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Eine der wenigen positiven Nachrichten des Trips nach Berlin: ‚Baba‘ is back. Foto: Tilo Wiedensohler.
Mit einer deutlichen wie ernüchternden 33-Punkte-Packung beenden die MHP RIESEN Ludwigsburg das Jahr 2025. Bei ALBA BERLIN starten die Schwaben zwar gut (11:16), erleben ab dem zweiten Viertel aber eine Kombination des maximal Negativen. Zahlreiche Fehler entscheiden die Partie bereits vor dem Seitenwechsel. Zu allem Überfluss verletzt sich auch noch Elijah Hughes in dieser Phase, sodass nicht nur die Partie 47:80, sondern auch der US-Amerikaner für die Barockstädter verloren geht.
Ein Spiel, zwei Gesichter – und davon wird für Ludwigsburg nur das zweite in Erinnerung bleiben. Denn die Kader-Rückkehr von Babacar Sane, der durchaus solide Start samt starker Rebound-Arbeit, vernünftiger Defensive gegen glücklose Berliner (3/18) und einer daraus resultierenden 5-Punkte-Führung wird aus schwäbischer Sicht deutlich vom dem überschattet, was folgte: Die Barockstädter waren den Hauptstädtern ab der 11. Spielminute in allen Belangen unterlegen, wurden im zweiten Spielabschnitt dominiert bis demontiert und fanden keinerlei Mittel, um das Debakel zu verhindern.
Ein 0:23-Lauf, den Mikko Riipinen mit zwei Auszeiten zu stoppen versuchte, deckte zahlreiche Mängel der Gelb-Schwarzen auf. Ludwigsburg war in der offensiven Entscheidungsfindung, diversen defensiven Elementen sowie allen physischen und emotionalen Belangen bestenfalls zweiter Sieger, während sich Berlin in einen Rausch spielte. 48 Stunden nach dem Heimerfolg gegen Jena erlaubten sich die MHP RIESEN 24 Ballverluste, trafen nur 52% von der Freiwurflinie (13/25) und gar nur 9,1% (2/22) aus der Ferndistanz. Ein absolut ernüchternder Abend, der in der 20. Spielminute durch Elijah Hughes überschattet und im negativen Empfinden potenziert wurde. Der US-Amerikaner rutschte beim Fangen des Balles, den er von Sam Griesel geklaut hatte, auf einem Bodensticker aus und musste verletzt und gestützt das Parkett verlassen. Fortan konnte der 27-Jährige nicht mehr mitwirken (41:22, 20.).
Foto: Tilo Wiedensohler.
Nach dem mehr oder minder direkt im Anschluss folgenden Seitenwechsel versuchten die Schwaben einerseits Charakter zu zeigen und andererseits Ergebniskosmetik zu betreiben. Ersteres gelang, Zweiteres scheiterte gänzlich. Denn während die Einsatzbereitschaft unumstritten vorhanden war, blieben die Gäste ideen-, konzentrations- und korblos (59:36, 30.). Das eigene Spiel blieb, egal welche Spieler Riipinen die Verantwortung übertrug, zu eindimensional und zu vorhersehbar. Berlins Energie, Galligkeit, Physis und Spielfreude waren die Ludwigsburger auch nach dem Seitenwechsel nicht gewachsen. Die zweiten zwanzig Minuten waren aus gelb-schwarzer Sicht nicht wirklich besser, sondern weniger schlecht, das Anwachsen des Rückstandes ebenso wie die deutliche Niederlage die sichtbare Konsequenz, die an diesem Abend nur noch eine gute Facette hatte: Das Ertönen der Schlusssirene.
Ein sehr bewegtes Jahr 2025 endet für die MHP RIESEN also mit einem emotionalen Tiefschlag, gleichzeitig aber auch einer Ausgeglichenheit: Auf Platz 10 rangierend und mit einer 6:6-Bilanz geht’s am Samstag ins Derby gegen Heidelberg.
Für Berlin spielten: Justin Bean 19 Punkte, Martin Hermannsson 11, Jonas Mattisseck 11, Moses Wood 8, Malte Delow 8, J’wan Roberts 5 / 7 Rebounds, Sam Griesel 4, Jack Kayil 4 / 5, Norris Agbakoko 4, Anton Nufer, Martynas Echodas 2 und Bennet Hundt 2.
Für Ludwigsburg spielten: Stef Smith 10 Punkte / 6 Rebounds, Babacar Sane 8 / 6, Elijah Hughes 8, Keeshawn Kellman 5 / 12, Darnell Edge 4, Brandon Tischler 4 / 8, Yorman Polas Bartolo 4, Tray Buchanan 2, Johannes Patrick 2, Julis Baumer, Lenny Anigbata und Jonas Wohlfarth-Bottermann.
Mikko Riipinen | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg | "Herzlichen Glückwunsch an ALBA [BERLIN] zum Sieg. Sie haben ein großartiges Spiel gemacht und uns gezeigt, wie es aussieht, wenn ein Team über 40 Minuten intensiv und diszipliniert spielt. Wir können viel aus dieser Partie mitnehmen, heute war unsere Leistung qualitativ einfach nicht gut genug. Trotz allem bin ich stolz darauf, dass mein Team angesichts des anstrengenden Spielplans und der Verletzungen zusammengehalten hat." |
Pedro Calles | Headcoach ALBA BERLIN | "Im ersten Viertel haben wir uns offensiv noch schwergetan. Im zweiten Viertel hatten wir dann einen starken Lauf, der uns viel Selbstvertrauen gegeben hat und uns durch den Rest des Spiels getragen hat. Defensiv bin ich mit der Leistung meines Teams sehr zufrieden – meine Spieler haben sich über die vollen 40 Minuten in der Defense reingehauen. Zum Abschluss möchte ich Elijah Hughes gute Besserung wünschen, der sich heute unglücklich verletzt hat." |