Foto: Sascha Walther / Eibner.
Im Anschluss an den RIESEN-Spieltag folgt, bei Heimspielen in der MHPArena, die Pressekonferenz mit Cheftrainer Mikko Riipinen und seinem jeweiligen Konterpart. Als Fan-Service stellt das Medien-Team der Gelb-Schwarzen das Medien-Gespräch via YouTube zur Verfügung, sodass das Mit- und Nachverfolgen der Spiel-Analyse möglich ist. Nach dem 21. Spieltag war dies, personell bedingt, leider nicht möglich, weshalb es nun das Gesagte in Schriftform gibt. Die Barockstädter bitten darum, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.
… über seine Gedanken und das Fazit zum Spiel: „Ich bin stolz auf diesen Sieg! Wir mussten in den vergangenen zwei, drei Wochen durch Vieles hindurch: Krankheiten, Verletzungen, … Ich möchte keine Entschuldigungen anführen. Dennoch ist es natürlich anspruchsvoll, da hindurchzumüssen. Ich habe großen Respekt vor dem Mindset unserer Jungs. WoBo [Jonas Wohlfarth-Bottermann] hat heute Vormittag eine großartige Ansprache ans Team. Darüber, wie wir uns in dieser Partie uns einbringen und was wir von jedem Spieler benötigen würden. Es war sicherlich nicht alles perfekt. Einige taktische Dinge haben wir adaptiert und verbessert: Die Defensive gegen das spanische Pick-n-Roll, da haben wir einige Dinge angepasst. Das hat die Mannschaft gut gemacht, zuvor war das eine unserer Schwächen. Wir haben die Turnover erneut [12] niedrig und unter unserem Schnitt gehalten. Das ist gut! Wir hatten eine Freiwurfquote von 70% – das fühlt sich für uns wie 100% an. Das war natürlich auch positiv. In einigen Momenten können wir definitiv besser sein, da waren wir nicht konsequent und konzentriert genug. Da hätten wir das Spiel killen können. Es ist nicht einfach: Sie [SYNTAINCIS MBC] haben den Coach gewechselt, das ist in der Vorbereitung natürlich auch stressig für andere Trainerteams. Da zu wissen, was kommt, die Partien in Russland von ihm [Milenko Bogicevic] anzuschauen und zu wissen, was da kommt. Das ist gewissermaßen ein Ratespiel – mit guter Analyse und gutem Ausgang für uns. Nochmal: Ich bin stolz auf diesen Sieg!“
… über Brandon Tischler: „Brandon hatte zuletzt einige schwierigere Wochen. Er hat das bereits in den letzten Spielen sehr gut gemacht und sich durch viel Fleiß und Einsatz gesteigert. Neben einigen anderen Akteuren war er heute einer unserer siegbringenden Faktoren. Seine Defensive, seine Energie und seine Rebounds waren gut, seine Punkte in der Offensive ein wichtiges, zusätzliches Element für uns.“
… auf die Frage, ob er nach zuletzt zwei Niederlagen nun so etwas wie Erleichterung über den Sieg verspüre (Philipp Böhl | Ludwigsburger Kreiszeitung): „Ja, das tue ich! Wie ich gesagt habe, haben uns die Verletzungen zuletzt ziemlich gestört. Wir müssen dem auf den Grund gehen und eine Umgebung kreieren, in der wir dahingehend besser sind. Natürlich sind wir heute auf einen Gegner getroffen, der nach einem Re-Start mir sehr viel Energie agiert hat. Ich wusste, dass sie bereit für diese Partie sein würden und wir wussten, dass ein großes Augenmerk auf diesem Spiel liegen würde. Erleichterung ist vielleicht eine Übertreibung – aber es fühlt sich gut an.“
… über die Pläne in der anstehenden Pflichtspielpause und den die Fokussierung im Training (Anna Adamenko | Radio ENERGY): „Wir haben einige Menschen, die mit den jeweiligen Nationalteams involviert sind und demnach unterwegs sein werden. Zudem haben wir einige verletzte Spieler, ein zusammenhängender, mannschaftsübergreifender Plan für die kommenden Wochen ist entsprechend schwierig. Aber wir haben einen individuellen Plan für jeden Spieler. Wir werden nicht so viele Off-Days wie bei der vorangegangenen Pause im November/Dezember haben. Wir werden weitaus mehr am physischen Aspekt arbeiten und einige neue taktische Elemente hinzufügen. Es ist für mein Empfinden ein guter Zeitpunkt, um dies zu tun. Wir haben zuletzt viel mit den gleichen Taktiken und einer Verbesserung dieser gearbeitet. Nun ist es Zeit, Dinge für den letzten Teil der Saison zu ergänzen. Wir haben einen Plan, sehr viel an unseren Körpern sowie mit unserem Köpfen zu arbeiten und möchten eben taktische Dinge ergänzen.
… auf die Frage, ob er eine Möglichkeit oder Chance sehe, nun eine neue Siegesserie zu starten, um sich damit für die Playoffs zu qualifizieren – mit dem Bezug darauf, dass das nächste Spiel in Ulm ist (Klaus Henrich | freier Journalist): „Das ist natürlich eine sehr schwere Halle, um dort zu bestehen. Aber wie ich bereits zuvor erläutert habe: Ich fokussiere mich sehr auf das Hier und Jetzt! Es gilt, das heutige Spiel erst einmal zu verdauen und zu verarbeiten. Was haben wir zuvor gemacht? Währenddessen? Danach? Was hätten wir besser machen können? Wir möchten immer eine Siegesserie starten. Aber es wird nie gelingen, wenn wir zu weit in die Ferne blicken. Wir müssen ausschließlich auf das Ulm-Spiel schauen. Es bedarf natürlich einer Menge, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Wir haben das Ziel, uns für die Playoffs zu qualifizieren. Das hat sich nicht verändert. Wir müssen einen Weg finden, um ein Spiel nach dem anderen zu gewinnen. Das ist wichtiger, als einen Lauf zu starten. Wenn wir ein Spiel nach dem anderen gewinnen können, werden wir ganz automatisch eine Serie starten.“
… ob es der Traum sei, im Viertelfinale gegen den FC Bayern Basketball zu spielen (Klaus Henrich | freier Journalist): „Aktuell ist mein Traum, ein Playoff-Spiel in der MHPArena zu haben. Mit unseren Fans im Rücken! Mit den Jungs, die bereits die ganze Saison über an diesem gemeinsamen Ziel arbeiten, in diesem Spiel zu sein und dann alles auf dem Parkett zu lassen. In den Playoffs gibt’s einen vollkommen anderen Basketball. Viele Dinge verändern sich. Mental, taktisch. Es ist ein Traum von mir, ein Teil eines solchen Spiels zu sein. Speziell hier zuhause.“
… über die Verletzung von Johannes Patrick (Klaus Henrich | freier Journalist): „Er ist am Mittwoch im Abschlusstraining in der allerletzten Sequenz, wenn ich die Information so korrekt habe, auf einen anderen Fuß getreten und hat sich dabei den Knöchel verstaucht. Deshalb läuft er auf Krücken. Ich weiß noch nicht, wie lange er ausfallen wird. Die erste Prognose war, dass eine Ausfallzeit zwischen ein und drei Wochen möglich ist. Wir werden sehen, wann und wie wir ihn in einer verantwortlichen Art zurückbekommen können.“
… über seine Gedanken und das Fazit zum Spiel: „Ich möchte mich zunächst für die warmen Worte und den Empfang bedanken! Ich bin sehr glücklich und euphorisch darüber, dass ich zurück in Deutschland und in der easyCredit BBL bin! Meine Emotionen sind noch frisch. Aber ich freue mich, dass ich Teil dieses Klubs mit einem solch großen Herz und einer solchen Seele sein darf. Zum Spiel: Glückwunsch an Ludwigsburg und das Trainerteam. Sie haben die Partie sehr gut vorbereitet. Dennoch hatten wir unsere Chancen und deshalb möchte ich auch meine Spieler beglückwünschen. Wie sie reagiert haben! Ich denke, dass wir einige Schritte nach vorne gemacht haben. In der zweiten Halbzeit kann ich mit der Verteidigung zufrieden sein. Das ist das, was ich ein versucht habe, anzupassen. Die Energie war da und unsere Moral, nach Rückstand, ebenfalls. Wir sind zurückgekommen und auf dieses erste Spiel [unter meiner Ägide] kann ich, obwohl wir verloren haben, positiv blicken. Schritt für Schritt wird dieses Team, so hoffe ich, aus dieser Situation herauskommen.“
… über die Qualität seines ‚Queen’s English‘ und seine Perspektive zur Playoff-Chance der MHP RIESEN Ludwigsburg (Klaus Henrich | freier Journalist): „[lacht]. Danke! Ich bin nicht der Meinung, dass es derart perfekt ist. Unabhängig des Englischen möchte ich aber Deutsch lernen! Das ist mein Ziel und etwas, das ich vermisst habe. Ich hatte in der Schule so etwas wie Deutsch – aber ich war viel zu faul. Schön, dass es sich bezahlt macht, dass ich seit 20 Jahren im Ausland und zumeist alleine wohne. Das hilft beim Lernen der Sprache(n). […] Natürlich hat Ludwigsburg eine große Chance dazu. Sie haben einen guten, tiefen Kader mit viel Physis und entsprechender, körperlicher Größe sowie individuellen Qualitäten. Ich denke, dass sie eine toughe Defensive spielen können. Ich verfolge die easyCredit BBL schon eine ganze Weile – auch in der Zeit, in der ich nicht hier gearbeitet habe. Ich bin ein Fan [der Liga]. Ludwigsburg ist einer der Klubs, der in einem ausgeglichenen Wettbewerb berechtigte Chancen hat. Ich wünsche ihnen dafür viel Erfolg!“