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Foto: Christian Schlüter.
Der 18. Spieltag der Saison 25/26 liegt hinter uns, und vor allem ein Ereignis sticht heraus. Die dreizehn Spiele Siegesserie der Bayern ist nun (endlich) vorbei. Ulm, ein Top-Team gegen Top-Teams, verpasst einem schwächelnden Bayern die zweite Niederlage der Saison. Die Neu-Ulmer, die gerade einen Platz hinter den direkten Play-Off-Plätzen stehen, machten sich die Personalprobleme und den eng gestrickten Spielplan der Bayern zu Nutze und haben nun den Ersten, Zweiten und Vierten der Bundesliga geschlagen. Damit geht die Auszeichnung die längste Siegesserie (+4) momentan an die Berliner. ALBA lag zwischenzeitlich gegen das Überraschungsteam der Saison, VET-CONCEPT Gladiators Trier, mit 15 Punkten zurück. Eine starke zweite Hälfte erbrachte den Berlinern dann den 92:99 Erfolg.
Negativserien gibt es einige. Im Keller-Duell verlor Braunschweig (Platz 18) gegen Heidelberg (Platz 17) und entließ prompt ihren Trainer Kostas Papazoglou. Nach sechs Misserfolgen am Stück wurde der Schlussstrich gezogen. Klub-Urgestein Liviu Calin übernimmt den Posten übergangsweise. Auch RASTA Vechta (15.) und die NINERS Chemnitz (13.) befinden sich in einer Abwärtsspirale. Mit jeweils 5 Misserfolgen in Folge befinden sich die Teams im Abstiegskampf. Die Weißenfelder können alle Teams aber dennoch toppen. Erst hagelt es sieben Niederlagen in Folge, dann bat Trainer Marco Ramondino um eine Vertragsauflösung. Bis ein neuer Headcoach gefunden wird, steht Silvano Poropat an der Seitenlinie. Unter dem neuen Coach gab es bereits die erste Pleite, was die Negativserie auf 8 Spiele verlängert.
Währenddessen wurde Würzburg binnen 15 Tagen zweimal von Bamberg geschlagen. Die Würzburger bleiben dieses Jahr in den Frankenderbys sieglos und verloren nun drei Spiele am Stück.
Die MHP RIESEN konnten, dank einem 13:0 Run am Ende des Spiels, Science City Jena auswärts bezwingen. Im Kader war Darnell Edge nicht zu finden. Der war bereits in seiner neuen Heimat Polen gelandet. Dort läuft er jetzt für Dziki Warschau auf.
Die Niederlage von Rostock im Spiel gegen Bonn befördert unsere Jungs auf einen direkten Play-Off-Platz. TJ Crocket Jr ist die tragische Figur des Spiels. Zum Ende der Partie hatte Crocket Jr die Chance mit zwei getroffenen Freiwürfen die Partie in die Overtime zu schicken. Der verpasste erste Freiwurf zwang den Amerikaner den zweiten Versuch absichtlich zu verfehlen. Der Rebound ging aber an Bonn. Nur eine Woche zuvor konnte Rostock die Telekom Basktes noch bezwingen. Damit stehen die Bonner jetzt nur knapp vor den RIESEN auf Rang 5, während Rostock auf einen Play-In-Spot rutscht.
Gleich drei Teams haben Neuzugänge verpflichtet. Linkshänder Jalen Finch wechselt vom belgischen Erstligist Brüssel Basketball zu den Telekom Baskets Bonn. Er soll dem Team zusätzliche Qualität auf den Guard-Positionen bieten. Chemnitz verzeichnet einen Abgang und einen Neuzugang. Jenas Kapitän Eric Washington zieht seine Ausstiegsklausel und wechselt in das circa 100 km entfernte Chemnitz. Ohne die Klausel wäre er voraussichtlich erst gar nicht zu Jena gewechselt. Dafür verlässt der erfahrene kanadische Point Guard Kaza Kajami-Keane das Team und trägt mindestens bis ans Ende der Saison das Trikot der Braunschweiger. Die Löwen waren gezwungen auf den längeren Ausfall von Barra Njie zu reagieren. Die Lücke, die Njie im Playmaking hinterlässt, soll Kajami-Keane jetzt schließen.
Für den kommenden Spieltag liegt der Fokus auf dem unteren Drittel der Tabelle. Das Schlusslicht Braunschweig ist in Hamburg (16.) zu Gast, die versuchen werden den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrößern. Sowohl 13. Chemnitz als auch 14. Weißenfels können sieben Siege und elf Niederlagen verbuchen. Im direkten Duell wollen beide Teams ihre Negativ-Serie beenden und sich Atemraum verschaffen. Zwei ihrer Konkurrenten haben es da deutlich schwerer. Der Tabellenvorletzte Heidelberg muss in München ran. Dort werden die Badener versuchen den Bayern den zweiten Dämpfer am Stück zu verpassen. Ähnlich schwer wird es für Platz 15 RASTA Vechta. Sie treten die Reise in die Hauptstadt an und dürfen auf den ersten Sieg in sechs Spielen hoffen. Der Kampf um den Ligaerhalt ist mittlerweile in vollem Gange, während das Rennen um die attraktiven Tabellenplätze erst langsam die Fahrt aufnimmt.