Foto: Thomas Kuhn.
Die so herausragende Spielzeit 2025/2026 ist für die Porsche Basketball-Akademie an ihrem Endpunkt angelangt. Die Gelb-Schwarzen verlieren das dritte Viertelfinal-Spiel in Neu-Ulm 64:91 und damit die Serie 1:2. Eine historische Saison endet mit diversen Rekorden und in den Top-8 der BARMER 2. Basketball Bundesliga.
Anerkennung ist im Falle einer finalen Niederlage nur ein schwacher Trost, dennoch aber einer mit emotionaler Wirkung – und diese war den Ludwigsburgern am Mittwoch gewiss. Unter anderem Lenny Anigbata, Brandon Tischler, Tray Buchanan und diverse Barockstädter waren die 108 Kilometer ans Donauufer gereist, um die Ihren zu unterstützen. Das RIESEN-Trio konnte sich über das Comeback von Julis Baumer freuen, der mithalf, dass der Startabschnitt ins dritte Viertel gelang. Auf Basis einer guten Defensive (6:6, 5. Spielminute) entwickelte sich ein physisch geführtes Duell, in dem die U19-Akteure beider Seiten überzeugten. Bei Ludwigsburg waren Kenan Youdom (13 Punkte), Yohann Tchouaffe (14) und Lars Danziger im Scoring aktiv, bei den Hausherren Meissa Faye (16) und Endurance Aiyamenkhue (16) kaum zu stoppen.
Ebendieses Bild sollte sich in den zweiten zehn Minuten fortsetzen, mit zunehmender Dauer aber ungleicher werden. Während die Defensive der Hausherren hielt, die Doppelstädter ins Laufen und mehr und mehr zu leichten Korberfolgen kamen, mussten die Gäste im selben Zeitraum abreißen lassen. Zu viele Ballverluste (18), zu schwache Quoten (38 FG%) und zu viele Fouls (22) verhinderten ein spielerisches Gleichgewicht. Ein Buzzerbeater von Namori Omog sorgte noch vor dem Seitenwechsel (40:31) für einen Korberfolg, der zum Symbolbild wurde: Ludwigsburg bekam keinerlei Zugriff, während sich die OrangeAcademy Punkt für Punkt – und allen voran durch Faye-Zähler – absetzte.
Der Franzose riss seine Farben auch nach dem Seitenwechsel regelrecht mit und stellte zwischenzeitlich auf +30. Bei den BBA’lern ging derweil nun wenig bis nichts, das dritte Viertel wurde zum negativen Schlüsselfaktor, was umfassend sichtbar wurde. Die Gäste fanden kein funktionierendes Line-Up, keine Entlastung, keine Stopps und keine wirksamen Justierungen, sodass die so ausgeglichen geführte Serie entschieden war. Trotz des herannahenden Saisonendes zeigten BBA’ler Moral und Charakter, bis auf einzelne Distanztreffer durch beispielsweise Sebastian Kuhn gelang aber auch bis zum Ertönen der Schlusssirene nur noch sehr wenig.
Für Ludwigsburg endet eine sehr erfolgreiche ProB-Spielzeit – mit dem besten Hauptrunden-Ergebnis, der besten Platzierung, der erstmaligen Playoff-Teilnahme, drei Postseason-Siegen und fünf Highlight-Partien – abrupt, gleichwohl aber mit großem Stolz. Dieser wird in den nächsten Tagen und Stunden übernehmen und die Gelb-Schwarzen durch den Sommer tragen.
Für Ulm spielten: Endurcane Aiyamenkhue 16 Punkte / 6 Rebounds, Meissa Faye 16 / 8, Namori Omog 14, Lenni Kunzewitsch 9, Marko Dordevic 9, Zoran Milicic 9, Teo Milicic 8, Tobias Holbach 4 / 6, Joel Cwik 2, Felix Kiehlneker 2, Barna Buglyó 2 und Milo Murray.
Für Ludwigsburg spielten: Yohann Tchouaffe 14 Punkte, Kenan Youdom 13, Sebastian Kuhn 8, Lars Danziger 6, Marko Masci 5, Julis Baumer 5, Simon Feneberg 5 / 5 Assists, Daniel Mack 4 / 5 Rebounds, Maxwell Dongmo Temoka 2, Lukas Modic 2, David Engelhardt und Jonathan Knödel.