Foto: Thomas Kuhn.
Der Auswärtstrip zum BBC Coburg mündet für die Porsche Basketball-Akademie in einer 68:83-Niederlage. Im ProB-Spitzenspiel ist das Import-Duo der fränkischen Hausherren, bestehend aus Dylan Fasoyiro und Darius Dawson, mit zusammengenommen 45 Punkten und 14 Rebounds, entscheidend. Abdulhay Kömürkara feiert sein Comeback, Jonathan Knödel die ersten Punkte.
24 Stunden nach dem 82:65-Erfolg gegen das TEAM URSPRING im Spitzenspiel der U19-Bundesliga, das den Playoff-Heimvorteil in den potenziell beiden ersten Runden garantiert(e), reisten die Ludwigsburger mit guter Stimmung und einer gewissen Mixtur aus „Alles kann, nichts muss“ sowie „Let’s do it again“ nach Coburg. Der Sieg im wichtigen Hauptrunden-Duell der Nachwuchs Basketball Bundesliga gab mehr Kraft, als er Körner kostete – auch wenn die Schwaben dies nicht auf dem Parkett verdeutlichen konnten.
Denn vor den Augen der 817 Zuschauer:innen dominierten zunächst nur die Coburger, die frühzeitig im Angriff zu gefallen wussten. Ab dem ersten Viertel waren sie im Rhythmus, kamen immer wieder sehr gut unter den Ludwigsburger Korb und verwandelten ihren Gelegenheiten dort hochprozentig. Angeführt von Dylan Fasoyiro, Darius Dawson und Point Guard Nico Wenzl brachten sie die Verteidigung der BBA’ler zum Kollabieren und/oder sicherten sich die Rebounds sowie neue Gelegenheiten (22:13, 10. Spielminute). Erst im zweiten Abschnitt erhielten die Barockstädter einen besseren Defensivzugriff, der sich allen voran durch Marko Masic und Simon Feneberg auch im besten Offensivabschnitt auf der Anzeigetafel bemerkbar machte (41:39, 20.). Trotz der gelb-schwarzen Aufholjagd blieben die Hausherren aber unbeeindruckt und konsequent, Patrick Seidel fand tief(er) in der Rotation qualitative Minuten, die Coburg in Front hielten, ehe die Franken dann wieder zurück in die Spur fanden.
Die Gäste blieben ihrerseits beharrlich, trafen durch Yohann Tchouaffe nach dem Seitenwechsel doppelt aus der Distanz, legten durch Abdulhay Kömürkara, der nach drei Wochen verletzungsbedingter Pause sein Comeback (16:45 Minuten | 5 Punkte / 4 Rebounds) feierte, weiter nach – und mussten dennoch erneut abreißen lassen. Symbolhaft dahingehend: Während die Porsche Basketball-Akademie die Big-Point-Shots verwarf, war Coburg mehrfach und unter anderem zum Viertelende zur Stelle (62:52, 30.). Ludwigsburg versuchte sich weiterhin an der Wende, agierte und traf, trotz der Anwesenheit von Maxwell Dongmo Temoka, der direkt vom RIESEN-Spiel aus Oldenburg angereist war, aber ganzheitlich an diesem Nachmittag nicht gut und hochprozentig genug. Die in der Defensive zugelassenen Zähler konnten die Barockstädter nicht aufholen, sodass die ersten ProB-Punkte von Jonathan Knödel einer der wenigen Lichtblicke im Schlussabschnitt blieben.
Grund zum Ärgern gibt’s dennoch wenig: Einerseits spielt die parallele 87:90-Niederlage von Speyer in Erfurt den BBA’lern – sie blieben Dritter – in die sprichwörtlichen Karten. Andererseits haben die Ludwigsburger am nächsten Wochenende und im nächsten Spitzenspiel die zweite Chance auf einen Top-Duell-Erfolg. Dann gastiert München II in der Rundsporthalle (22.02.; 15:00 Uhr).
Für Coburg spielten: Dylan Fasoyiro 23 Punkte / 9 Rebounds, Darius Dawson 22 / 5, Nico Wenzl 11 / 6 Assists, Tim Herzog 9, Nico Höllerl 8, Ole Theiß 8, Leo Cosic 2, Erik Neunhoeffer 0 / 5, Julian Günther, Felix Egger und Marc Deinlein.
Für Ludwigsburg spielten: Simon Feneberg 17 Punkte / 7 Assists, Marko Masic 12 / 5 Rebounds, Maxwell Dongmo Temoka 8 / 5, Yohann Tchouaffe 8, Armin Pivac 7, Abdulhay Kömürkara 5, Kenan Youdom 5, David Engelhart 4, Jonathan Knödel 2 und Daniel Mack.