Yorman Polas Bartolo brilliert, Ludwigsburg dominiert

Category News Date 2026-01-24 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Basketball Löwen Braunschweig 86:62

Heimsieg – fühlt sich gut an! Foto: Nicolas Woern / Eibner.

Mit mindestens neun Siegen im Allgemeinen und einem 86:62-Sieg im Speziellen beenden die MHP RIESEN Ludwigsburg die Hinrunde der easyCredit Basketball Bundesliga. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig erwischen die Schwaben keinen guten Start, sind ab der 11. Minute aber physisch dominant und spielbestimmend.

Drei Viertel zu eigenen Gunsten entschieden, die Partie mit 24 Punkten Differenz gewonnen und am Ende auch gebührend gefeiert: Der 17. Spieltag bleibt für Ludwigsburg retrospektiv in sehr guter Erinnerung – begann aber wechselhaft. In der mit 3.914 Zuschauer:innen zwar nicht zum achten Mal in Serie, wohl aber sehr gut gefüllten (97,9%) MHPArena, erwischten die Schwaben keinen guten Beginn. Die Starting Five agierte energielos und unkonzentriert, musste abreißen lassen (2:8) und konnte sich auch mit mehreren Wechseln nicht fangen. Die Hereinnahmen von Babacar Sane, Julis Baumer, Toms Skuja und Jonas Wohlfarth-Bottermann waren allesamt ein Anfang. Zunächst war aber nur die Energie und nicht die Leistung besser. Ludwigsburg konnte sich nach zehn Minuten dennoch glücklich schätzen, denn die niedersächsischen Gäste ließen zahlreiche Wurfgelegenheiten aus, um sich abzusetzen, sodass das Viertelergebnis gleichermaßen schmeichelhaft wie gut war (12:18, 10. Spielminute).

Nochmals von Cheftrainer Mikko Riipinen neu justiert und nun auch defensivstark erarbeiteten sich die MHP RIESEN schrittweise die Spielkontrolle – woran Sane und Skuja sowie die beiden Veteranen Wohlfarth-Bottermann und Yorman Polas Bartolo Anteile hatten. Allen voran der Team-Kapitän war gerade an den offensiven Brettern wichtig, scorte mehrfach im Zweitversuch. Die Gelb-Schwarzen offenbarten zwar viele Verbesserungspotenziale, lagen nun aber zumindest in Front (33:31, 20.).

Der Kapitän geht vorweg, das Team zieht mit

Nochmals deutlich besser lief’s dann nach dem Seitenwechsel, der für Ludwigsburg ein guter werden sollte: Polas Bartolo machte weiterhin sein Ding und auch weiterhin sehr gut. Der 40-Jährige riss, spätestens jetzt vollumfassend, seine Farben mit. Die Barockstädter waren ab dem dritten Viertel dominant und stellten zweifach auf zweistellig (42:31 / 63:49). Zwischenzeitlich verkürzten die Basketball Löwen, doch Stef Smith, mit aufeinanderfolgenden Distanzwürfen, Baumer und Maxwell Dongmo Temoka waren exemplarisch in den entscheidenden Belangen überlegen. Mit immenser Einsatzbereitschaft und ebenso großer Hingabe dominierten die Hausherren und brachten sich frühzeitig auf die Siegerstraße.

Der 14-Punkte-Vorsprung wurde durch Distanztreffer von Sane und Hughes direkt zum Viertelbeginn verbessert und die Dominanz der MHP RIESEN damit komplettiert. Die Führung wuchs im Verlauf der letzten zehn Minuten Stück für Stück weiter an, was Riipinen zur weiteren Rotation und die Seinen für einige Highlights nutzten. Dabei blieb Lenny Anigbata als einziger Akteur zwar ohne Korberfolg, der gemeinschaftlichen Feier tat dies keinen Abbruch – weshalb es sowohl Konfetti als auch gute Laune hagelte.

Die Humba, angeleitet von Dongmo Temoka, die Feier, angeleitet von Sane und der Heimsieg, angeleitet von Polas Bartolo, halten die Ludwigsburger für mindestens eine weitere Woche auf Tabellenplatz sieben. Die nächste Challenge gibt’s dann wieder in der Fremde: Am nächsten Samstag (31.01.; 18:30 Uhr) gastieren die Gelb-Schwarzen in Jena.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: Yorman Polas Bartolo 17 Punkte / 7 Rebounds, Tray Buchanan 15, Stef Smith 14, Babacar Sane 12 / 6, Toms Skuja 7 / 5 Assist, Elijah Hughes 5 / 5 Rebounds, Julis Baumer 4, Maxwell Dongmo Temoka 4, Gavin Schilling 4 / 5, Brandon Tischler 2, Jonas Wohlfarth-Bottermann 2 / 5 und Lenny Anigbata.

Für Braunschweig spielten: David N’Guessan 18 Punkte / 8 Rebounds, Oluwasimisola Shittu 16 / 11, Grant Sherfield 10, Joshua Obiesie 6, Barra Njie 4, Benjamin Schröder 4, Chip Flanigan 2, Ferdinand Zylka 2, Luka Ščuka, Nikola Tomic und Adrian Worthy.

Statements

Konstantinos Papazoglou | Headcoach Basketball Löwen Braunschweig
"Glückwunsch an Ludwigsburg zum verdienten Sieg! Nach dem ersten Vierten haben sie uns physisch und ganz generell überpowert. Dennoch denke ich, dass wir gute, offene Würfe kreiert haben und schlicht heute nicht in der Lage waren, sie zu verwandeln. Es sieht so aus, als hätten wir versucht, wie ein Team zu spielen: 15 Assists bei 62 Punkten sein ein guter Wert. Unsere Leistung war heute aber nicht gut genug. Wir haben leider viele Würfe nicht getroffen und keinen Lauf aufbauen können. Der andere entscheidende Faktor war die Erfahrung, Physis und Präsenz von [Yorman] Polas Bartolo. Er war heute sehr gut, speziell im dritten Viertel wichtig für sie [Ludwigsburg]. Ihn konnten wir nicht stoppen. Das war ein Punkt im Spiel, in dem wir das Momentum [endgültig] verloren haben."
Mikko Riipinen | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg
"Glückwunsch an unsere Fans und jeden in diesem Klub! Das war heute ein, in meinen Augen, gutes Spiel von uns. Ich weiß, dass Braunschweig personell aktuell vor einigen Herausforderungen steht und eine schwierige Zeit erlebt. Trotzdem bin ich ziemlich stolz auf unsere Leistung! Braunschweig hat uns im ersten Viertel in eine missliche Situation gebracht – aus der wir uns aber befreit haben. Das ist etwas, worauf wir uns zuletzt fokussiert haben: Besser in den schlechten Momenten zu sein, diese zu verkürzen und nicht so kostspielig werden zu lassen. Wir hatten beispielsweise sechs Ballverluste in den ersten sieben Minuten der Partie. Bis zum Ertönen der Schlusssirene kamen nur fünf weitere dazu, was sehr gut ist! Ich bin stolz auf unsere Mentalität und wie wir weiter gearbeitet haben. Ich stimme Coach [Konstantinos] Papazoglou zu: Yorman [Polas Bartolo] hatte einen großen Einfluss auf dieses Spiel. Aber es gab weitere wichtige Spieler, die großen Anteil am Sieg hatten. Julis Baumer arbeitet sehr viel, in vielen Dingen, die nicht so offensichtlich sind. Er ist bei einem [Plus-Minus-Wert] von +23 in 21 Minuten Spielzeit. Ich bin sehr stolz auf diesen jungen Spieler – aber dieser Stolz gebührt natürlich auch dem gesamten Team."