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Back-to-back-Heimspiele. Foto: Sandy Dinkelacker / Eibner.
Es hat ein paar Tage länger gedauert, nun ist es aber soweit: Am Donnerstag (14.01.; 19:30 Uhr) empfängt die Porsche Basketball-Akademie die VR-Bank Würzburg Baskets Akademie zum Nachholspiel des 16. Spieltags der ProB Süd. Das Duell gegen die Unterfranken hat für die Gelb-Schwarzen, folgend auf das begeisternde Jahresauftaktspiel in Oberhaching, im Hinblick auf die Tabelle eine durchaus große Bedeutung.
Die gute(n) Nachrichten zunächst: Ludwigsburg ist in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf einem Allzeithoch unterwegs, hat mit einer 8:6-Bilanz große Chancen auf die erstmalige Postseason-Teilnahme und bisher alle Verletzungen, Krankheiten und personelle Variablen sehr gut angenommen und ebenso gut verarbeitet. Einerseits ist Tabellenplatz vier das sehr begrüßenswerte Zwischenfazit, andererseits ist die Durchlässigkeit und Entwicklung gen erste Mannschaft mindestens ebenso herausragend. Der Starting-Five-Einsatz von Maxwell Dongmo Temoka im RIESEN-Trikot (18:35 Minuten) ist ein Paradebeispiel für den Ludwigsburger Basketball. Die Barockstädter sind gerade dabei, den nächsten Entwicklungsschritt zu machen – was Anerkennung und Ansporn zugleich ist. Deshalb gibt’s auch ambitionierte Nachrichten: Erfolg ist kein Dauerzustand und kontinuierliche Anstrengung dafür notwendig. Fortan umso mehr, da sich mit Dongmo Temoka und Julis Baumer zwei absolute Leistungsträger in der Stammrotation in der Beletage des deutschen Basketballs festgespielt haben.
Die seit Mitte November vorhandene, terminliche Spielplan-Zerrüttung der Porsche Basketball-Akademie – mit lediglich fünf Partien in achteinhalb Wochen – machte sich sportlich in den vergangenen Monaten nicht bemerkbar. Nun soll sich das Mehr an Spielrhythmus aber sehr wohl bei der Konsolidierung der Top-8-Platzierung bemerkbar machen. Zunächst in eigenen Gefilden: Würzburg II und Leitershofen gastieren in den kommenden zehn Tagen in der Rundsporthalle. Diese ist, nachdem der 1. TC Ludwigsburg am zurückliegenden Wochenende tänzerisch aktiv war, wieder für den Schul- und Ballsport, den Basketball und das Farmteam-Duell gegen die rot-weiß gekleideten Baskets freigegeben.
„Spiele gegen Würzburg sind immer sehr wettbewerbsorientiert. Zwei der jüngsten Mannschaften in der Liga, beide auf Entwicklung fokussiert, konkurrieren mit hohem Tempo. Es ist eine großartige Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft des deutschen Basketballs zu werfen“, analysiert Assistant Coach Xavier van Lierop die Ausgangslage.
Während das Hinspiel zum Saison-Auftakt eine überraschend deutliche Angelegenheit zu Ludwigsburger Gunsten (53:77) war, erwarten beide Kontrahenten für das zweite Aufeinandertreffen ein deutlich ausgeglicheneres Duell, bei dem jung (Ludwigsburg: 18,9 Jahre) jünger (Würzburg: 18,7 Jahre) fordern wird. Die Franken reisen ohne den nach fünf Partien wieder abgewanderten US-Amerikaner Chevon Brown, dafür aber dennoch mit Verstärkung an: Jason George wechselte Mitte Dezember von Leitershofen nach Würzburg, soll ausgestattet mit einem Vertrag bis 2028 langfristig in der easyCredit BBL und kurzfristig in der ProB helfen. An seiner Seite: Jervis Scheffs (17,2 Punkte / 3,2 Assists / 2,6 Rebounds), David Pisic (14,6 / 1,1 / 3,3), Marko Petric (12,7 / 2,7 / 4,3), David Gerhard (12,5 / 1,0 / 5,6) und Lukas Roth (11,7 / 3,6 / 4,6). Viel nationale Guard-Power, sehr viel Offensive, die mit 75,5 Punkten auf Ludwigsburger Niveau (76,7) agiert.
In der Defensive liegt derweil aktuell der Unterschied – und dann auch am Donnerstag der Schlüssel zum Spiel. Denn die Schützlinge von Khee Rhee stellen die beste Defensive der Liga. Lediglich 70,5 Zähler gestatten sie ihren Gegner pro Partie, den Franken im Hinspiel nur besagte 53. Würzburg ist mit durchschnittlich 87,9 zugelassenen Zählern signifikant schwächer unterwegs, was zuletzt auch Coach Alex King öffentlich kritisierte. Trotz des optimierungsbedürftigen Status quo, der 74:96-Niederlage in Erfurt zum Jahresauftakt und der häufigen Abwesenheit von Christian Skladanowski, der zumeist in der ersten Mannschaft gefordert ist, ist die Klassenverbleib realistisch: Würzburg ist mit einer 4:10-Bilanz zwar Dreizehnter und Letzter, allerdings auch nur zwei Erfolgserlebnisse hinter den neuntplatzierten Dresdnern (6:8); fortwährend aber mit größer werdendem Erfolgsdruck.
Ludwigsburg hat derweil lediglich selbst auferlegten Druck und Freude an der aktuellen Situation: Denn neben den ohnehin formstarken Simon Feneberg, Lars Danziger, Baumer und Dongmo Temoka begannen unter anderem auch Kenan Youdom (19:04 Minuten @ Oberhaching | 9 Punkte / 5 Rebounds) und Yohann Tchouaffe (16:44 | 4 / 3) ihr Jahr individuell gut, zudem festigten Daniel Mack (11:18 | 2 / 3) und Abdulhay Kömürkara (14:46 | 17) ihre Rollen und Positionen, was ebenfalls ein wichtiges Zeichen ist. Die Anzahl an Schultern, auf die die Verantwortung verteilt werden kann und soll, ist groß. Wenn’s gelingt, winkt eine Festigung der Tabellenposition. Wenn’s misslingt, gibt’s weitere Erfahrungs- und Lernwerte für alle Beteiligten – wobei eine Kombination beider Aspekte natürlich nicht ausgeschlossen ist.
Porsche Basketball-Akademie vs. VR-Bank Würzburg Baskets Akademie
Donnerstag, 15.01.2026, Tip-Off 19:30 Uhr
Rundsporthalle Ludwigsburg, Kurfürstenstraße 23, 71636 Ludwigsburg
Live bei Sporteurope.TV | Tickets an der Tageskasse (8,00 Euro / ermäßigt 5,00 Euro)