RIESEN-Lupe: John-Michael Wright

Date 2026-10-23

Foto: Sebastian Derix

16,2 Punkte / 3,2 Rebounds / 3,2 Assists

Einer – wenn nicht der beste Spieler von der Bank in der bisherigen easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2026/2027, Bonns Topscorer und der einzige Spieler unter den zehn besten Scorern der Liga, der in dieser Saison noch nicht in der Starting Five seines Teams stand: John-Michael Wright ist der Spieler, dem die RIESEN am kommenden Samstagabend gegen die Telekom Baskets Bonn besondere Aufmerksamkeit schenken müssen.

Wer im Internet nach diesem Namen sucht, findet zunächst zahlreiche Porträts und Informationen über den gleichnamigen Künstler John Michael Wright (1617–1694). Der Basketballer – von dem hier die Rede ist – hat mit dieser Art von Kunst jedoch wenig zu tun. Seine künstlerischen Fähig- und Fertigkeiten zeigt der 26-Jährige abseits von Pinsel und Leinwand Woche für Woche in Deutschlands größten Basketballarenen.

Geboren wurde der physisch robuste Guard, der sowohl die Position des Point Guards als auch des Shooting Guards spielen kann, am 1. Februar 2000 in Fayetteville im US-Bundesstaat North Carolina. Mit einer Körpergröße von 1,85 Metern zählt der US-Amerikaner zu den kleineren Spielern der Liga – weiß seinen Körper aber gekonnt einzusetzen.

Von 2019 bis 2022 lief Wright für die High Point University auf, ehe er zu den Oklahoma State Cowboys wechselte, für die er von 2022 bis 2024 auflief. Schon während seiner College-Zeit zeichnete den Guard eine besondere Fähigkeit aus: das Scoring. In seiner stärksten College-Saison 2020/2021 erzielte Wright durchschnittlich 20,7 Punkte, 5,2 Rebounds und 3,2 Assists pro Spiel und entwickelte sich zu einem der besten Scorer der Conference. Eine seiner großen Stärken war – und ist –, das orangefarbene Leder von verschiedenen Bereichen des Courts im Korb unterzubringen. Ob in Korbnähe, aus der Mitteldistanz oder von Downtown: Von überall strahlt der Guard Gefahr aus.

Nach seiner Zeit am College zog es den Punktegaranten für seine erste Station als Profi-Basketballer nach Europa – genauer gesagt von der sonnigen Südostküste der Vereinigten Staaten zu BK Olomoucko nach Tschechien. Anders als bei vielen anderen jungen US-amerikanischen Spielern waren von Startschwierigkeiten und einer Eingewöhnungsphase keine Spuren zu erkennen. In seiner ersten und einzigen Saison dort erzielte der Scharfschütze aus North Carolina durchschnittlich 15,4 Punkte pro Spiel und stellte eine Karrierebestleistung von 35 Punkten auf.

Anschließend zog es den Combo-Guard zurück in die Sonne. In Kroatien überzeugte er bei KK Dubrava aus Zagreb sowohl in der ersten kroatischen Liga (17,2 P / 3,5 R / 3,6 A) als auch international in der European North Basketball League (16,8 P / 3,9 R / 4,1 A).

Von Wrights Qualitäten überzeugt, nahmen die Telekom Baskets Bonn den heute 26-Jährigen im Juli 2026 unter Vertrag. Neben seinen spielerischen Fähigkeiten überzeugte Wright die Bonner offenbar auch mit seinem Charakter. Sportdirektor Savo Milosevic betonte, dass Wright menschlich gut ins Team passe und zugleich dabei helfen könne, den nächsten Schritt zu machen.

Für den Guard ist Bonn die erste Station in Deutschland. Auch in der easyCredit Basketball Bundesliga stellt er sein Scoring und seine weiteren Qualitäten unter Beweis. In seinen bisherigen fünf BBL-Spielen erzielt der Bonner im Schnitt 16,2 Punkte pro Spiel – besonders beeindruckend ist dabei, dass er dafür im Schnitt nur 19,05 Minuten benötigt und von der Bank kommt. Außerdem beweist Wright mit seinen herausragenden Feldwurfquoten auch hierzulande seine Gefahr auf dem Court.

Besonders treffsicher ist der Guard aus der Distanz. Bei durchschnittlich sechs Versuchen von Downtown pro Spiel trifft der Scharfschütze 50 Prozent. Seine Scoringgefahr beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Wurf aus der Distanz, sondern zeigt sich auch in allen anderen Bereichen des Courts: Mit 49 Prozent aus dem Feld und 90 Prozent von der Freiwurflinie gehört er zu den effizientesten Scorern der Liga. Wenn John-Michael Wright ins Rollen kommt, ist er kaum noch zu stoppen und für jede Verteidigung ein gefährlicher Gegenspieler.

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