Spieler verankert haben. Es trennen sie ja lediglich zwei Siege von dem Pokaltriumpf. Noch wichtiger ist aber die Verbesserung der allgemeinen sportlichen Lage im Klub. Es liegen Welten zwischen dem Bamberg das Gavel aus seiner Spielzeit kennt und dem Bamberg heute.

Diese Saison gab es noch nicht mehr als 2 Ligasiege am Stück. Die letzten zwei Spiele wurden aber gewonnen und die Chance auf die erste drei-Siege-Serie besteht. Dennoch können sie eine positive Heim- und Auswärtsbilanz vorweisen. Nur vier weiter Teams können das von sich behaupten.

Gib mir Stats!

Bamberg hat diese Saison die meisten Punkte erzielt. 1602 an der Zahl. Runtergerechnet in Punkten pro Spiel liegen sie nur knapp hinter Platz 1, Trier.

Freiwürfe sind kein Problem für die Franken. Sie sind zwar, in Anführungsstrichen, nur neunter in Freiwurf-Versuchen, verwandeln aber 82,1% davon. Ligabestwert.

Wenn wir schon bei Prozenten sind, ist auch die allgemeine Field-Goal-Quote interessant. Mit 47,3 Prozent sind sie auch hier ein Top-3 Team. Mit einer Dreierquote von 36,3 Prozent liegen sie drei Prozentpunkte hinter dem Schnitt von Trainer Gavel in seiner aktiven Zeit.

Am Ring besteht die Gefahr geblockt zu werden. Die Bamberger sind das Nummer Eins Team in Blocks und Nummer Zwei in Stocks (Blocks + Steals). Dazu kommen die zweit wenigsten Turnover im Vergleich zu den 17 Konkurrenten.

Schlecht sieht es dafür in den Rebound-Statistiken aus. Die Franken lassen die meisten Offensiv-Rebounds zu und holen gleichzeitig die wenigsten. Auch defensiv fällt ihnen das Rebounding schwer. Zwar sind sie Platz sechs in der Anzahl an defensiven Rebounds, die Defensive-Rebound-Percentage (kurz: DREB%) ist aber die schlechteste der gesamten Liga. Sie holen nur 34,8 Rebounds gegenüber Ludwigsburgs 41,9.

 

 

 

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