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Spieltag 13: Viertelfinal-Neuauflage trifft Heimspiel-Dreierpack  

Mit erhöhtem Spaßfaktor in den Jahresendspurt: Jonathan Bähre und Co. möchten gegen Oldenburg zurück auf die Siegerstraße. Foto: Eibner / Sascha Walther.

Im unmittelbaren Anschluss an das Weihnachtsfest beginnt in der MHPArena der RIESEN-Heimspiel-Dreierpack. Am Mittwoch (27.12., 20:00 Uhr), Samstag (30.12., 20:00 Uhr) und Dienstag (02.01., 20:00 Uhr) sind die Gelb-Schwarzen in ihrem Wohnzimmer gefordert. Los geht’s mit der Neuauflage der letztjährigen Viertelfinal-Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg.

Auf die Heim-Party gegen Athen folgte die Auswärtsfrustration in Braunschweig, was die RIESEN-Laune vor und während der Weihnachtsfeiertage erheblich trübte. Für das Auswärtsspiel in Niedersachsen hatten sich die Ludwigsburg mehr vorgenommen, unterlagen am Ende denkbar knapp, sodass das Fest nicht mit dem Gewinn von zwei Punkten, sondern einer unschönen Bescherung garniert wurde. Immerhin: Die weihnachtliche Fokus-Veränderung kam nicht zwangsweise zur falschen Zeit. Im Kreise von Freunden und Familie, sofern geographisch und zeitlich darstellbar, wurde es in den vergangenen Stunden und Tagen dann kurzzeitig besinnlich, trainiert wurde dennoch dreifach. Natürlich dreifach. Denn einerseits beinhaltet die Zeit zwischen den Jahren Basketball-Hochkonjunktur, andererseits haben sich die Schwaben natürlich die schnellstmögliche Rückkehr auf die Siegerstraße zum Ziel gesetzt. Die erste und nächste Möglichkeit dafür gibt’s am Mittwoch. Dann gastieren die EWE Baskets Oldenburg in der Barockstadt.

Das zweite Niedersachsen-Duell binnen fünf Tagen zerstückelt für die Oldenburger nicht nur das Weihnachtsfest, sie mussten in den Morgenstunden des zweiten Feiertages bereits abreisen, sondern bringt auch eine Neuauflage der diesjährigen Playoff-Viertelfinal-Serie (und des Pokal-Halbfinales) der Vorsaison mit sich. In anderen Worten: Ludwigsburg verbindet nach dem 3:0-Upset-Sweep mit den ‚Donnervögeln‘ richtig gute Erinnerungen, die Gäste möchten ihrerseits Revanche nehmen. Dadurch, dass beide Klubs aktuell auf der Suche nach Konstanz sind, sich prinzipiell aber eine Postseason-Platzierung zum Ziel gesetzt haben, ist es auch singulär betrachtet ein spannendes Duell.

Zwei (bis drei) Nachverpflichtungen, fünf verletzte Spieler

Oldenburg überzeugte in den Wochen zwar durchaus spielerisch, musste nach beachtlichem Saison-Start in der easyCredit BBL verletzungsbedingt aber abreißen lassen – und liegt aktuell auf Rang 10.  Im BBL Pokal und der Basketball Champions League strich der Klub jeweils nach der ersten Runde die Segel, sodass es am Hunte-Ufer aktuell ausschließlich um Genesungsprozesse und den nationalen Liga-Betrieb geht. Auf Max DiLeo (Operation am Hüftgelenk), Charles Manning Jr. (Operation am Fuß), Alen Pjanic (Rekonvaleszenz nach Armbruch), Brekkott Chapman (Sprunggelenksverletzung) und Deane Williams (Muskelfaserriss) müssen die Oldenburger allerdings noch bis in die Rückrunde hinein verzichten, das Quintett fällt teilweise monatelang aus.

Während andernorts eine solch hohe Ausfallquote zu Existenzängsten führen würde, sind die EWE Baskets weitestgehend und mit kleineren sportlichen Abstrichen Herr der Lage geblieben. Pedro Calles und sein Team rückten zusammen, zeigten stets starke Leistungen, hatten ALBA BERLIN (85:90) und SIG Straßburg (77:85) am Rande einer Niederlage und feierten am Wochenende einen souveränen 89:71-Auswärtserfolg in Weißenfels. Zudem legte der Klub dreifach personell nach: Geno Crandall und Chaundee Brown Jr. wurden nachverpflichtet, Fritz Hemschemeier dauerhaft in den Profi-Kader aufgenommen.

Unabhängig davon ist der wichtigste Akteur sowohl gesundheitlich verfügbar als auch ein bekanntes Gesicht: DeWayne Russell war, ist und bleibt der Baskets-Anführer und macht seine Sache weiterhin exzellent. Der US-Amerikaner ist im Hinblick auf Punkte (18,6) und Assists (6,5) in mehrerlei Hinsicht einer der wichtigsten Akteure der easyCredit BBL und beweist, dass er zurecht als bester Offensivspieler der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet wurde – an den Alleinunterhalter-Fähigkeiten mangelte es beim quirligen Guard aber auch in der bisherigen Karriere nicht. Neben Russell und den beiden US-amerikanischen Nachverpflichtungen tragen seit dem Beginn der fünffachen Ausfallzeit Len Schoormann (22:07 Minuten), Lukas Wank (23:32), Ebuka Izundu (20:15), Kenneth Ogbe (21:44) und Norris Agbakoko (18:16) die Last. Aus Rollenspielern wurden binnen kürzester Zeit Leistungsträger – was für Calles‘ Arbeit, die Oldenburger Kader-Qualität und ein im Rückrundenverlauf immer stärker werdendes Oldenburg spricht.

Die MHP RIESEN Ludwigsburg präsentierten ihr kämpferisches und spielerisches Potential zuletzt nur phasenweise respektive vollumfänglich gegen Athen und möchten den Dezember im Idealfall mit einer Positiv-Bilanz beenden. Aktuell stehen sie wettbewerbsübergreifend im zwölften Kalendermonat bei zwei Siegen und drei Niederlagen, mit Blick auf die komplette Saison aber solide da. Dennoch: Nachdem die King-Schützlinge am 17.12. noch die Chance für den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz hatten, sind sie aufgrund der doppelten Niederlage gegen Weißenfels und in Braunschweig im Tableau etwas abgerutscht. Auf dem achten Rang liegend geht’s in den Jahresendspurt, der mit einem Erfolgserlebnis bei der Viertelfinal-Neuauflage starten soll. Nachdem die Schwaben die BCL-Hausaufgaben vorerst erledigt haben, möchten sie nun auch in der easyCredit BBL wieder überzeugend agieren und das Parkett als Sieger verlassen.

Volle Hütte 4.0?

Neben dem sportlich reizvollen Duell sind auch die Rahmenbedingungen für den Heimspiel-Dreierpack gut: Zuletzt war die MHPArena dreifach ausverkauft, für die Partien gegen Oldenburg und Tübingen gibt es jeweils nur noch ein kleines Restkartenkontingent von weniger als 50 Karten und für das erste Play-In-Heimspiel gegen Istanbul ist der Verkauf am vergangenen Freitag angelaufen. Tickets für alle drei Partien gibt’s, solange der Vorrat reicht, via riesen-tickets.de.

Während die vier Tribünen-Seiten der MHPArena folglich sehr gut gefüllt sein werden, ist auch das schwäbische Aufgebot auf dem Parkett gesundheitlich nahe dem Optimum: Alle in der Adventszeit eingesetzten Akteure stehen zur Verfügung. Zudem sind Dominykas Pleta und Jeff Roberson bereits seit Tagen respektive Wochen zurück im Mannschaftstraining und dürften zeitnah wieder eine Option für Headcoach Josh King sein. Unabhängig von der Optionslage gilt jedoch: Das Weihnachtsfest erfolgreich hinter sich lassen und den niedersächsischen Doppelpack mit einer Humba beenden.

Zahlenspiele zum 13. Spieltag | #LUDOLD

6 – fach standen sich Ludwigsburg und Oldenburg im Kalenderjahr 2023 gegenüber. Während die EWE Baskets die beiden Hauptrunden-Duelle der Vorsaison und das Pokal-Halbfinale gewannen, erwiesen sich die Schwaben in den Playoffs als passendes Gegenstück und holten alle verfügbaren Siege. Im Jahresendspurt folgt nun das siebte Duell binnen 12 Monaten.

6,1 vs. 6,5 – Assists oder auch Desure Buie vs. DeWayne Russell. Zwischen dem viertbesten und dem zweitbesten Vorlagengeber der easyCredit BBL liegen lediglich 0,4 Assists. Nun kommt es erstmals zum direkten Aufeinandertreffen.

71 – gepflückte Abpraller bedeuten die beste Rebound-Quote im RIESEN-Kader: Auf Eddy Edigin (5,9 RpS) und Elijah Childs (5,1) kommt unter den Körben viel Arbeit zu. Es wartet das gleichwertige Duell gegen Ebuka Izundu (5,8) und Norris Agbakoko (5,4)

 Infos

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. EWE Baskets Oldenburg

Mittwoch, 27.12.2023; Tip-Off 20:00 Uhr

MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg

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