Foto: Harry Langer.
Die „Herbst-Highlights“ und der November beinhalten für die MHP RIESEN Ludwigsburg drei Partien, ehe im Anschluss (23.11. – 04.12.) die Länderspielpause für eine erste Unterbrechung im Spielbetrieb sorgen wird. Beginnend mit dem Heimspiel gegen Oldenburg (08.11.; 16:30 Uhr) möchten die Gelb-Schwarzen auf eine solide Basis (wettbewerbsübergreifend 5:4-Bilanz) eine sehr gute Fortsetzung folgen lassen.
Denn Stück für Stück beginnt sich in der easyCredit BBL ein erster Eindruck zu verstetigen und aus der Formkurve eine Tendenz zu werden. Weiterhin wird an dieser Stelle, das passiert erst ab dem 10. Spieltag, noch nicht auf die Tabelle eingegangen werden. Dennoch ist klar: In der easyCredit BBL kann auch in dieser Saison jeder gegen jeden gewinnen und verlieren. Klubs, die das vermehrt bewerkstelligt bekommen, können den Blick nach oben (Top-6) richten, Klubs, die das seltener bewerkstelligen, müssen eher den Blick nach unten (Play-Ins bis Klassenverbleib) richten.
Die nicht-international agierenden Klubs sind bei dieser Ausgangslage natürlich in Lauerstellung, auch aufgrund der Vorsaison aber eher Herausforderer. Wie beispielsweise Ludwigsburg und Oldenburg, die zuletzt mehrere vergleichbare Spielzeiten erlebten. 2024/2025 verpassten die MHP RIESEN als 11. die Postseason, die EWE Baskets erreichten als Neunter die Play-Ins, schieden dort aber aus. 2025/2026 wurden die Barockstädter Zehnter und in den Play-Ins eliminiert, die Norddeutschen beendeten die Hauptrunde auf Rang 11.
Quasi folgerichtig gab es an beiden Standorten im Sommer einen erneut größeren Umbruch, der den Wunsch beinhaltet, mittelfristige Personal-Kontinuität und sportlichen Erfolg miteinander zu kombinieren – bis dato sind die Neuanfänge der jeweiligen Ären verheißungsvoll, die Schwankungen aber noch zu groß. Allen voran den MHP RIESEN Ludwigsburg gelingen noch zu selten 40 konsekutiv-stringente Minuten. Herausragende Abschnitte wurden im Oktober von zu kostspieligen Vierteln überlagert. Gegen Trier, Vechta und in Chemnitz war der Sieg in allen drei Partien möglich. Dass er nicht erreicht wurde, ist erklärbar und ein Teil des Entwicklungsprozesses, der Geduld und Arbeit erfordert. Nichtsdestotrotz soll natürlich schnellstmöglich und gerne mehrfach nachgelegt werden. Die Erfolgserlebnisse gegen Braunschweig und Bonn haben sehr viel Lust auf mehr gemacht.
Foto: Sascha Walther
Das gilt mit anderen Gegnern und Zeithorizonten auch für die EWE Baskets Oldenburg. Die Donnervögel kamen in den vergangenen Wochen etwas gerupft (sprich: verletzungsgeplagt) daher und müssen auch in Ludwigsburg auf zwei Forwards – Nicholas Tischler (Knochenbruch am Finger) und Tylan Pope (Sperre, siehe Zahlenspiele) – verzichten. Auch aufgrund der Verletzungsmisere verlor Oldenburg wettbewerbsübergreifend die vergangenen fünf Partien. Die Folge: Das Aus im Netto BBL Pokal (61:75 vs. Bonn) und der Verlust der Tabellenspitze (damals 3:0, jetzt 3:4). Mittlerweile sind Le’tre Darthard, Nate Johnson und Jaqualyn Gilbreath wieder fit, einsatzfähig und bereit für ein sicherlich hochklassiges Guard-Duell gegen Justin Kier, Ish Leggett und Darius Perry. Die beiden Erstgenannten, Darthard und Kier, teilen sich erstmals seit der gemeinsamen Zeit in den Niederlanden das Parkett. Im Trikot von ’s-Hertogenbosch wurden die beiden US-Amerikaner 2025 Double-Sieger, die Freude für ein Wiedersehen dürfte entsprechend groß sein.
Wichtiger als alte, sind aber natürlich neue Erinnerungen: Hierfür kann sich Ludwigsburg auch auf den Heimvorteil verlassen, der beim vergangenen Duell gegen die Telekom Baskets Bonn auf den Tribünen bereits ein Faktor wurde und letztlich in der besten Saisonleistung, dem 84:68-Sieg gegen die Rheinländer mündete. Auch gegen die EWE Baskets Oldenburg, einem der Klassiker der easyCredit BBL, der am Sonntag zum 54. Mal stattfinden wird.
In den Hauptrollen: Vielleicht die Guards, vielleicht die formstärksten Center, Tommy Rutherford (11,1 / 7,6) und Demajeo Wiggins (11,0 / 9,0), vielleicht die Fans, vielleicht die Formkurve, … Das Kommen (Ticket-Shop) und Anschauen (Dyn-Abo) werden sich sicherlich lohnen, das Duell auf Augenhöhe soll gelb-schwarze Signalwirkung haben.
2 – Akteure könnten am Sonntag ihr Comeback und Saison-Debüt feiern: Keeshawn Kellman und Oshane Drews sind sowohl fit als auch einsatzbereit und, möglicherweise, damit auch eine Kader-Option.
3 – Spiele ist Tylan Pope unter der Woche von der Spielleitung der easyCredit BBL gesperrt worden. Vorausgegangen war eine Tätlichkeit des US-Amerikaners beim Gastspiel in Ulm (81:65). Die EWE Baskets haben bereits das Einlegen von Berufung angekündigt, in der MHPArena wird Pope aber mit größter Wahrscheinlichkeit nicht auflaufen (dürfen).
38% / 56% – vom rechten Flügel respektive in unmittelbarer Korbnähe. Die „Sweetspots“ der beiden Mannschaften sind nach jeweils neun absolvierten Pflichtspielen mehr und mehr statistisch sichtbar. Elijah Hughes und Co. sind aus der 6,75-Meter-Distanz mit hoher Wurffrequenz unterwegs, Demajeo Wiggins und Co. bevorzugen die Zone.
MHP RIESEN Ludwigsburg vs. EWE Baskets Oldenburg
Sonntag, 08.11.2026, Tip-Off 16:30 Uhr
MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg
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