München strauchelt (-3), Rostock, Vechta und Trier (+2) marschieren: Einen Monat vor dem Hauptrunden-Ende wird das Tabellenbild der easyCredit BBL immer konkreter. Ludwigsburg ist aktuell Achter, hat die Norddeutsche Konkurrenz doppelt im sprichwörtlichen Nacken. Alles scheint möglich, die Play-Ins wahrscheinlich. Im hintersten Tabellendrittel wird die Lage derweil deutlich brisanter: Braunschweig konnte zwar einen Sieg gegen Ulm feiern, sowohl Basketball Löwen als auch MLP Academics stehen aber vor dem Gang in die ProA.
Im BBL Pokal ging's bis ins Endspiel, in der Basketball Champions League bis ins Viertelfinale und in der easyCredit BBL rangiert der Hauptstadt-Klub aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz: ALBA BERLIN erlebt zwar ein Jahr des Umbruchs, ist dabei aber exzellent drauf. Angeführt von einem Quartett, bestehend aus Justin Bean, Martin Hermannsson und Jack Kayil und Malte Delow, sind die Albatrosse eine kämpferisch-verschworene und offensivstarke Einheit. Während Bamberg (3.) und Bonn (4.) die Schlagzeilen bestimmen, agiert Berlin etwas außerhalb der Scheinwerfer der Öffentlichkeit - Pedro Calles und Co. wird's recht sein.
Vor zwei Jahren noch der MVP der U19-Bundesliga, mittlerweile sportlich schon seiner Heimatstadt entwachsen: Hinter Jack Kayil liegen sehr erfolgreiche Jahre, die ziemlich unkonventionell waren und sind. Denn der 20-Jährige spielt zwar in seiner Heimatstadt, war in den vergangenen Jahren aber andernorts aktiv. 2023 ging's zu Vechta II in die ProA, 2024 zu KK Mega Basket nach Serbien und erst im Sommer 2025 (wieder) nach Berlin. Kayil A-Nationalspieler, Leistungsträger - und bald wieder weg: Nach Saisonende wechselt er zu den Gonzaga Bulldogs in die NCAA. Sein Traum: die NBA.