Gute Partie, semi-vernünftiges Ergebnis

Category Jugend & Nachwuchs Date 2026-01-25

Durchaus erschöpft, durchaus dankbar; beides zurecht. Foto: Sandy Dinkelacker / Eibner.

Die kleine Siegesserie der Porsche Basketball-Akademie ist vorbei. Im Heimspiel gegen Leitershofen kassieren die Ludwigsburger eine 75:82-Niederlage, die gleichermaßen ernüchternd wie begeisternd ist: Ohne drei Starting-Five-Akteure und zusätzlich zur Verletzung von Abdulhay Kömürkara sind die Schwaben spielerisch unterlegen, agieren kämpferisch aber überragend. Die Aufholjagd ist beachtlich und bringt als Belohnung zwar nicht den Sieg, wohl aber den Gewinn des Direktvergleichs.

Kein Julis Baumer, kein Maxwell Dongmo Temoka, kein Lukas Modic und nach 06:40 Minuten Einsatzzeit auch kein Abdulhay Kömürkara mehr. Der 18. Spieltag der ProB Süd beinhaltete für die Porsche Basketball-Akademie erneut einen Blick auf die fehlenden Akteure. Was dennoch keine schlechte Nachricht war: Zwei RIESEN-Beförderungen belohnten die prinzipielle BBA-Arbeit – sollten am Abend auch wichtig für den 86:62-Erfolg gegen Braunschweig werden – und sorgten vorab auch in der Rundsporthalle für eine gute Stimmungslage. Folgerichtig modifiziert und mit der vielfach beschworenen Next-Man-Up-Mentalität ausgestattet starteten die Hausherren gegen den Aufstiegsanwärter aber eher erwartbar wechselhaft. Während Leitershofen seine Erfahrung und Cleverness für zahllose Punkte in der Zone nutzte und Clint Hamann sowie Tom Alte einzusetzen wusste, hatten David Engelhart und Daniel Mack direkt Foulprobleme. Trotz des unkonzentrierten Beginns vertrat das Duo Dongmo Temoka aber gut, konnte sich über Support von Armin Pivac (11:46 Minuten | 5 Punkte / 3 Rebounds) und Bink de Goede (08:59 Minuten | 4 Punkte / 3 Rebounds) freuen und schaffte es, die Zone zu verdichten.

Ludwigsburg blieb im ersten Viertel (20:25, 10. Spielminute) unter seinen Möglichkeiten, steigerte sich dann aber sichtbar. Dabei waren die Big Men wie angesprochenen wichtig, die Guards aber von höchster Relevanz: Simon Feneberg schulterte, als einzig verbliebener Starter, gemeinsam mit Lars Danziger und Yohann Tchouaffe seine Farben und hievte die Porsche BBA auf das seit Spielbeginn bereits vorhandene Kangaroos-Niveau (38:42 / 48:63). Im dritten Viertel setzte sich der Aufstiegsanwärter ab, verpasste es aber, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Wobei dazu natürlich auch ein Gegner gehörte, und die Hausherren machten ihre Sache nun sehr, sehr gut. Von nun an waren sie im Schlussabschnitt und bis zum Ertönen der Schlusssirene im Angriff nicht mehr zu bremsen. Gäste-Coach Emanuel Richter stoppte mit zwei Auszeiten den Flow, viel eher waren es aber der zwischenzeitlich auf 16 Punkte angewachsene Rückstand, die Dreier- (26 3P%) und die Freiwurfquote (62%), die flankiert von der Spieluhr für die Gelb-Schwarzen zum Verhängnis wurden. Vor den Augen (und Mündern) einer lautstarken Rundsporthalle machten sie viel Werbung in eigener Sache, wendeten die Partie aber nicht mehr.

Eine Tatsache, die zwar kurzfristig bitter, mittelfristig, aber verkraftbar ist. Der Gewinn des Direktvergleichs ist eine Anerkennung und der Blick auf die Tabelle eine Entschädigung zugleich. Einerseits ist Ludwigsburg nun punktgleich mit den achtplatzierten Fellbachern, andererseits weiterhin Vierter. In der kommenden Woche (01.02.; 17:00 Uhr) geht’s – mit dieser Top-4-Position im Gepäck – in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: Simon Feneberg 20 Punkte / 9 Assists, Yohann Tchouaffe 12, Lars Danziger 10 / 9 Rebounds / 5 Assists, Marko Masic 7, Kenan Youdom 7, David Engelhart 6, Armin Pivac 5, Daniel Mack 4, Bink de Goede 4, Abdulhay Kömürkara und Sebastian Kuhn.

Für Leitershofen spielten: Brian Dawson 19 Punkte / 6 Assists, Zion Richardson 17 / 8 Rebounds, Clint Hamann 14 / 6, Tom Alte 14 / 8, Emmanuel Ansah 9, Jannik Westermeir 6 /12 Assists, Brendan Gregoir 2, Emmanuel Womola 1, Tristan Göbel und Dominik Heinrich.

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