Souverän zurück auf die Siegerstraße

Category News Date 2024-04-14 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. MLP Academics Heidelberg 93:68

Erschöpfte Körper treffen gute Laune: Ludwigsburg feiert den nächsten Derbysieg. Foto: Eibner / Sascha Walther 

Von Beginn an mit Energie, Physis und spielerischer Dominanz ins Glück: Die MHP RIESEN Ludwigsburg sind gegen Heidelberg über die vollen 40 Minuten das bessere Team und gewinnen das Derby gegen die MLP Academics 93:68. Vor 3.751 markieren fünf schwäbische Korbjäger eine zweistellige Anzahl an Punkten und führen den Klub, mindestens vorübergehend, auf Rang sechs.

Nach zuletzt vier in unterschiedlicher Art und Weise ernüchternden Abenden starteten Josh King und seine Mannschaft mit immenser Energie und einer ebenso körperlichen Herangehensweise ins Spiel, um diesen kleinen Anti-Lauf umzukehren. Unterstützt vom gut gelaunten Fanblock, der das zehnjährige Bestehen der Barock Pirates feierte, und von Ariel Hukporti, der zum zweiten Mal in der Startformation stand, kamen die Hausherren dabei exzellent ins Spiel. Mehrere Aktionen des gestrigen Geburtstagskindes – Hukporti wurde 22 Jahre alt – sowie Distanztreffer von Yorman Polas Bartolo und Desure Buie sorgten für die Basis (8:0), auf die in den folgenden Minuten aufgebaut wurde. Auch von zwei Auszeiten Ingo Freyers ließen sich die Schwaben nicht aus dem Konzept bringen, stellten auf +16 (20:4) und zum Viertelende auf +13 (26:13, 10. Spielminute).

Während die Kurpfälzer das aufs Parkett gelegte Tempo noch erwidern konnten, blieben sie ansonsten in vielerlei Hinsicht hinter den Ludwigsburger Erwartungen – was unmittelbar auch mit der schwäbischen Dominanz zusammenhing. Ludwigsburg beherrschte die Bretter und die Verteidigung, ließ die MLP Academics nicht zur Entfaltung kommen. Bis auf Ex-RIESE Elijah Childs, der sich sichtlich viel vorgenommen hatte und dieses Vorhaben als Topscorer (23 Punkte) der Partie untermauerte, sowie phasenweise Justin Jaworski und Niklas Würzner, hatten die MHP RIESEN ihre Gegner im Griff. Das zwischenzeitliche Defizit (32:15) verkürzten sie innerhalb der zweiten zehn Minuten zwar kurzzeitig (35:23), doch auch hier war Buie zur Stelle, der erneut doppelt aus der 6,75-Meter-Distanz punktete und per Buzzerbeater auch die Halbzeit beendete (48:32, 20.).

Heidelberger Strohfeuer und Ludwigsburger Dominanz

Nach weiteren Freyer-Justierungen versuchten die Heidelberger, sehr zur Freude der 120 mitgereisten Fans, sich am Versuch einer Aufholjagd – und eine Kombination aus besserer Entscheidungsfindung und besserer Wurfauswahl sollte auch zum Verkürzen des Rückstandes führen (57:46, 27.). Doch während es bei den Gästen immer wieder und beinahe ausschließlich das Duo Jaworski/Childs war, das voranging, blieb die Last bei den Ludwigsburgern breit verteilt. Mit Buie, Silas Melson, Jeff Roberson, Polas Bartolo und Eddy Edigin scorten fünf Spieler zweistellig und auch Hukporti, Jaren Lewis und Jayvon Graves waren voll da. Kurzum: Die Rotation war ebenso tief wie die Bank breit und der folgende 10:0-Lauf sehr verdient (68:48, 30.) – und die Partie entschieden.

Ob des schon feststehenden Spielausgangs flachte das Duell im vierten Viertel mehr und mehr ab, was der Laune der überwiegenden Mehrheit an Fans keinen Abbruch tat. Während Childs die Freiheiten zu (sehr guter) Werbung in eigener Sache nutzte, blieben die MHP RIESEN in Gänze souverän, suchten und fanden den Weg zum Korb und kamen ebenda zu Punkten. Das mannschaftliche Ziel, die Heidelberger unter 70 Punkten zu halten, wurde erfüllt, der Heimsieg letztendlich wenig spektakulär, wohl aber sehr souverän eingefahren und der 93:68-Erfolg entsprechend zelebriert.

Durch den eigenen Derbyerfolg gegen Heidelberg und die parallele Derbyniederlage Vechtas (82:88 vs. Oldenburg) klettern die Schwaben mindestens für eine Nacht auf Tabellenplatz sechs, der in der kommenden Woche einer weiteren Belastungsprobe unterzogen wird. Am nächsten Samstag (20.04., 18:30 Uhr) gastieren die MHP RIESEN in Hamburg.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: Desure Buie 19 Punkte, Jeff Roberson 13 / 8 Rebounds, Yorman Polas Bartolo 13 / 8, Silas Melson 13, Eddy Edigin 11, Jaren Lewis 9, Jayvon Graves 8, Ariel Hukporti 7 / 11, Jonathan Bähre, Jacob Patrick, Davonta Jordan und Johannes Patrick.

Für Heidelberg spielten: Elijah Childs 23 Punkte / 8 Rebounds, Justin Jaworski 19, Elias Lasisi 7, Niklas Würzner 6, Isaiah Whaley 5, Marcel Keßen 4, Bennet Hundt 2, Akeem Vargas 2, Jeffrey Carroll und Paul Zipser.

Statements

Ingo Freyer | Headcoach MLP Academics Heidelberg:
"Glückwunsch an Ludwigsburg, sie haben zurecht gewonnen. Wir waren körperlich und von Anfang an unterlegen. Da können die Spieler nichts dafür, aber wenn wir so ein Match-Up auf den Positionen haben und körperlich so unterlegen sind, wird es schwer hier in Ludwigsburg zu gewinnen."
Josh King | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg
"Ich bin stolz auf unsere Spieler, dass sie heute einen Weg gefunden haben, um zu gewinnen. Es war klar, dass Heidelberg ein guter Gegner würde, Ingo Freyer macht dort einen guten Job – gerade offensiv bringt Heidelberg Dich in schwierige Spots und hat zudem Selbstvertrauen getankt. Wir brauchten diesen Sieg und sind heute mit viel Energie aufs Parkett gekommen. Danke auch an unsere Fans, die uns dazu angetrieben haben! Wir hatten zum Start viel Energie und haben den größten Teil die Geschwindigkeit und die Physis des Spiels, letztlich bis auf eine Ausnahme im dritten Viertel, bestimmt. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar Ballverluste zu viel, wenn wir besser aufgepasst hätten, würde das Ergebnis noch besser aussehen. Es war ein guter und wichtiger Erfolg für uns. Jetzt müssen wir uns regenerieren, sehr gut in der Trainingshalle arbeiten und können diese Leistung in Hamburg hoffentlich bestätigen."