Veolia Towers Hamburg

Date 2026-03-08

Foto: Dennis Fischer.

Zwei Siege in 27 Spielen wettbewerbsübergreifend. Der Saisonstart der Hansestädter war einer zum Vergessen. Direkt im ersten Spiel der Saison kam der erste Dämpfer. Das Pokalaus in Runde 1 war besiegelt. Auch in den nächsten 18 Spielen gab es keine besseren Ergebnisse. Niederlage nach Niederlage musste eingesteckt werden, bis am 14. Dezember, knapp zweieinhalb Monate nach Saisonbeginn, der erste Sieg eingefahren wurde. Mit 10 Niederlagen im BKT EuroCup stand auch international das Ausscheiden schon fest. Dennoch hielt Hamburg auch in der düsteren Phase an Trainer Benka Barloschky fest. Und das scheint sich auszuzahlen.

Wir machen einen zeitlichen Sprung bis Mitte Januar. Hamburg gewinnt plötzlich 5 Spiele am Stück. Darunter auch ein starker Sieg gegen das aufblühende Ulm. Es kommt zwar auch noch die eine oder andere Niederlage dazu, letztendlich kann man aber in den letzten 10 Bundesligaspielen eine Statistik von sieben Siegen und nur drei Niederlagen vorweisen. Darunter auch ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Heidelberg. Mittlerweile konnte ein bisschen Luft zwischen sich und die Abstiegsplätze gebracht werden. Hamburg hat in dieser Saison 3 Partien weniger gespielt als bislang vorgesehen waren. Dennoch haben sie zwei Siege mehr als die Teams auf den Abstiegsplätzen.

Stats, Stats, Stats

Die Hamburger erzielen im Schnitt 84,7 Punkte pro Spiel. Das sind mehr als unsere Riesen liefern (84). Im Gegensatz zu Ludwigsburg kassieren sie aber die zweitmeisten Punkte pro Spiel von den Gegnern. 89,7 Punkte werden den Hansestädtern durchschnittlich eingeschenkt. Wenn man die beiden Statistiken miteinander verrechnet, kommt man, aufgrund von Dezimalzahlen, auf einen Plus-Minus-Wert der eher mau aussieht. Mit einem Wert von -4,9 sind sie in dieser Statistik das viertschlechteste Team. In der Anzahl an Rebounds befindet sich das Team von Barloschky im Mittelfeld (36,8), anders sieht es aber bei den Assists aus. Mit 15,6 Vorlagen pro Spiel gibt es nur zwei schlechtere Teams. Unsere Ludwigsburger sind mit 13,9 eines davon. Sowohl Lubu als auch Hamburg scheinen ein Faible für Turnovers zu haben. Mit 15,6 und respektive 16,2 Turnover pro Spiel streiten sich die Teams darum, wer den vorletzten Platz in dieser Statistik einnehmen darf. Nur Trier produziert häufiger Ballverluste. Sowohl in Steals als auch in Blocks sieht die Ausbeute eher mager aus. Lediglich 1,4 Blocks können die Hamburger vorweisen. Dazu kommen noch 6,3 Steals, was einen STOCKS (Steals + Blocks) Wert von 7,7 ergibt. Nur ein Team ist schlechter. Es gibt aber auch eine Statistik in der die Towers dominieren. Kein Team darf öfter an die Freiwurflinie. Von da treffen sie zwar nur 71,8 % ihrer Versuche, dennoch gibt es kein Team das mehr Freiwürfe pro Spiel versenkt. Kleine Anmerkung nebenbei: Ludwigsburg wirft 4 % schlechter von der Freiwurflinie als Hamburg. Nur die Telekom Baskets Bonn können das unterbieten.

Auch wenn die Ludwigsburger in den meisten Statistiken den Hamburgern überlegen sind, können wir uns auf eine spannende Partie freuen. Die Anzahl der Siege der Towers unterscheidet sich kaum, ohnehin haben sie momentan einen guten Lauf. Am Sonntag um 18 Uhr wird sich für beide Teams eine Frage beantworten. Wohin wird es in der Saison noch gehen?

Back