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Emotionaler Dämpfer: Ludwigsburg lässt Punkte liegen

Category News Date 2020-01-25 JobStairs GIESSEN 46ers vs. MHP RIESEN Ludwigsburg 98:88

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben am 17. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga eine Niederlage kassiert. John Patrick und seine Mannen unterlagen zum Hinrunden-Abschluss bei den JobStairs GIESSEN 46ers 88:98.

Jaleen Smith ließ abermals alles auf dem Parkett, doch auch seine 16 Punkte sollten nicht zum Sieg reichen. Foto: Michael Schepp.

Pünktlich zum letzten Hinrundenspiel der laufenden Spielzeit konnte sich Headcoach John Patrick über personelle Verstärkung freuen. Konstantin Konga war rechtzeitig genesen und erweiterte die Ludwigsburger Rotation um eine weitere Facette. Gleichwohl nahm der Kapitän zu Spielbeginn auf der Bank Platz – und sollte, dies sei vorweggenommen letztendlich noch nicht zum Einsatz kommen. Zu sehen gab’s auch von der Bank einiges: Jaleen Smith markierte acht der ersten zehn RIESEN-Punkte und Thomas Wimbush flog spektakulär zum Alley-Oop-Dunk ein (4:10, 3. Spielminute). Mit zunehmender Spieldauer fand das kurzzeitige Spektakel der MHP RIESEN aber schnell sein Ende. Die JobStairs GIESSEN 46ers fanden alsbald Zugriff zum Spiel, gestalteten das Geschehen vor allem von jenseits der 6,75-Meter-Distanz (38% Trefferquote) ausgeglichen und sorgten auch nach einer Auszeit von John Patrick für Akzente. Die Hessen legten einen 11:0-Lauf auf das Parkett, welcher in der achten Spielminute für dem Führungswechsel und schlussendlich auch die Viertelführung sorgen sollte (18:16, 10.).

Der Schlagabtausch, der bereits ab der fünften Spielminute ein Duell auf Augenhöhe war, blieb auch im zweiten Viertel gleichwertig: Die Teams setzten an beiden Enden des Parketts Akzente – was in dieser Phase die MHP RESEN in Person von Wimbush zu nutzen wussten. Der US-Amerikaner erwischte auch von Downtown einen guten Tag und markierte zwei aufeinanderfolgende Distanztreffer. Doch sowohl Wimbush im Speziellen als auch Ludwigsburg im Allgemeinen agierten fehleranfällig: Die Hausherren blieben im Spiel, steigerten sich von Minute zu Minute und übernahmen alsbald wieder die Führung (36:30, 16.). Doch auch Gießen konnte sich nicht absetzen. Nachdem Patrick seine Schützlinge am Seitenrand intensiv justiert hatte, kamen Nick Weiler-Babb und Khadeen Carrington zusammengenommen auf drei mehr oder minder unbedrängte Korberfolge in Serie, was Ingo Freyer wiederum zum Toben brachte – letztendlich aber am nächsten Highlight wenig änderte: Nach einem Weiler-Babb-Steal kam Marcos Knight zum Dunk eingeflogen. Doch auch diese athletische Sehenswürdigkeit sollte nur von kurzer (emotionaler) Dauer bleiben. Die 46ers drehten das Geschehen abermals auf den Kopf, sorgten für den fünften Führungswechsel der Partie und gingen mit einer Vier-Punkte-Führung im Gepäck in die Katakomben der Sporthalle Gießen-Ost (42:38, 20.).

Gießen dreht auf, Ludwigsburg fällt ab

Aus der Kabine kommend legten die MHP RIESEN erneut mit Vollgas los: Carrington führte seine Farben an und sorgte mit fünf Punkten und einem Assist für einen kleinen Lauf, den die Hessen zu kontern verstanden (49:46, 24.). Erst nach zwei Distanztreffern von Tanner Leissner war Ludwigsburg wieder am Drücker, kam aber nicht über den Ausgleich hinweg: Die groß gewachsenen Gießener zogen Knight und Co. defensiv den Zahn und setzten immer wieder Akzente, oftmals sogar mit Foul. Die Schwaben kamen ihrerseits nur durch Einzelaktionen zum Korberfolg. Während Carrington dabei herausragte, witterten die Gießener vor dem Schlussabschnitt auch weiterhin Morgenluft (71:66, 30.).

Anders als in den ersten drei Vierteln der Partie gelang den Ludwigsburgern im vierten Viertel kein guter Start: Während die Gäste mit sich, den Schiedsrichterentscheidungen und einzelnen Details haderten, spielten die 46ers ihren Stiefel konzentriert herunter (77:68, 33.). Angeführt durch Smith und Wimbush fanden die MHP RIESEN zwar wieder ihren Rhythmus, doch defensiv kamen sie nicht (mehr) zu den nötigen Stops. Die Power Forwards der Gießener, allen voran Matthew Tiby, waren für die Gäste nicht in Schach zu halten, was sich mehr und mehr auch auf dem Scoreboard bemerkbar machte. Unter großem Jubel zogen die Hausherren bis auf elf Zähler davon, was letztendlich die Vorentscheidung bringen sollte. Denn die Freyer-Schützlinge bleiben weiterhin konzentriert, fokussiert und gallig, während Carrington die Nerven verlor und mit einem unsportlichen und einem technischen Foul die Halle vorzeitig verlassen musste. In Abwesenheit ihres besten Punktesammlers verkürzten die Schwaben zwar noch einmal bis auf fünf Punkte, betrieben mit dem kleinen Zwischenspurt aber nur noch Ergebniskosmetik.

Durch die 88:98-Niederlage beenden die MHP RIESEN Ludwigsburg eine insgesamt hervorragende Hinrunde mit einer 12:4-Bilanz – bleiben vorerst aber auf dem zweiten Tabellenplatz. Am kommenden Samstag steht dann bereits der Rückrunden-Auftakt an: RASTA Vechta gastiert in der MHPArena (Tip-Off 20:30 Uhr, Tickets hier).

Statements und Stats

John Patrick | Headcoach Ludwigsburg: „Erst einmal möchte ich Gießen und Ingo zum verdienten Sieg gratulieren. Wir hatten unseren Gameplan, Gießen hat das Spiel aber mehr gewollt, mit mehr Herz gespielt. Kompliment an Bjarne Kraushaar, er hat heute hervorragend den Ball gebracht. Wir haben gedacht, dass wir diesbezüglich mehr Druck machen können, das hat heute aber nicht geklappt. Gießen hat hervorragend den Ball geschossen und gerade in der zweiten Halbzeit diesen kaum verloren. Es ist vielleicht menschlich, dass wir nach dem Bayern-Sieg nicht fokussiert waren und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden mussten. Aber dies soll die Gießener Leistung nicht schmälern, sie haben über 40 Minuten als Mannschaft agiert und sich diesen Sieg verdient.“

Ingo Freyer | Headcoach Gießen: „Danke für die Glückwünsche: Wir haben heute das Rebound-Duell gewonnen und unser Gameplan umgesetzt. Wir wollten so tough wie Ludwigsburg agieren, das hat heute gut geklappt. Alle Spieler hatten heute einen Anteil, da möchte ich niemanden herausnehmen. Alle waren wichtig, alle hatten ihren Anteil.“

Für Gießen spielten: Matthew Tiby 23 Punkte/5 Rebounds/6 Assists, Teyvon Myers 16/6, Luke Petrasek 14, Brandon Thomas 14, Stephen Brown 9, Jordan Barnett 8, Bjarne Kraushaar 7, John Bryant 4 und Alen Pjanic 3. 

Für Ludwigsburg spielten: Khadeen Carrington 20 Punkte/6 Rebounds/5 Assists, Jaleen Smith 16, Thomas Wimbush 16/6, Hans Brase 13, Tanner Leissner 11, Marcos Knight 7, Nick Weiler-Babb 5, Radii Caisin, Jonas Wohlfarth-Bottermann und Christian von Fintel.

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