Die Lage der Liga #73

Date 2026-10-02

Foto: Christoph Worsch.

So gut wie alle Spiele der ersten drei Spieltage in der easyCredit Basketball Bundesliga sind absolviert und die Liga macht dort weiter, wo sie aufgehört hat – eng, spannend und unberechenbar. Es scheint, als könnte jedes Team jedes andere bezwingen – außer eines vermeintlichen Sonderfalls: den Münchnern aus Bayern. Neben ihnen sorgen jedoch auch zwei weitere Mannschaften für mächtig Aufsehen – die EWE Baskets Oldenburg und die Basketball Löwen aus Braunschweig.

Beim Final-Rematch zwischen dem FC Bayern München Basketball und Alba Berlin sendeten die Süddeutschen eine deutliche Botschaft in Richtung Hauptstadt. Die Münchner beendeten ihren Arbeitstag vor heimischer Kulisse mit 34 Punkten Vorsprung und konnten somit in ihren beiden Auftaktspielen eine beachtliche Punktedifferenz von +70 verbuchen. Der Favorit aus München scheint bereits früh in der Saison mit seinen Muskeln zu spielen und klarzustellen, über wen der Meisterschaftstitel gehen soll.

Abgesehen von der Münchner Dominanz bestätigte insbesondere der vergangene Sonntag die These, dass die Liga unverändert eng, spannend und unberechenbar sei. Vier von sechs Spielen endeten mit einer Differenz von fünf oder weniger Punkten – allein drei davon mit nur einem Zähler Unterschied. In einem denkbar knappen Krimi entschieden die EWE Baskets Oldenburg ihre Partie gegen die Veolia Towers Hamburg mit gerade einmal einem Punkt Vorsprung für sich. Mit drei Siegen und bislang keiner Niederlage grüßen die Oldenburger von der Tabellenspitze, während sich Hamburg vorerst im Tabellenmittelfeld auf Platz elf wiederfindet.

Den zweiten „Nail-Biter“ des Wochenendes lieferten die Basketball Löwen aus Braunschweig und die ROSTOCK SEAWOLVES. Mit dem glücklicheren Ausgang für die Niedersachsen (83:82) bleibt es bei den Löwen wie gehabt – sie spielen, gewinnen und strafen ihre Kritiker hinsichtlich der Saisonprognosen Lügen. Somit ist das Team des spanischen Headcoaches Ramón Díaz die Überraschung der bisherigen Saison und zaubert sicherlich jedem Löwen-Fan ein Lächeln ins Gesicht. Eine Bilanz von zwei Siegen und null Niederlagen beschert Braunschweig in der noch jungen Saison den dritten Tabellenplatz.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während der Saisonstart der Braunschweiger kaum besser hätte verlaufen können, fällt die Bilanz der ROSTOCK SEAWOLVES ernüchternder aus. Zwei Niederlagen binnen vier Tagen bedeuten für die Mecklenburg- Vorpommer eine 1:2-Bilanz und aktuell Tabellenplatz zwölf.

Den dritten Erfolg mit nur einem Punkt Unterschied an diesem Wochenende sicherten sich die NINERS aus Chemnitz. In eigener Halle feierten sie gegen den Aufsteiger aus Hagen ihren ersten Saisonsieg. Der Aufsteiger bleibt somit nach drei Spieltagen ohne Zähler (Platz 18), während die NINERS den Spieltag auf Tabellenplatz 15 beenden.

Auch die RIESEN kommen immer besser ins Rollen. In einem hart umkämpften Auswärtsspiel bezwangen die Gelb-Schwarzen den Pokalsieger aus Bamberg mit 103:96. Das bedeutete den zweiten Sieg binnen vier Tagen und einen positiven Aufwärtstrend für die RIESEN. Die Barockstädter liegen somit nach Spieltag drei auf dem siebten Tabellenplatz, wohingegen Bamberg auf Platz 13 steht.

Der nächste Gegner der Gelb-Schwarzen kann ebenfalls von einem gelungenen Saisonauftakt sprechen. Mit den VET-CONCEPT Gladiators Trier wartet der aktuelle Tabellenvierte auf die RIESEN. Die Moselstädter bezwangen Jena mit 13 Punkten Vorsprung und fuhren einen souveränen 98:85-Sieg ein. Mit Jena (Platz 16) als einem von bislang drei sieglosen Teams neben Vechta und Hagen kristallisiert sich – wenn auch sehr früh in der Spielzeit – ein potenzieller Abstiegskandidat heraus.

Den Sonntag beendeten die Fitness First Würzburg Baskets – aus ihrer Sicht – erfolgreich in der ratiopharm arena und bezwangen die Ulmer deutlich mit 90:67. Die Würzburger sicherten sich somit den ersten Saisonsieg und verhinderten damit einen Fehlstart in die Spielzeit (Platz 9). Ulm dahingegen muss die erste Niederlage hinnehmen und belegt nun den fünften Rang. Bonn setzte sich im Spiel gegen den SYNTANICS MBC durch und übernimmt Tabellenplatz acht direkt hinter den RIESEN. Die SKYLINERS bezwangen RASTA Vechta in ihrem Duell und klettern auf Platz zehn. Der MBC (Platz 14) und Vechta (Platz 17) rangieren beide im hinteren Mittelfeld bzw. Tabellenkeller.

Allein der Blick auf die Tabelle zeigt, wie eng das Geschehen in der easyCredit Basketball Bundesliga ist und welches Potenzial für weitere spannende Spiele gegeben ist. Während Bayern seine Dominanz zeigt, überraschen Oldenburg und Braunschweig. Die RIESEN befinden sich im umkämpften Mittelfeld um die Playoff-Positionen.

 

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