Spieltag 18: Mit Note 2 – 3 nach Thüringen

Category News Date 2026-01-30

Auf die Weihnachts- und Winterferien-Werbung in eigener Sache folgt der fixe Roster-Spot: Julis Baumer ist auch im Rückspiel gegen Jena gesetzt. Tavian Dunn-Martin (rechts) und Eric Washington (hinten, links) derweil keine Kontrahenten mehr. Foto: Sascha Walther / Eibner.

Beginnend mit dem Auswärtsspiel bei Science City Jena (31.01.; 18:30 Uhr) befinden sich die MHP RIESEN Ludwigsburg in der zweiten Hauptrunden-Hälfte der easyCredit Basketball Bundesliga. Die Schwaben reisen auf Tabellenplatz 7 stehend und mit einer 9:7-Bilanz nach Thüringen und möchten am Saaleufer ihren 2026-Trend weiter fortsetzen.

Die Hinrunde ist seit dem vergangenen Wochenende, das baden-württembergische Schulhalbjahr seit diesem Freitag beendet; die Zeit für Zwischenzeugnisse ist also ziemlich genau jetzt. Bei den MHP RIESEN Ludwigsburg ist unter anderem Cheftrainer Mikko Riipinen für ebenjene Zäsur verantwortlich. Der Schweden-Finne attestierte den Seinen im Wochenverlauf in Kurzform eine Hinrunden-Note von 2,5 (die ausführliche Begründung gibt’s via YouTube).

Offensichtlich soll aus der soliden Hinrunde in den kommenden Wochen und Monaten eine in Gänze gute Saison werden, wofür Riipinen vor allem Stabilität und Konsistenz als wichtigste Basis erachtet. Viele Faktoren sind dafür relevant, ein Aspekt ist natürlich personelle Kontinuität und Planbarkeit. Während Krankheiten und Verletzungen nicht unbedingt vorhersehbar sind, haben sich die Gelb-Schwarzen aktuell nicht zum Ziel gesetzt, die vierte und letztmögliche Nachverpflichtung zu nutzen. Nach dem Wechsel von Darnell Edge zu Dziki Warszawa verfügt der Ludwigsburger Kader über 16 Akteure.

Neues Personal, neue Perspektive(n)

Zum Rückrunden-Auftakt in Jena stehen personelle Umbrüche dennoch im Fokus. Vier Wochen nach dem ersten Match-Up in der MHPArena (Boxscore), dass die Schwaben nach 18-Punkte-Führung trotz hektischer Crunchtime und zwischenzeitlichem 82:82-Ausgleich verdientermaßen 91:82 gewannen, sind beim Rückspiel zahlreiche Kader-Veränderungen von Relevanz.

Auf Ludwigsburger Seite gibt’s fünf erwartbare: Toms Skuja ist seit Wochen wieder mit dabei, Keeshawn Kellman bereits ähnlich lange verletzt, Gavin Schilling und Maxwell Dongmo Temoka relevanter Bestandteil der 12er-Rotation und Edge offensichtlich nicht mehr für die Barockstädter spielberechtigt.

Auf Jenaer Seite sind die Adaptionen zahlreicher und signifikanter: Die Thüringer verstärkten sich seit dem Jahreswechsel mit Point Guard Uchenna Iroegbu, Center Will McNair und Javon Franklin, der aktuell als Trainings- und Probespieler mit dabei ist. Im gleichen Zeitraum verließen Tavian Dunn-Martin und Eric Washington die Saalestädter, Robin Christen ist wieder genesen. Durchaus viel Fluktuation, aus Jenaer Sicht aber eher Adaption, die Headcoach Björn Harmsen und Front-Office-Trainee Stephan Haukohl, der bis 2028 zum Sportdirektor herangeführt werden soll, in den letzten Wochen auch ausführlich in zwei Podcast-Episoden ausführlich beleuchteten. Haukohl gastierte bei Dyn Timeout (Folge #78 / 06.01.), Harmsen bei Talkin‘ Basketball (Folge #128 / 27.01.). Die Langform ist lohnend, die Kurzform ist bereits sichtbar und lautet: Mit Jena ist zu rechnen.

Foto: Christoph Worsch.

Der stark in die Spielzeit gestartete Aufsteiger hat sich, in Folge der im Hinspiel bereits relevanten Verletzung von Great Osobor und nach den gerade angeführten Kader-Veränderungen, im Tabellenmittelfeld konsolidiert. Im bisherigen Monatsverlauf sicherten sich die Saalestädter den Derbysieg in Weißenfels (86:95), die Big Points in Braunschweig (78:83) und den Heimerfolg gegen Vechta (95:78). Harmsen hat seine Mannschaft erfolgreich umstrukturiert, wodurch für Jena (7 Siege / 9 Niederlagen) aktuell die Top-6 (6. Rostock: 9 / 7) näher als die Abstiegsplätze (17. Heidelberg: 4 / 13) sind. Eine hervorragende Momentaufnahme, die schnellstmöglich durch den vorzeitigen und keinesfalls illusorisch anmutenden Klassenverbleib veredelt werden soll. Die wichtigste(n) Komponente(n) dahingehend lautet: mannschaftliche Geschlossenheit und Teamverbund.

Offensivrebound-Masterclass

„Jena ist ein aggressives Team, das gerne den Ball in den Post-Up bringt, stark beim Offensivrebound (14,8 OREB pro Partie) agiert und die Scoringlast auf viele Akteure verteilt“, analysiert Riipinen.

Stichwort Offensivrebounds: Am Samstag treffen die dahingehend besten Mannschaften Deutschlands aufeinander. Jena ist Zweiter, Ludwigsburg in dieser Statistik denkbar knapp Erster (14,9 OREB pro Partie).

Die Maßgabe für den Rückrunden-Start: „Für uns wird es wichtig sein, aggressiv und körperlich zu sein, aber gleichzeitig solide und diszipliniert. Wir müssen während des Spiels stabil sein und verstehen, dass wir auf fremdem Boden und auswärts zu spielen. Die Einstellung, der Zusammenhalt und das Festhalten am Gameplan sind sehr wichtig für uns.“

Ebenjene Gemeinschaft soll Joe Wieskamp (14,1 Punkte pro Partie / 8,6 Rebounds), Keith Braxton (13,0 / 5,3) und Co. stoppen, was eine herausfordernde und gute Aufgabe fürs Wochenende darstellt und damit den Positiv-Lauf des Jahres fortsetzen. Seit dem Neujahrstag gab’s drei sehr deutliche Erfolgserlebnisse (+16 vs. Heidelberg / +21 @ Bamberg / +24 vs. Braunschweig) sowie eine knappe Niederlage (85:86) gegen die fünftplatzierten Bonner. In anderen Worten und mit zwei Facetten: Der Trend (3:2-Bilanz aus den letzten fünf Partien) stimmt und die Einordnung auch. Die MHP RIESEN gewannen in der Hinrunde, bis auf die Ausnahmen Chemnitz (13.) und Vechta (15.), gegen alle hinter ihnen der Tabelle rangierenden Klubs. Eine Statistik, die sich gerne in der Rückrunde wiederholen darf.

Zahlenspiele zum 18. Spieltag | #JENLUD

11 – Pflichtspiele (9x easyCredit BBL, 2x BBL Pokal) trugen die beiden Klubs bisher gegen- und miteinander aus. Ludwigsburg gewann zehn dieser Duelle, Jena lediglich 2016 (30.12. / 69:71).   

+6,7 – lautet der durchschnittliche Plus-Minus-Wert von Toms Skuja. Der Lette, der in sechs seiner sieben Pflichtspieleinsätze einen Sieg feiern konnte, ist damit der mit Abstand beste RIESE dieser Kategorie. Elijah Hughes (+3,0) und Yorman Polas Bartolo (+2,9) folgen auf den teaminternen Plätzen zwei und drei. Ligaweit rangiert Skuja auf Platz 13, bester Individual-Akteur dieser Statistik ist Stefan Jovic (FC Bayern Basketball) mit +16,0.

3/2 x2 – wirkt etwas kryptisch, beschreibt die beiden Jenaer Nachverpflichtungen aber ideal: Uchenna Iroegbu (9,3 Punkte / 2,7 Rebounds / 2,7 Assists) und Will McNair (7,7 Punkte / 6,0 Rebounds) machten beiden bereits drei Pflichtspiele für Science City und standen jeweils doppelt in der Startformation.

Informationen

Science City Jena vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Samstag, 31.01.2026, Tip-Off 18:30 Uhr

Sparkassen-Arena, Keßlerstraße 28, 07745 Jena

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