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Spieltag 4: Südwest-Kracher zum Monatsauftakt

Foto: Sascha Walther.

Der September war für die MHP RIESEN Ludwigsburg mit drei Siegen aus vier Pflichtspielen äußerst erfreulich. Aus Sicht der Gelb-Schwarzen darf es gerne so weitergehen, die Aufgaben werden im Oktober aber keinesfalls leichter. Unter anderem gibt’s drei Heimspiele gegen gleich drei Playoff-Teilnehmer der Vorsaison. Zunächst (04.10.; 18:00 Uhr) treffen die Barockstädter mit Trier auf das Überraschungsteam der Vorsaison, das in diesem Jahr nochmals verstärkt auf- und international antritt.

Wo genau hört das Auftakt-Programm auf? Wo genau fängt der Alltag im Spielbetrieb an? Während die Aussagekraft von Tabellen bis zum, grob, 10. Spieltag noch gering und die Ableitungen daraus natürlich nahe null sind, ist die Antwort auf beide vorangestellten Fragen schwieriger. Gleichzeitig sorgen die bisher bereits absolvierten Pflichtspiele, der Doppelspieltag am vergangenen Wochenende und der Beginn des internationalen Spielbetriebs dafür, dass mit dem Oktober nun auch der erste „richtige“ Saison-Monat beginnt.

Fünf Partien stehen im Monatskalender der MHP RIESEN Ludwigsburg, darunter die Heimspiele gegen Trier (8. der Vorsaison), Vechta (7.) und Bonn (4.). In allen drei Duellen sind die Schwaben ein Außenseiter, treffen schließlich dabei auf längerfristig zusammengestellte Teams, international agierende Klubs und Mannschaften aus dem oberen Liga-Drittel im Sinne der sportlichen und/oder finanziellen Schaffenskraft. Der Blick zurück und gen September verdeutlicht gleichzeitig: In Ulm und Bamberg sowie zwischenzeitlich daheim gegen Rostock war die Ausgangslage ähnlich – mit bekanntem Resultat: drei Siegchancen, zwei Erfolge, eine Niederlage. Gepaart mit dem Weiterkommen im Netto BBL Pokal lässt sich resultieren, dass der Start gut bis sehr gut war.

„Es muss uns gelingen, die Balance zwischen den richtig starken und den schlechten Phasen im Spiel zu finden. Jetzt hoffe ich, dass uns unsere Fans im Heimspiel gegen Trier unterstützen und wir den dritten Sieg in Folge holen können“, resümierte Cheftrainer Carles Durán nach dem Vorwochenerfolg in Bamberg.

Wohlfarth-Bottermann & Drews voll im Training

Foto: Sascha Walther

Die Arbeit an der Basis für den nächsten Sieg stand in dieser Woche im Mittelpunkt, gleichzeitig ging’s am Montag beim Wasen-Besuch auch ums Teambuilding und im kompletten Wochenverlauf um dreifache Comebacks: Während Jonas Wohlfarth-Bottermann (Muskelverletzung im Oberschenkel) bereits in Bamberg zu einer ersten Einwechslung (2:10 Minuten) kam, wartet Neuzugang Oshane Drews (individuelles Aufbautraining) noch auf seinen ersten RIESEN-Einsatz. Seit dieser Woche ist das Duo komplett im Trainings- und demnach bereit für den Spielbetrieb. Bei Keeshawn Kellman (Belastungssteuerung am/mit Knieblessur) neigt sich die Ausfallzeit ebenfalls dem Ende entgegen. Der US-Amerikaner arbeitet und trainiert wieder mit (Gegner-)Kontakt. Abhängig von der Reaktion des Knies wird der Center bereits sehr früh oder im Monatsverlauf eine Kader-Option sein.

So großartig Tommy Rutherford (25:58 Minuten | 11,7 Punkte / 10,0 Rebounds) auch agiert, so sehr Maxwell Dongmo Temoka (12:57 | 3,0 / 3,0) auch hustelt, so sehr Yorman Polas Bartolo (19:60 / 4,3 / 4,3) und Patrick Cartier (20:57 | 6,3 / 4,3) auch ihren Rhythmus finden: Die Big-Men-Riege der Gelb-Schwarzen könnte personelle und großgewachsene Unterstützung gut gebrauchen.

Das Team der Stunde 2.0?

Ganz generell und gegen Trier auch ganz speziell. Schließlich verfügen die VET-CONCEPT Gladiators über gleich fünf Akteure, die unter den Körben für Furore sorgen: Mit Marten Linßen, Marco Hollersbacher und Maik Zirbes machten die Schwaben bereits im Vorjahr unliebsame Erfahrungen, nun sind mit EJ Onu (DPOY 2025/2026) und Moritz Krimmer weitere, sehr gute Spieler dazugekommen, die sich allen voran über die Verteidigung, die Effizienz und den Teamerfolg definieren. Gleiches gilt für Ex-RIESE und Fanliebling Justin Simon, der abermals in die MHPArena zurückkommen wird – und generell für Trier mit Erfahrung, Athletik und Allround-Fähigkeiten vorweggeht. Der US-Amerikaner, Jordan Roland (OPOY 2025/2026) und Eli Brooks, der im Dezember 2025 nach Manresa und nun wieder nach Trier wechselte, sorgen gemeinsam mit Austin Crowley (Transfer aus Bamberg) und dem insgesamt zusammengehaltenen, bereits im Vorjahr sehr guten Kader für eine nochmals gesteigerte Aufbruchsstimmung.

Die VET-CONCEPT Gladiators sind drauf und dran, das dritte Erfolgsjahr in Serie zu spielen: 2025 wurde der Klub ProA-Meister, 2026 Playoff-Viertelfinalist (0:3 vs. München) und 2027 sind der internationale Wettbewerb, mit Außenseiter-Chancen in Richtung Titelgewinn im FIBA Europe Cup, sowie der direkte Playoff-Einzug im Bereich des Möglichen. Gründe dafür gibt es mehrere, Headcoach Jacques Schneider, VET-CONCEPT als Hauptsponsor und (nun) Mehrheitsgesellschafter und ein großartige Fan- und Basketball-Kultur sind die wesentlichen.

Das ist das große Ganze, das Situative und zunächst Wesentliche entscheidet sich am Sonntag in Ludwigsburg. Hier haben die Schwaben nicht nur eine ebenfalls sehr eingeschworene Einheit, sondern neben der Formkurve auch den Heimvorteil auf ihrer Seite. Im Südwest-Kracher könnten Nuancen, darunter auch akustische, entscheidend sein. Auf dem Parkett gibt’s Full-Speed-Basketball, mit größter Wahrscheinlichkeit sehr viele Punkte, ein bis drei Comebacks und eine Mannschaft, die bis zum Ertönen der Schlusssirene alles geben wird. Wenn viele Dinge gelingen, ist Trier zu bezwingen. Nur dann, dann aber auf jeden Fall. Und in diesem Fall regnet es gelbes Konfetti. Schöne Aussichten für einen Monat, der von orange-schwarzen Halloween-Themen geprägt sein wird.

Zahlenspiele zum 4. Spieltag | #LUDTRI

15:15 – lautet die ewige Bilanz zwischen MHP RIESEN und VET-CONCEPT Gladiators. Da die Moselstädter aber die beiden Duelle seit dem Aufstieg gewannen (86:80 @ Ludwigsburg, 92:76 @ Trier) liegt der letzte RIESEN-Sieg mehrere Jahre zurück (74:69 / 30.01.2015).

82,0 / 81,7 / 77,7 – im Hinblick auf die Pace und die Vorwoche. Bamberg (82,0) verfügt aktuell über die meisten Ballbesitze pro Partie, Trier (81,7) folgt direkt danach, Ludwigsburg (77,7) ist Siebter.  

126,9 – im Offensivrating: Trier ist nach München (1. / 131,0) und vor Braunschweig (3. / 123,6) das mit Abstand beste Offensiv-Team der Liga. Ludwigsburg (112,0) folgt auf Rang 11.

 Informationen

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier

Sonntag, 04.10.2026, Tip-Off 18:00 Uhr

MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg

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