Spieltag 14: Weiter geht’s mit dem Derby

Category News Date 2026-01-02

Das dritte Heimspiel des Feiertagsprogramms: Ludwigsburg empfängt Heidelberg. Foto: Sascha Walther / Eibner.

Der Jahreswechsel ist vorüber, Silvester gefeiert und damit das nächste Pflichtspiel auf der RIESEN-Agenda: Am Samstag (03.01.; 20:00 Uhr) empfangen Ludwigsburgs Basketballer die MLP Academics Heidelberg zum Schwaben versus Kurpfalz und/oder Baden-Württemberg-Derby. Die MHPArena wird aller Voraussicht nach zum sechsten Mal in Serie ausverkauft (Restkarten) sein, zusätzlich überträgt Dyn ab 19:45 Uhr live und exklusiv.

6 Siege, 6 Niederlagen und damit komplett ausgeglichen starten die MHP RIESEN Ludwigsburg ins Jahr 2026. Nach 12, inklusive BBL Pokal 14, absolvierten Pflichtspielen verfügen die Schwaben über eine 50%ige-Siegquote und rangieren im Tabellenmittelfeld. In Anbetracht dessen, dass sie im Budget-Ranking der easyCredit BBL den achten Platz belegen und rein sportlich einen Sieg weniger als die achtplatzierten Chemnitzer auf der Habenseite haben, sind sie im Bereich des Erwartbaren unterwegs. Dennoch waren die vier Wochen vor dem Jahreswechsel natürlich keinesfalls erfreulich, mehrfach ließen die Ludwigsburger ein mögliches Erfolgserlebnis liegen, kassierten zudem am Montag eine schwer verdauliche 47:80-Pleite in Berlin. Die Gelb-Schwarzen könnten, das trübt die Laune am meisten, weitaus besser dastehen. Gleichwohl: Die 6:6-Bilanz bietet Potenzial, das nun Schritt für Schritt – zunächst in den vier bis fünf ausstehenden Hinrunden-Partien – wieder vermehrt in Zählbares umgewandelt werden soll.

„Zunächst einmal müssen wir die richtige Einstellung und Denkweise nach dem letzten Spiel mitbringen, das unter allen Umständen völlig inakzeptabel war“, blickt Cheftrainer Mikko Riipinen auf die Basis für Samstag. Spezifischer ergänzt er: „Für uns wird es wichtig sein, viel Energie mitzubringen, wenn wir vor unseren unglaublichen Fans spielen. Wir müssen in der Verteidigung körperlich spielen und viel Bewusstsein [für die jeweiligen Momente] zeigen. Wir müssen im Angriff aggressiv sein und an die richtigen Spots kommen, um daraus gemeinsam Vorteile zu kreieren und zu nutzen.“

Im Duell gegen die MLP Academics Heidelberg möchten die Schwaben die vom Schweden angesprochenen Dinge bewerkstelligen und damit zurück auf die Siegerstraße, erfolgreich Revanche für das Achtelfinal-Aus im BBL Pokal nehmen, mit einem Heimsieg gut ins Jahr 2026 starten und gleichzeitig zurück in die Top-10 der Tabelle.

Wer zeigt eine Reaktion?

Das Aufeinandertreffen mit den krisengebeutelten Kurpfälzern ist bereits das dritte in den letzten Monaten, in Folge des PreSeason- und des Pokal-Match-Ups ist es nun aber das erste in der easyCredit BBL. Im nationalen Kontext sind die Heidelberger dabei äußerst wechselhaft unterwegs – oder in anderen Worten: Nur Würzburg (85:51) und Braunschweig (95:75) konnten bisher besiegt werden, was die 2:11-Bilanz wesentlich negativer wirken lässt, als sie ist. Denn gegen Jena, Chemnitz, Trier, Hamburg und Frankfurt setzte es knappe Niederlage mit jeweils einstelliger Korbdifferenz. Das größte Problem: Heidelberg war zwar immer irgendwie auf Tuchfühlung, immer irgendwie siegfähig, letztlich aber zu oft unterlegen, sodass nun der Ergebnisdruck zunimmt – und zwar nicht irgendwie, sondern sehr konkret. Tabellenplatz 16 und das „rettende Ufer“ sind bereits zwei Erfolgserlebnisse entfernt. Da sich die Universitätsstädter Anfang der Woche zusätzlich von Marcus Weathers (noch vereinslos) trennten und Sam Williamson (Meniskusverletzung) ausfällt, ist die Lage neckarabwärts aktuell wenig erfreulich.

Gründe für Positives gibt’s derweil auf internationalem Parkett: Bei ihrer ersten Teilnahme an der Basketball Champions League sind die Heidelberger weiterhin mit dabei. Eine 3:3-Bilanz in der Gruppenphase, samt dramatischem 88:83-Sieg nach doppelter Verlängerung und 23-Punkte-Rückstand in Warschau, hievte die Blau-Gold-Weißen in die Play-Ins. Ebenda geht’s ab nächster Woche gegen Nymburk ums Top-16-Ticket – was sicherlich bei der Spielerrekrutierung und der Einnahmen-Seite helfen, gleichzeitig die sportliche Lage aber nicht gerade vereinfachen würde. So oder so: Die wichtigsten Mannen im Aufgebot von Danny Jansson sind, wie schon im Vorjahr, DJ Horne (15,3 Punkte / 2,9 Rebounds / 2,3 Assists), Michael Weathers (14,0 / 3,5 / 5,0) und Osun Osunniyi (6,4 / 4,7) – sowie die ebenfalls eingespielte nationale Rotation um Ex-RIESE Mateo Seric, Marcel Keßen, Erol Ersek, Niklas Würzner, Paul Zipser und Kevin McClain, der als einziger (dieser) Heidelberger noch nicht in der MHPArena auflief.

Wer bei den Ludwigsburgern am Samstag auflaufen wird, entscheidet sich im Verlauf des Samstags leider erst im Nachgang des Shootarounds. Unabhängig der aufgebotenen Akteure gilt aber: Ludwigsburg brennt auf den siebten Saisonsieg – mit der überwiegenden Mehrheit der 4.000 Zuschauer:innen und den dutzend spielenden RIESEN ist die Favoritenstellung definiert. Nun gilt es die(se) auch zu nutzen.

Zahlenspiele zum 14. Spieltag | #LUDHDB

-4,0 / -6,8 – im NET-Ranking: Auf 100 Ballbesitze betrachtet erlebten Ludwigsburg und Heidelberg keinen guten Dezember und waren jeweils ihren Gegnern statistisch unterlegen.

57 / 41 – Prozent. Die beiden Sweet-Spots der MHP RIESEN sind mittlerweile etabliert: Direkt in Korbnähe verwandeln die Schwaben 57% ihrer Gelegenheiten, „von der Birne“ der Drei-Punkt-Linie folgen 41% – der beste Wert des Teams.

3-3 / 3-3 / 5-5 – Siege-Niederlagen! Bei den Ludwigsburgern ist aktuell sehr viel pari. Sowohl die Heim- und die Auswärtsbilanz als auch die Bilanz der vergangenen zehn Partien ist komplett ausgeglichen.

Informationen

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. MLP Academics Heidelberg

Samstag, 03.01.2026, Tip-Off 20:00 Uhr

MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg

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