Spieltag 13: Wie am Samstag, nur nochmals herausfordernder

Category News Date 2026-04-13

Foto: Sascha Walther / Eibner.

Das Warten hat ein Ende: 29 Tage vor dem Ende der Hauptrunden treffen Ludwigsburg und München erstmals in der Saison 2025/2026 aufeinander. Der Nachholtermin des 13. Spieltags steht an und beinhaltet für die MHP RIESEN, natürlich, eine XXL-Herausforderung im BMW Park (14.04.; 20:00 Uhr). Dyn überträgt live und exklusiv ab 19:45 Uhr, Anne Kamphausen moderiert und Michael Körner kommentiert.

Nach 30 absolvierten Pflichtspielen steigt am morgigen Dienstag das vermutlich mit größter Spannung erwartete Aufeinandertreffen im RIESEN-Saisonverlauf. Das Auswärtsspiel beim FC Bayern Basketball ist gewohntermaßen ein Duell der Extreme – bei dem die Gelb-Schwarzen in den letzten Jahren durchaus zu gefallen, zu überraschen und zu begeistern wussten. In der jüngeren Vergangenheit gab’s beispielsweise 2024 einen 102:98-Sieg, in der Vorsaison eine äußerst bittere, da vermeidbare, 72:73-Niederlage am 34. Spieltag. In der Konsequenz verhinderte diese die Play-In-Qualifikation, Ludwigsburg wurde mit einer 16:16-Bilanz Elfter.

2026 ist vieles anders, die Lage aber unverändert: München thront als Titelverteidiger an der Tabellenspitze, hat die Postseason-Qualifikation bereits erreicht und balanciert nun den Terminplan, die bestmögliche tabellarische Ausgangslage und die gesundheitliche Verfügbarkeit aller Akteure, Ludwigsburg rangiert im Tabellenmittelfeld und benötigt noch (mehrere) Erfolgserlebnisse, um die Play-Ins oder gar Playoffs zu realisieren. Sollte dies gelingen, sind weitere Duelle mit dem FCBB durchaus im Bereich des Möglichen.

Dafür und davor müssen die Schwaben aber erst einmal ihre Hausaufgaben – in Form von Siegen – erledigen. Mindestens eine ausgeglichene Bilanz, vielleicht auch ein oder zwei Erfolge mehr, werden nötig sein, um einen Top-10-Platz zu erreichen. Aktuell sind die Barockstädter mit einer 15:13-Bilanz Achter. Also: Trotz der beiden Niederlagen in Trier (92:76) und gegen Berlin (77:101), die noch nachwirken und in Art und Weise ernüchternd waren, sind die Schwaben weiterhin absolut im Soll.

Ein Sieg in München würde dahingehend nochmals einen Boost geben, zweifelsohne war die Ausgangslage aber schon mal deutlich besser. Neben Tray Buchanan (Aufbautraining nach Reizung im Knie) und Johannes Patrick (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung) wird auch Toms Skuja in der bayerischen Landeshauptstadt nicht zur Verfügung stehen. Der Lette fällt mit einer gegen Berlin zugezogenen Gehirnerschütterung für unbestimmte Zeit aus. Auch hinter der Verfügbarkeit von Keeshawn Kellman steht ein Fragezeichen. Einmal mehr ist also zusammenrücken angesagt, weshalb unter anderem Maxwell Dongmo Temoka direkt nach dem dreitägigen ProB-Playoff-Trip nach Itzehoe am Montag vom Ludwigsburger Bahnhof zum RIESEN-Reisetross gen Isarufer hinzu stieß. Etwas Terminstress für den 22-Jährigen, der ebenso wie Lenny Anigbata am Dienstag dafür sehr positiv emotionalisiert in seiner Heimatstadt auflaufen wird. Das Duo spielte und gewann, jeweils mit der Ludwigsburger Zweitvertretung, bereits als Gast im BMW Park, in der Beletage des deutschen Basketballs ist zumindest Dongmo Temoka erstmals „bei den Roten“ auf dem Parkett, das in München bekanntermaßen ein LED-Glasboden ist. Anigbata stand im Vorjahr bereits kurz auf dem Parkett, ebenso Simon Feneberg, der ebenfalls den Schalter von Itzehoe in Richtung München umlegte.

Die erneut mehrköpfigen Ausfälle, die die Schwaben auch in der Vorsaison immer wieder zusätzlich challengten, sind ein Fakt, an dessen Lösung Mikko Riipinen und sein Trainerteam – unter anderem in Kooperation mit Physiotherapie-Partner PraeMedicon im Allgemeinen, sowie Julian Koller und Tobias Volle im Speziellen – seit Monaten intensiv und akribisch arbeiten, um dann auch dauerhafte funktionierende Lösungsansätze zu entwickeln und zu etablieren. Die personellen Herausforderungen der Vergangenheit und Gegenwart sollen umfassend behoben werden, für das Duell in München kommen sie offensichtlicherweise aber zu früh.

Die vielzitierte Next-Man-Up-Mentalität soll auch in München zur Siegchance führen. Selbstverständlich braucht es für diese Chance beim 25-köpfigen Elite-Aufgebot des FCBB weitaus mehr als nur viele Spieler, sondern auch sehr viele, sehr gute Leistungen, welche die Gelb-Schwarzen aber vor Augen haben: Vor ziemlich genau 12 Monaten reisten sie mit lediglich 6 einsatzfähigen Vollprofis, zuzüglich der Doppellizenzler Julis Baumer, Lenny Anigbata, Dominykas Pleta, Simon Feneberg und Ognjen Veljkovic, gen Bayern – und lagen bis neun Sekunden vor dem Ende der Partie in Front. Aufgrund der Umstände, trotz Niederlage, eine äußerst beachtliche Leistung.

Dieses Kunststück, damals vom zwischenzeitlich über Taiwan nach München gewechselten Interimsheadcoach Lars Masell und seinem Assistenten Kenji Sato verantwortet, soll erneut gelingen. Diesmal ohne eine Neun-Sekunden-Ausnahme.

Informationen

FC Bayern Basketball vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Dienstag, 14.04.2026, Tip-Off 20:00 Uhr

BMW Park, Grasweg 74, 81373 München

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