RIESEN-Lupe: Jordan Roland

Date 2026-10-02

Foto: Alexander Neis / Eibner.

22 Punkte / 3,7 Rebounds / 4,7 Assisst / 2 Steals

Im vergangenen Jahr beim Heimspiel gegen die RIESEN die Vertragsverlängerung bekannt gegeben und diese Saison der Topscorer und wichtiger Bestandteil der Mannschaft: Die Rede ist von Jordan Roland – auch bekannt als „die Schleuder von der Mosel“.

Diesen Spitznamen verdankt der US-Amerikaner seiner recht unkonventionellen Wurfform. Roland selbst ist dieser Nickname bekannt und hat diesen bereits seit seiner Zeit am College inne. Trotz dieses unorthodoxen Abschlusses lebt Roland nach dem Motto „Wenn’s nicht kaputt ist, reparier’s nicht“ – getreu dem Motto: Wer trifft, hat recht.

Neben dem Deutschunterricht bleibt – glücklicherweise aus rheinland-pfälzischer Sicht – noch etwas Zeit für Basketball. Dem Rest der Liga bereitet das eher Schweißausbrüche, sobald der Aufbauspieler der VET-CONCEPT Gladiators Trier den Ball in den Händen hält. Mit Bestwerten in der Punkteausbeute gehört Jordan Roland aktuell zu den gefährlichsten Offensivspielern der easyCredit Basketball Bundesliga.

Der US-Amerikaner wurde am 15. Januar 1997 in Syracuse im Bundesstaat New York geboren. Von 2015 bis 2017 lief der 1,85 m große Guard für die George Washington University auf, ehe er im selben Jahr zur Northeastern University wechselte. Schon in seiner College-Zeit zeichnete sich Roland durch sein Scoring und seine Treffsicherheit jenseits der Dreipunkte-Linie aus.

Nach seiner langjährigen Zeit am College zog es den Scharfschützen 2021 einmal südöstlich über den Atlantik zu Valur Reykjavík nach Island. In seiner einzigen Spielzeit in Skandinavien erzielte die „Schleuder von der Mosel“ durchschnittlich 21,6 Punkte und weckte damit das Interesse mehrerer Vereine aus Deutschland. Zur neuen Spielzeit hieß es dann Abschied nehmen aus dem mit rund 400.000 Einwohnern bewohnten Island in Richtung Mecklenburg-Vorpommern – genauer gesagt etwa 2.202 Kilometer Luftlinie entfernt nach Rostock zu den SEAWOLVES. Dort stieg der (heute) 29-Jährige mit der Mannschaft von der Ostseeküste aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in die höchste deutsche Spielklasse auf und hatte mit durchschnittlich 12,3 Punkten in 38 Einsätzen entscheidenden Anteil an diesem Erfolg.

Neben zahlreichen sportlichen Höhepunkten musste der gebürtige US-Staatsbürger allerdings auch einige Rückschläge verkraften. Aufgrund von Verletzungen und eines Überangebots auf den Guard-Positionen trennten sich die Rostocker während der Saison 2023/2024 von ihrem „High-Volume-Shooter“.

Von Rolands Qualitäten überzeugt, nahmen ihn die VET-CONCEPT Gladiators im November 2024 unter Vertrag.

An der Mosel entwickelte sich der Guard kontinuierlich weiter und knüpfte an frühere Leistungen an. Ende Mai 2025 feierte er mit den Gladiators schließlich seinen zweiten Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga.

In der laufenden Saison nimmt Roland mit 10,7 Dreierversuchen im Schnitt die meisten Würfe aus der Distanz – trifft diese aber auch mit 37,5 %. Wenn der US-Amerikaner einmal heiß läuft, ist er nur schwer zu stoppen. Mit 22 Punkten im Schnitt liegt „die Schleuder“ in diesem Bereich ligaweit auf Rang zwei. Seine Scoring-Power zeigt sich besonders in den bisherigen drei Ligaspielen, in welchen er noch nicht einmal unter 20 Punkten auflegte. Zusätzlich greift er sich 3,7 Rebounds und verbucht 4,7 Assists auf seinem Konto. Mit zwei Steals pro Partie zeigt er ebenfalls seine defensiven Qualitäten und beweist flinke Hände.

Insgesamt muss ihm jede Verteidigung ein hohes Maß an Aufmerksamkeit widmen – andernfalls kann dieser eine Partie ganz schnell an sich reißen.

Die RIESEN rund um Headcoach Carles Duran müssen vor „der Schleuder von der Mosel“ gewarnt sein, denn Jordan Roland hat gezeigt, was in der bisherigen Saison für ihn möglich ist.

 

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