Die Lage der Liga #69

Date 2026-04-11

Foto: Lukas Adler. 

Der 29. Spieltag bringt gleichermaßen Trendfreuden und Trendfrust in die easyCredit Basketball Bundesliga. In Anbetracht des immer näher rückenden Hauptrunden-Endes, konkret in 29 Tagen, ist die Curnchtime der Saison 2025/2026 auf alle Fälle angebrochen. Während der FC Bayern Basketball die Postseason bereits sicher hat und in den kommenden Wochen aus dem „PI“ in der Tabelle ein „PO“ und den gesicherten Heimvorteil über alle drei Runden hinweg machen möchte, haben alle anderen 17 Klubs noch weitaus mehr vor.

Um das Feld von hinten aufzurollen: Braunschweig ist nach dem 77:67-Sieg gegen Ulm mit einer (nun) 6:21-Bilanz zwar immer noch Letzter, hat sich seine Chancen auf den Klassenverbleib aber bewahrt und Heidelberg (7:21) vor Augen. Falls einem der Aufsteiger aus der ProA die Lizenz verwehrt bleiben sollte, könnte dieser 17. Tabellenplatz vielleicht für eine Wildcard ausreichen. In Anbetracht der Dinge in Hagen, Crailsheim, Göttingen und Bremerhaven ist dies allerdings unwahrscheinlich. Falls die Liga gehalten werden soll, muss wohl Jena (10:17) noch ein- und überholt werden. Schlecht, dass die Thüringer formstark daherkommen, gut, dass noch genügend Partien zu spielen sind. Weitere Niederlagen sollten aber keine dazukommen. Wenig ideal: Mit DJ Horne fehlt Heidelberg in den kommenden Wochen der beste Mann mit einer Kapselverletzung. Seine 15,3 Punkte und sein Leadership gilt es zu ersetzen. Alle Klubs, die aktuell oberhalb von Jena rangieren, können demnach ziemlich beruhigt in die kommenden Partien gehen – und den Blick gen Play-In-Plätze richten. Auf dem zehnten und letzten liegt aktuell Vechta (13:15) – und hat demnach Chemnitz, Hamburg, Oldenburg, Frankfurt und Weißenfels im Nacken.

Stichwort Play-In-Plätze: Für manche Klubs ein lohnendes Ziel, für manche ein Zwischenschritt und für andere eine Enttäuschung – aktuell aber allerorts ein Rang, den es zu verteidigen gilt. Die Konkurrenz lauert schließlich und hofft auf Fehler und Niederlagen. Die dahingehend beste Ausgangslage hat aktuell Würzburg, das zwar wie Ludwigsburg in Trier verlor, gleichzeitig auf Rang 7 (15:12) direkt auf Tuchfühlung zu den Top-6 ist. Es folgen Ludwigsburg (15:12), Rostock (14:12) und eben Vechta (13:15). Davor rangieren neben München und Berlin mit Bamberg, Bonn und Ulm fünf Klubs, die die direkte Playoff-Qualifikation bereits sicher haben dürfte; obwohl rechnerisch noch nicht alles fixiert ist.

Weitere, interessante Zahlen: 53 Nachverpflichtungen wurden in dieser Spielzeit bis zur Transferdeadline am 31.03. registriert. Acht Klubs, darunter die MHP RIESEN, machten von ihren vier Wechselmöglichkeiten Gebrauch. Dyn-Kommentator und Liga-Kolumnist Stefan Koch geht in seiner aktuellen Ausgabe zwar nicht unbedingt auf die schwäbischen Adaptionen Toms Skuja, Darnell Edge, Gavin Schilling und Terrell Harris, dafür umso mehr auf das Gesamtgefüge der Liga ein. Lesenswert!

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