Doppelter NCAA-Wechsel: Lenny Anigbata und Babacar Sane

Category News, Kader Date 2026-05-15

Foto: Alexander Neis & Sascha Walther.

Verbunden mit dem Ende der Saison 2025/2026 gibt es bei den MHP RIESEN Ludwigsburg zweifach personelle Klarheit und einen doppelten Abschied: Sowohl Lenny Anigbata (21 | Wechsel zu Chattanooga Mocs) als auch Babacar Sane (22) werden ab dem Sommer in den Vereinigten Staaten auflaufen.

Der Eine wurde über drei Jahre hinweg in Ludwigsburg gefördert und entwickelt, der Andere hinterließ in lediglich einer Spielzeit einen bleibenden Eindruck: So unterschiedlich die Wege in die Barockstadt auch waren, in diesem Sommer ist der Schritt (sehr wahrscheinlich) ein gemeinschaftlicher – nämlich der über den Atlantik. Lenny Anigbata und Babacar Sane wechseln (voraussichtlich) beide in die NCAA und damit an US-amerikanische Universitäten. Ersterer schnürt fortan für die Chattanooga Mocs die Sneaker, Zweiterer steht vor einem Transfer zu einem sehr renommierten College an der Ostküste.

Cheftrainer Mikko Riipinen sagt zum Abschied Anigbatas: „Lenny ist ein talentierter Spieler, der in dieser Saison den Schritt gewagt hat, sich voll und ganz auf die [easyCredit] BBL zu konzentrieren. Er ist ein wirklich toller Mensch, der äußerst professionell agiert und stets alles gibt, was er hat. Er hatte zwar mit einigen kleineren Verletzungsproblemen zu kämpfen, kam jedoch zurück und absolvierte einige wichtige Minuten für uns. Wir haben Gespräche mit Lenny über einen Verbleib bei uns geführt; da er jedoch den Wunsch hegt(e), ans College zu wechseln, wünschen wir ihm für seine Zukunft nur das Allerbeste.“

Lenny Anigbata bewies in der Saison 2025/2026 zweifelsohne, was eines der Ziele war, dass mit ihm auf Erstliga-Niveau zu rechnen ist. Foto: Sascha Walther.

Anigbata wechselte im Sommer 2023 aus dem Nachwuchsprogramm des FC Bayern Basketball nach Ludwigsburg und absolvierte in Gelb-Schwarz wettbewerbsübergreifend 70 Partien. Zunächst etablierte sich der mittlerweile 21-Jährige in der ProB und als Leistungsträger (12,6 Punkte / 6,1 Rebounds / 2,0 Assists / 1,3 Steals), in der jüngst beendeten Spielzeit schaffte er endgültig den Sprung in die Stammrotation von Cheftrainer Mikko Riipinen. 27-fach kam Anigbata zum Einsatz (10:18 Minuten | 2,3 Punkte / 2,1 Rebounds), sein bestes Spiel machte er beim 81:79-Erfolg in Bonn Ende März (11 Punkte / 7 Rebounds).

„Ich möchte mich beim Verein, meinen Mitspielern und den Fans für alles bedanken. In meinen drei Jahren hier in Ludwigsburg habe ich viel gelernt und konnte als Spieler und Mensch wachsen. Die gemeinsame Zeit war für mich sehr besonders und ich werde viele schöne Erinnerungen daran behalten. Jetzt freue ich mich auf das nächste Kapitel in Chattanooga und die neue Herausforderung, die dort auf mich wartet“, resümiert Anigbata.

Sane kam unmittelbar vor dem Saisonstart erstmals nach Europa und nach Südwestdeutschland, schloss die durch James Murray-Boyles entstandene Kader-Lücke und verdeutlichte in jedem seiner 32 Einsätze sein immenses, athletisches Potenzial. Der Senegalese stand durchschnittlich 16:39 Minuten auf dem Parkett und markierte dabei 9,9 Punkte sowie 3,8 Rebounds. In 16 Partien kam er auf eine zweistellige Scoring-Ausbeute, seine beste Partie machte er beim 87:79-Erfolg gegen Chemnitz (24 Punkte / 9 Rebounds). Mit seiner Spielweise begeisterte Sane im RIESEN-Trikot, spielte sich mit Dunks und Blocks in die Highlight-Clips von Dyn und nach einjähriger Abstinenz zu seinem Comeback in der senegalesischen Nationalmannschaft: In der Pflichtspielpause Ende Februar Anfang März stand der Forward in allen drei WM-Qualifikationspartien für die Fédération Sénégalaise de Basket-Ball (FSSB) im Stade Marius Ndiaye auf dem Parkett (9,3 Punkte / 4,3 Rebounds).

Bezüglich Sane erläutert Riipinen: „Babacar ist ein junger und talentierter Spieler, der in dieser Saison zu uns stieß – und das, ohne zuvor jemals in Europa gespielt zu haben. Babacar sorgte für einige beeindruckende Highlights, die sicherlich vielen Zuschauern große Freude bereitet haben. Im Verlauf der Saison erlebte er sowohl Höhen als auch Tiefen; uns war dabei stets bewusst, dass er nach Abschluss dieser Spielzeit höchstwahrscheinlich einen weiteren Schritt in seiner Laufbahn gehen würde. Dass dieser Weg ihn nun ans College führen würde, war dabei keineswegs von vornherein absehbar. Wir wünschen ihm viel Glück auf seinem weiteren Weg, auf dem er sich nun zum bestmöglichen Spieler entwickeln kann.“

 

 

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