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Negativ-Emotionalisierend. Foto: Sandy Dinkelacker / Eibner.
Der Februar beginnt für die MHP RIESEN Ludwigsburg mit einer 74:86-Heimniederlage. In der mit 4.000 Zuschauer:innen zum achten Mal ausverkauften MHPArena sind die Schwaben gegen Bamberg in allen Belangen unterlegen. Einzig im ersten (18:20) und im vierten (28:19) Viertel haben die Gelb-Schwarzen Zugriff, dazwischen kassieren sie eine Abreibung – sichern sich im Fotofinish aber zumindest den Direktvergleich.
Die Rückkehr von Lenny Anigbata, das ausverkaufte Wohnzimmer, die Formkurve: An sich hatten die MHP RIESEN Ludwigsburg alle Positiv-Argumente für einen exzellenten Samstag auf ihrer Seite. Bemerkbar machte sich dies aber nicht. Vielmehr dominierten ab dem Sprungball die Bamberger. Basierend auf einem erstklassigen Teamplay (18 Assists) und guten Trefferquoten (48%) spielten und warfen sich die BMA365 Bamberg Baskets in einen Rausch. Das Ergebnis nach dem ersten Viertel (18:20, 10. Spielminute) war schmeichelhaft.
Auf die positiv-vorteilhafte Zwischenbilanz sollte noch vor der Halbzeitpause der Realitätsabgleich erfolgen: Die Franken zerlegten Ludwigsburg in seine Einzelteile. Mikko Riipinen versuchte mit zwei Auszeiten und einem Wechsel des ganzen Personals zwar alles, gelingen sollte jedoch nichts. Viel eher waren die Barockstädter in allen Belangen, Elementen und Aspekten nur zweiter Sieger und mussten sich immer wieder sportlichen Nackenschlägen erwehren. Bamberg traf in dieser Phase der Partie aus allen Lagen, spielte sich in einen Rausch und zermürbte die Moral aller Schwaben, auf und neben dem Parkett, nachhaltig (28:50).
Nach dem Seitenwechsel versuchten sich die Schwaben an einem Momentum-Wechsel, das dritte Viertel blieb aber geprägt von unzähligen Kopf-durch-die-Wand-Aktionen. Ludwigsburg gelang weiterhin wenig bis nichts, was die Bamberger aber dennoch auszubremsen vermochte. Elijah Hughes, Yorman Polas Bartolo und Co. scorten hin und wieder, Demarcus Demonia und die fränkischen Gäste blieben aber dominant und entschieden die Partie vorzeitig (46:67, 30).
Trotz des vordefinierten Spielausgangs blieb das Geschehen aber spannend und umkämpft, das +21 im Hinspiel ein Faktor. Die Hausherren zeigten dahingehend große Moral und kamen, durch Stef Smith und Tray Buchanan, nun vermehrt zum Abschluss. Das US-amerikanische Duo avancierte zu den Topscorern, während Babacar Sane nochmals per Dunkings Akzente setzte. Das Mehr an Teamplay und an Distanztreffern sollte auch dahingehend eine Vorentscheidung mit sich bringen – im Sinne des Direktvergleich zugunsten der MHP RIESEN und auch im Sinne der Schadensbegrenzung der Gelb-Schwarzen.
Nichtsdestotrotz ist die (nun) 10:8-Bilanz ein Rückschritt. Ludwigsburg fällt aus den Top-6 heraus und ist vorerst auf den Play-In-Plätze beheimatet.
Für Ludwigsburg spielten: Stef Smith 22 Punkte, Tray Buchanan 17, Babacar Sane 13, Elijah Hughes 11 / 5 Rebounds, Yorman Polas Bartolo 5, Toms Skuja 3 / 7 Assists, Jonas Wohlfarth-Bottermann 2, Maxwell Dongmo Temoka 1 / 5 Rebounds, Julis Baumer, Brandon Tischler, Gavin Schilling und Lenny Anigbata.
Für Bamberg spielten: Ibi Watson 20 Punkte / 5 Assists, EJ Onu 12 / 7 Rebounds, Demarcus Demonia 10, Cobe Williams 8 / 5, Austin Crowley 8 / 5 / 5, Richard Balint 8, Adrian Petkovic 8, Moritz Krimmer 5 / 6, Daniel Keppeler 4 und Zach Ensminger 2.
Anton Gavel | Headcoach BMA365 Bamberg Baskets | "Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem Sieg. Wir haben die Partie, die wir in unserer Halle so deutlich [79:100] verloren haben, mehrmals mit unseren Spielern angeschaut. Wir haben uns gesagt, dass wir die Sachen, die wir schlecht gemacht haben – also die Turnover halbieren [24 im Hinspiel / 11 im Rückspiel], ebenso die zugelassen Offensivrebounds [22 / 13 ] – besser machen müssen. Das ist uns gelungen! Ich glaube, die ersten 27 Minuten waren, defensiv betrachtet, extrem gut. Gerade das zweite Viertel, in dem wir nur zehn Punkte erlaubt haben. Darauf basierend konnten wir gute Entscheidungen treffen. Dass Ludwigsburg nicht einfach so aufgeben wird, war uns von Anfang an klar… und dann war irgendwann der direkte Vergleich weg. Aber wir sind einfach froh, hier zu gewinnen. In Ludwigsburg ist es immer schwierig. Umso glücklicher sind wir, dass wir das Rebound-Duell gewinnen konnten und damit gegen einen Gegner nicht zweimal verloren haben." |
Mikko Riipinen | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg | "Ein großer Glückwunsch an Bamberg zu einem fantastischen Spiel und einer absoluten Bereitschaft für diesen [heutigen] Schlagabtausch. Ich bin sehr enttäuscht über unsere eigene Leistung und sehr enttäuscht über mich selbst, dass ich die Jungs nicht bereit gemacht habe, für das, was uns im Sinne der Intensität in diesem Spiel erwarten würde. Wir waren nicht ansatzweise auf dem Level, das benötigt worden wäre – sowohl mental als auch physisch. Wir müssen uns die letzten Tage nochmals genau anschauen, wie wir die Mannschaft vorbereitet haben, um das zu evaluieren. Wir haben einen okayen Job in den Bereichen gemacht, auf die wir uns fokussiert haben; beispielsweise auf den Ball [15 Turnover] aufzupassen und Bamberg nicht zu oft an die Freiwurflinie zu schicken [13 FT] und so weiter. Es sind heute in anderen Arealen aber neue Schwierigkeiten hinzugekommen. Wir waren nicht in diesem Spiel. Mehrheitlich gilt die Anerkennung Bamberg, aber ich bin sehr enttäuscht über unsere Leistung." |