Foto: Sascha Walther
Die MHP RIESEN Ludwigsburg stehen im Achtelfinale des Netto BBL Pokals. Die Schwaben präsentierten sich über 40 Minuten weitestgehend souverän und feiern einen überzeugenden 98:73-Erfolg bei den Kreisbau Kirchheim Knights. Darius Perry, Ish Leggett (beide 19) und Maxwell Dongmo Temoka (12) scoren vor 2.150 Zuschauer:innen zweistellig.
Mit gelb-schwarz-guter Laune geht’s rein in die Saison 2026/2027. Denn die MHP RIESEN Ludwigsburg werden in Göppingen und im Netto BBL Pokal ihrer Favoritenstellung gerecht, feiern den ersten Sieg im ersten Spiel und haben, angefeuert von rund 200 Fans, dabei gleich mehrere personelle Positiv-Nachrichten.
Während die Ausfälle von Justin Kier (Sprunggelenksblessur), Jonas Wohlfarth-Bottermann, Oshane Drews und Keeshawn Kellman die Ausgangslage beim Vize-Meister erschwerten, waren es im Verlauf der 40 Minuten Lars Danziger (12:20 Minuten), Patrick Cartier (11:16) und Yohann Tchouaffe (08:22), die das Fehlen des Quartetts kaschierten. Danziger und Cartier feierten im ersten Pflichtspiel dabei sowohl ihr RIESEN- als auch ihr Punkte-Debüt, Tchouaffe setzte seine guten Eindrücke aus der Vorbereitung weiter fort und veredelte seinen Einsatz ebenfalls mit Zählbarem.
Alle drei kamen von der Bank und erlebten dort einen sehr guten Start: Ludwigsburg startete mit Darius Perry, Ish Leggett, Elijah Hughes, David Joplin und Tommy Rutherford fantastisch (0:9, 4. Spielminute), zwang die Hausherren früh zu einer ersten Auszeit. In Folge dieser kam die Mannschaft von Igor Perovic nach 15-Punkte-Rückstand (5:20) ins Spiel und war – vor allem in den ersten zwanzig Minuten – mit Einsatz und zweiten Chancen zur Stelle. Insgesamt 12 Distanzwürfe fanden bei den Kreisbau Knights das erhoffte Ziel, bei denen Ludwigsburg mit eigenen Ballverlusten (insgesamt 12 / 9 in Q1 und Q2) einen unfreiwilligen Anteil daran hatte.
Gleichwohl waren die MHP RIESEN über ihre Big-Men-Riege durchaus präsent. Rutherford, Maxwell Dongmo Temoka und Joplin verwandelten nach gutem Zuspiel der Kollegen (16 Assists) x-fach, während sowohl vor als auch nach dem Seitenwechsel Ish Leggett und danach Darius Perry für Offensiv-Highlights aus der 6,75-Meter-Distanz sorgten.
Spätestens nach dem Gang in die Kabine bogen die Gäste binnen Kürze und nach sechs Leggett-Zählern in Folge sowie einem Dreier von Julis Baumer auf die Siegerstraße ein (38:54, 22.). Anders als noch im ersten Viertel blieben die Schützlinge von Cheftrainer Carles Durán umfassend Herr(en) der Lage. Die Barockstädter standen in der Defensive deutlich besser, hatten in Kapitän Yorman Polas Bartolo einen weiteren Verantwortungsträger und fortwährend eine (sehr) gute Rotationsqualität, was der RIESEN-Headcoach zum Rotieren zu nutzen wusste: Angeführt von Perry und Baumer kamen alle Akteure zu einem Mehr an Minuten, alle Eingesetzten zu Zählbarem und alle Gelb-Schwarzen schlussendlich in den Genuss der gemeinsamen Block-Party.
Durch den 25-Punkte-Sieg sichern sich die Ludwigsburger neben dem Start nach Maß auch das Ticket fürs Achtelfinale, in dem sie Heimrecht haben: Mitte Oktober (17./18.10.) empfangen die Ludwigsburger RASTA Vechta in der MHPArena. Sobald die genaue Terminierung des Liga-Offices erfolgt ist, startet dahingehend auch der Ticket-Vorverkauf.
Für Kirchheim spielten: Desmond Watson 30 Punkte, Philip Alston 21 / 6 Rebounds, Johannes Patrick 6, Paul Viefhues 6, Tyrel Morgan 4, Corey Hines Jr. 2, Lukas Zerner 2, Julius Wolf 2, Nicolas Bretzel 0 / 5 und Alexander Stief.
Für Ludwigsburg spielten: Darius Perry 19 Punkte / 6 Assists, Ish Leggett 19, Maxwell Dongmo Temoka 12, Yorman Polas Bartolo 9, David Joplin 8, Tommy Rutherford 8, Elijah Hughes 6, Patrick Cartier 5, Julis Baumer 5, Lars Danziger 3, Yohann Tchouaffe 2 und Lukas Modic.
Carles Durán | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg | "Ich bin sehr glücklich, weil wir A) gewonnen haben, B) unsere jungen Spieler mit viel Selbstvertrauen gespielt haben und C), weil wir gegen ein sehr gutes Team gespielt haben. Kirchheim versucht, sehr guten Basketball zu spielen, sie haben heute mit großem Einsatz agiert; wir hatten großen Respekt vor ihnen. Zeitweise haben wir unsererseits heute guten Basketball gespielt. Es ist klar: Wir müssen sehr viele Dinge, darunter die Rebounds, verbessern – aber für heute bin ich sehr zufrieden mit den Jungs." |