Spieltag 34: Play-In-Party oder Saison-Ende

Category News Date 2026-05-09

Foto: Sascha Walther.

Als Siebter der easyCredit Basketball Bundesliga – und demnach auf der Play-In-Pole-Position – starten die MHP RIESEN Ludwigsburg in den 34. und letzten Hauptrunden-Spieltag. Mit einem Auswärtssieg in Würzburg (10.05.; 16:30 Uhr) würden die Schwaben das Ticket für die Postseason lösen, bei einer Niederlage sind sie auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.

1x 17:16, 5x 16:17 macht insgesamt sechs Klubs, die sich am finalen Hauptrunden-Wochenende noch Hoffnungen auf die Play-Ins machen dürfen. Zweifellos eine äußerst spannende Ausgangslage, zweifellos ein Paradebeispiel eines ausgeglichenen Tabellenmittelfelds, zweifellos die bestmögliche Crunchtime – aus Sicht aller Sport-Fans. Aus Sicht der beteiligten Klubs, Mannschaften, Verantwortlichen und Supporter wäre es natürlich schöner, wenn die nervliche Zusatzbelastung im Positiven vermieden worden wäre. Schließlich gibt’s nun quasi ein deutschlandweites Pre-Play-In: Die sechs Klubs spielen bereits am 34. Spieltag im Alles-oder-nichts-Format. Ludwigsburg hat dahingehend die beste Ausgangslage und vor allem mit einem Sieg sein Schicksal in der eigenen Hand.

Im Falle einer Niederlage können die Schwaben die Postseason ebenfalls erreichen, benötigen dann aber zwei Ausrutscher der Konkurrenz und/oder die ideale Tabellenkonstellation – bei Punktgleichheit gibt’s einen Direkt-/Mehrfachvergleich, in dem die Ergebnisse der punktgleichen Teams untereinander be- und errechnet werden. Die Gelb-Schwarzen sind dahingehend annehmbar, aber sicherlich nicht gut aufgestellt. Aus den zehn Duellen gegen Vechta (0:2), Oldenburg (1:1), Chemnitz (1:1), Rostock (1:1) und Trier (0:2) holten sie drei Siege. Bei einem etwaigen Sechser- oder Fünfervergleich würden die Schwaben, sofern Trier ebenfalls Teil dieses Vergleichs ist, die Play-Ins verpassen. Auch dieser Fakt illustriert: Der Sieg in Würzburg ist wichtig, andernfalls wird die Ausgangslage extrem kompliziert.

Die Vermeidung von Rechenspielen: der Sieg

Also: Voller Fokus auf die tectake ARENA, ehemals und umgangssprachlich Turnhölle genannt, sowie das A81-Duell. Natürlicherweise das zweite Match-Up im Saisonverlauf. Das Hinrunden-Aufeinandertreffen ging beim RIESEN-Heimspiel-Auftakt Anfang Oktober (79:84) knapp an die Franken.

Seither ist viel passiert und sowohl am Main- als auch am Neckar-Ufer viel Basketball gespielt worden. Für beide Klubs eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen, wobei die Würzburger Hochs ganzheitlich höher waren. Saša Filipovski und seine Schützlinge erreichten das Top-16 der Basketball Champions League, sicherten sich vor einigen Tagen die Playoff-Qualifikation und zuletzt durch den 90:73-Sieg am Donnerstag in Hamburg den fünften Tabellenplatz. #WUELUD hat für die Gastgeber keine tabellarische Bedeutung, die nach aktuellem Stand zwei Siege vor den MHP RIESEN rangieren. Sollten die Barockstädter am Ende auf 18 Siege kommen und direkt hinter Würzburg und Ulm abschließen, wäre das aus schwäbischer Sicht zweifellos eine gute Sache.

Foto: Sascha Walther.

Dafür notwendig ist das Siegen in einer der am schwierigsten zu spielenden Hallen der Republik. Nur der FC Bayern Basketball (15:1) ist in eigenen Gefilden stärker als die Würzburger (11:5). Die Rot-Weißen sind in eigener Halle ein unbestrittenes Playoff-Team und in der Fremde (8:9) Ligadurchschnitt – Ludwigsburg erwartet also eine Herausforderung. Der verdiente Lohn: Die Postseason.

Unklarheiten und Chancen bei drei RIESEN

Ob die drei gegen München ausgefallenen Akteure Jonas Wohlfarth-Bottermann (Finger-Kapsel), Tray Buchanan (Knie) und Lenny Anigbata (Sprunggelenk) werden mitwirken können, entscheidet sich kurzfristig. Bei allen drei Spielern gibt’s eine gewisse Resthoffnung, so oder so, aber auch eine Next-Man-Up-Mentalität. Wie schon gegen München, wie schon im kompletten Saisonverlauf, als die Ludwigsburger immer und immer wieder adaptierten, anpassten und nachlegten. Wohlgemerkt: Dies taten sie sehr erfolgreich.

Würzburg kann derweil personell aus dem Vollen schöpfen und wird sich eine Woche vor dem Playoff-Start sicherlich seinen Rhythmus beibehalten wollen. Die Guard-Hydra bestehend aus Marcus Carr (17,7 Punkte / 5,8 Assists / 2,4 Rebounds), Davion Mintz (16,6 / 3,0 / 3,3) und Brae Ivey (11,5 / 3,6 / 2,1) gilt es in erster Linie zu stoppen. Da trifft es sich gut, dass Ludwigsburg ebenfalls ein veritables Scoring-Trio hat. Stef Smith, Elijah Hughes und Terrell Harris sind ‚ready for action‘ – wie alle Ludwigsburger: Gelb-Schwarz ist zwar Außenseiter, aber nicht unterrepräsentiert. Im Gästeblock und auf dem Parkett ist die Barockstadt bereit für das Hauptrunden-Finale.

Zahlenspiele zum 34. Spieltag | #WUELUD

33:44 – Rebounds! Gegen den FC Bayern Basketball gaben die Ludwigsburger ihre prinzipielle, statistische Hoheit unter den Brettern ab. Die Münchner Big-Men-Riege war entscheidend für den Sieg.

17:41 – Minuten, 5 Punkte, 4 Assists: Toms Skuja feierte am Donnerstag ein starkes Comeback. Vier Wochen nach seiner Gehirnerschütterung präsentierte sich der lettische Nationalspieler in sehr guter Verfassung.

18 vs. 20 – Punkte! Die beiden kanadischen Starting-Point-Guards beider Klubs waren im ersten Aufeinandertreffen die Topscorer ihrer Farben. Stef Smith markierte in der MHPArena 18, Marcus Carr 20 Zähler.

Informationen

Fitness First Würzburg Baskets vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Sonntag, 10.05.2026, Tip-Off 16:30 Uhr

tectake ARENA, Stettiner Straße 1, 97072 Würzburg

Live bei Dyn

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