Foto: Alexander Neis / Eibner.
Für viele war das Team von der Mosel die Überraschung der vergangenen Saison 2025/2026. Als Aufsteiger schafften die VET-CONCEPT Gladiators Trier auf Anhieb die Qualifikation für die Playoffs – wenn auch über die Play-ins. Dort mussten sie zuerst eine deutliche Niederlage gegen RASTA Vechta hinnehmen, fanden danach aber direkt wieder ihren Fokus und besiegten die SEAWOLVES aus Rostock. Trotz des darauffolgenden Ausscheidens im Viertelfinale der Playoffs gegen den FC Bayern München Basketball konnte Trier mit einem positiven Gefühl auf die absolvierte Spielzeit zurückblicken. Gleichzeitig ist der Hunger der Moselstädter rund um Headcoach Jacques Schneider bei Weitem noch nicht gestillt und man strebt nach Größerem.
Im zweiten Heimspiel der Saison wartet auf die RIESEN nun jene Mannschaft aus Trier, welche mit breiter Brust in die Barockstadt reist. Die letzten beiden Spiele in der BBL konnten die Moselstädter souverän gegen die Telekom Baskets Bonn und SCIENCE CITY Jena gewinnen (Ludwigsburg feierte ebenfalls zwei Siege in Folge). Die überzeugenden Ergebnisse spiegeln sich in der Tabelle wider: Dort reihen sich die VET-CONCEPT Gladiators aus Trier hinter Oldenburg, Bayern und Braunschweig auf Platz vier ein.
Auch spielerisch weiß die Mannschaft um Kapitän Maik Zirbes zu überzeugen. Trier stellt mit 103,7 erzielten Punkten im Schnitt pro Spiel die meisten der Liga (Ludwigsburg: 87, Platz 9). Wer viele Punkte erzielt, spielt auch viele Pässe, die zu einer solchen Punkteausbeute führen. Mit durchschnittlich 27 Assists stehen die Gladiators auch in dieser Kategorie an der Spitze und führen die Liga an. Doch nicht nur offensiv liefert Trier Topwerte: Mit 4,3 geblockten Würfen pro Spiel stellen die Moselstädter den Bestwert der Liga. Bei den Steals liegt man ebenfalls unter den Top drei.
Wenn sich eine Schwäche ausmachen lässt, dann vermutlich im Kampf unter dem Korb. Mit lediglich 37 Rebounds pro Spiel belegen die Moselstädter in dieser Kategorie nur Rang 14. Zum Vergleich: Die Barockstädter liegen hierbei auf Rang fünf (durchschnittlich 41 Rebounds). Bei den Versuchen jenseits der Dreipunkte-Linie zeigt sich ein ähnliches Bild wie beim ersten Heimspielgegner aus Rostock: Trier nimmt die zweitmeisten Distanzwürfe – trifft diese aber auch ordentlich mit 35,5 %.
Eine Zutat des Trierer Erfolgsrezeptes lautet Kontinuität. Trainer Jacques Schneider geht bereits in seine dritte Spielzeit als Hauptübungsleiter. Mit Jordan Roland konnten die Gladiators zudem einen wichtigen Leistungsträger in den eigenen Reihen halten. Der Guard ist mit durchschnittlich 22 Punkten pro Spiel auch der Topscorer der Moselstädter. Mit Justin Simon begrüßen die Barockstädter außerdem einen alten Bekannten in der MHPArena. Der 30-jährige US-Amerikaner, welcher bereits in den Spielzeiten 2021/2022 und 2024/2025 das Trikot der Gelb-Schwarzen trug, reist nun als Kontrahent nach Ludwigsburg und wird alles daransetzen, den Sieg mit nach Trier zu nehmen.
Mit dem Matchup zwischen den RIESEN und Trier treffen am Sonntag (04.10.2026) um 18 Uhr zwei formstarke Mannschaften in der MHPArena aufeinander. Beide Teams gehen jeweils mit zwei Siegen in Folge in die Partie und möchten ihre Siegesserie ausbauen. Welches Team das sein wird, bleibt bis zum kommenden Sonntag offen. Die Partie bietet somit beste Voraussetzungen, um für einen spannenden – und aus RIESEN-Sicht hoffentlich erfolgreichen – Abend zu sorgen.