Foto: Sascha Walther / Eibner.
Durch drei Heimsiege in Folge haben die MHP RIESEN Ludwigsburg ihre tabellarische Verfolgerposition verbessert und Rang neun konsolidiert. Die 13:11-Bilanz ermöglicht den Schwaben in den noch ausstehenden zehn Pflichtspielen sehr viel, vor allem deshalb, da die Gelb-Schwarzen bis auf zwei Ausnahmen dabei ausschließlich auf Top-10-Klubs treffen werden. Dyn überträgt all dies live und exklusiv, zunächst das Gastspiel im Telekom Dome am Freitag (27.03.; 19:45 Uhr) mit Stefan Koch und Frederik Voss am Mikrofon.
Gastspiele beim Vierten, Siebten, Ersten und Sechsten, Heimpartien gegen den Zehnten, Zweiten, Neunten und Ersten der Tabelle sowie zwei Match-Ups mit den zum Siegen verdammten Heidelbergern (17.) und Braunschweigern (18.). Der Spielplan der MHP RIESEN Ludwigsburg hat’s in sich. Zehn Partien sind bis zum Hauptrunden-Ende noch ausstehend und der Terminkalender wird den Schwaben ein sehr ehrliches Feedback geben: Playoffs, Play-Ins oder das Verpassen der Postseason – alles ist noch möglich. Der Best Case mitsamt mehreren, sprichwörtlichen Vier-Punkt-Siegen soll’s natürlich werden.
Auch wenn Ludwigsburg in mehreren dieser Partien Außenseiter sein wird, der Blick auf die Hinrunde verdeutlicht, dass die Gelb-Schwarzen in diesen noch ausstehenden Duellen zurecht ambitionierter Herausforderer sind. Mindestens. Unter anderem gegen Würzburg, Trier und Bonn schrammten sie nur knapp an einer Niederlage vorbei. Gegen Ulm, Heidelberg und Braunschweig gab’s dominante Heimsiege. Nun soll auf dem Bonner Hardtberg die Kombination aus guten Hinrunden-Eindrücken und einer soliden Form in der 326 Kilometer entfernten Fremde miteinander kombiniert werden.
In der Vorsaison, als Ludwigsburg als klarer Außenseiter in den Telekom Dome reiste und unter anderem ohne Kapitän Yorman Polas Bartolo (Wadenverletzung) den damals rheinländischen Tabellenzweiten beim 89:79-Sieg stoppte, gelang das mit Bravour. Damals relevant: Fünf zweistellige Scorer (Mañjon, Grady, Ogungbemi-Jackson, Maldonado und Simon | Boxscore), eine starke Leistung in der Verteidigung sowie Fastbreak-Punkte in Serie – also Qualitäten, die die Schwaben auch am vergangenen Freitag beim 97:65-Erfolg gegen die SKYLINERS sowie zuvor gegen Hamburg (75:67) zeigten. Nun soll’s auch auswärts wieder mit dem Siegen gelingen.
„Für uns wird es wichtig sein, unser Spiel weiter zu verbessern. Im Verteidigen müssen wir als Einheit Druck ausüben und gute Entscheidungen treffen. Im Angriff müssen wir aggressiv sein, um früh Chancen zu schaffen und diese als Team nutzen. Wir müssen uns gemeinsam auf ein paar Dinge konzentrieren, wie zum Beispiel den defensiven Druck auf den Ball und unseren Umgang damit“, sagt Cheftrainer Mikko Riipinen.
Foto: Sascha Walther / Eibner.
Der Schwede und sein belgisch-dänisch-deutsch-koreanisches Trainerteam nutzten den verhältnismäßig langen Wochenverlauf zum Maximum, um nun aus dem -1 im Hinspiel mindestens ein +1 im Rückspiel machen zu können. Intensität und Physis werden auch beim Re-Match sicherlich eine Rolle spielen, das Momentum der Partie ebenfalls: Mitte Januar verspielten sowohl Ludwigsburg (46:35) als auch Bonn (9:19) eine zweistellige Führung, ausschlaggebend waren in einer Partie mit 12 Führungswechsel andere Faktoren: 19 zugelassene Baskets-Offensivrebounds, 13 vergebene RIESEN-Freiwürfe sowie 22 gelb-schwarze Ballverluste machten Bonn in der in der MHPArena glücklich.
Die Rheinländer sind auch im März 2026 noch sehr glücklich, was sich sowohl am tabellarischen Aufwärtstrend als auch dem Spielplan ablesen lässt. Während die Barockstädter einen sehr schweren Terminkalender vor sich haben, haben die Telekom Baskets aus der Top-8 München, Würzburg, Rostock und Ulm bereits doppelt gespielt und die Playoff-Qualifikation vor Augen. Zuletzt gab’s in Würzburg einen Statement-Sieg (81:87) und in Ulm (84:77) Chancenwucher. 18 Ballverluste und eine fahrlässig verspielte 8-Punkte-Führung verhinderten trotz Jeff-Garrett-Gala (23 Punkte) den 17. Saisonsieg, der nun gegen Ludwigsburg nachgeholt werden soll.
Schon jetzt ist damit klar: Etwas mehr als ein Jahr nach der Amtsübernahme von Headcoach Marko Stankovic ist Bonn weitaus besser als in der Vorsaison (14 Siege / 18 Niederlagen) – und unabhängig von der Kurzfristigkeit mittelfristig bestens aufgestellt. Das 2025 neuformierte Baskets-Team verfügt mehrheitlich über Verträge bis Sommer 2027, Topscorer Alijah Comithier (nun bis 2028) und Nachverpflichtung Patrick Heckmann (nun bis 2027) verlängerten in den vergangenen Wochen. Ex-RIESE Jonathan Bähre, der gegen Ludwigsburg sein Comeback feiern könnte, ist einer der wenigen Bonner, dessen Kontrakt im Sommer ausläuft.
So gut und beliebt Bähre auch ist: Für das Gastspiel am Freitag gilt es aus RIESEN-Sicht andere Akteure zu beachten. Vor allem Garrett (13,6 Punkte pro Partie/ 5,0 Rebounds pro Partie), Heckmann (6,4), Michael Kessens (7,3 / 6,5), Comithier (13,7 / 3,6) sowie die Guards Grayson Murphy (11,2 / 6,9 Assists), Jalen Finch (10,3), Joel Aminu (8,5) und das generelle Teamplay sind zu stoppen. Bonn verteilt das Spielgerät im Ligavergleich exzellent, trifft aber nicht immer hochprozentig.
Riipinen ergänzt: „Wir spielen mit Bonn ein sehr gutes Team – noch dazu in ihrer Halle. Sie agieren an beiden Enden des Parketts sehr konsistent und haben im Roster sehr viel Talent.“
Treffende Worte des RIESEN-Cheftrainers, der mit seinem Team lieber heute als morgen die Wiederholung des in Oberfranken erlebten Dopaminschubes anstrebt: Ein Auswärtssieg bei einem Spitzenteam.
140 – Minuten duellierten sich Ludwigsburg und Bonn im Hinspiel Mitte Januar. 57 Fouls, 74 Freiwürfe und 12 Führungswechsel prägten ein spannendes Duell.
6 – Freitags- (und auch Sonntags)spiele werden die Ludwigsburger am Hauptrunden-Ende absolviert haben. Der Spieltermin zum Wochenendauftakt ist zumeist einer nach RIESEN-Gusto. Zweifach wurde gegen Frankfurt sowie zwischenzeitlich gegen Bamberg brilliert, in Chemnitz und Ulm waren die Schwaben derweil chancenlos.
9:4 – Bilanz in eigener Halle: Die Telekom Baskets Bonn stellen statistisch eines der heimstärksten Teams der easyCredit BBL – und sind auch akustisch weit oben. Laut Dyn Threepeat stellen sie auch die besten Fans Deutschlands. Die beiden Hosts Christoph Knieper und Sebastian Meichsner packten die Rheinländer zum Wochenstart auf die 1.
Telekom Baskets Bonn vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
Freitag, 27.03.2026, Tip-Off 20:00 Uhr
Telekom Dome, Basketsring 1, 53123 Bonn
Live bei Dyn