ROSTOCK SEAWOLVES

Date 2026-04-24

Foto: Fotostand / Voelker.

Nach vier Jahren Bundesliga haben die ROSTOCK SEAWOLVES ihren Stand in der Bundesliga gefestigt. Von 29 gespielten Partien konnten sie 14 gewinnen – und verloren demnach 15. Das bringt die Mecklenburg-Vorpommern auf Rang 10 in der aktuellen Bundesligatabelle. Man befindet sich damit zwar in der unteren Hälfte der Tabelle, dennoch sind es nur ein paar Siege, die das Team von einem Play-In-Spiel trennen. Rostock hat Ambitionen. Die Play-Ins sind in eigener Hand. Es ist eine Saison der Höhen und Tiefen für die Seawolves. Die Hochs waren hoch, die Tiefs waren tief.

Aber eins steht fest: Der Winter gehörte den SEAWOLVES Zwischenzeitlich standen sie sogar auf einem Playoff-Platz. Und das trotz Doppelbelastung. Es regnete Sieg nach Sieg. Und dann fingen die Schneemänner an zu schmelzen. So hoch wie die Euphorie des Winters, so niedrig ist die Euphorie im Frühling. In den letzten 10 Spielen gab es nur drei Siege. Es fühlt sich an, als wären die Rostocker im Stromsparmodus. Und das ist verständlich. Die Beine werden schwer. Nicht jedes Team ist es gewohnt, zwei oder sogar drei Mal pro Woche spielen zu müssen. Das scheinen die Rostocker jetzt zu spüren. Niederlagen gegen Hamburg, Frankfurt und Braunschweig tun weh, Niederlagen gegen direkte Konkurrenten wie Chemnitz und Oldenburg schmerzen noch mehr. Jetzt müssen sie erst bei direktem Konkurrent Ludwigsburg (8.) ran, dann kommt auch noch das Bayern-Spiel. Da ist Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz (kurz: Franz) jetzt im Zugzwang den nötigen Schwung zurück ins Team zu bringen. Der Pole ist seit 2024 in Rostock in Amt und Würden und brachte ersehnte Stabilität in den Verein.

Der internationale Auftritt in dieser Saison kann als gelungen oder gar erfolgreich bezeichnet werden. Die erste Gruppenphase wurde im FIBA Europe Cup exzellent mit 5 Siegen überstanden. In der zweiten Gruppenphase musste man sich dann gegen stärkere Gegner geschlagen geben und verpasste den Sprung ins Viertelfinale.

Jetzt, wo das Kapitel FIBA Europe Cup mehr als einen Monat hinter den Rostockern liegt, heißt es volle Konzentration auf den Endspurt in der Bundesliga.

STATS!

Die Seawolves scheinen ein klares offensives Konzept zu haben. LET IT FLY, BABY! Sie nehmen mit fast 33 Versuchen mit Abstand die meisten Dreier der Liga (Ludwigsburg: 31,5) und befinden sich dafür in Zwei-Punkte-Versuchen im Keller. In beiden Statistiken befinden sich die Ludwigsburger in der gleichen Stratosphäre. Nur zwei Teams (Bonn/Jena) werfen häufiger aus dem Feld als die Seewölfe (68,1). Satte 68-mal lassen sie den Ball fliegen. Mit einer 41,9%-Quote sind sie aber das Tabellenschlusslicht. Es scheint der Fokus auf Quantität anstelle von Qualität zu liegen. Viele Würfe bringen auch den ein oder anderen Assist mit sich. Mit 17,5 AST pro Spiel befinden sich die Rostocker in dieser Kategorie auf Rang 6. Am offensiven Glas fühlt man sich als Rebounder wohl, wenn so viele Bälle fliegen. Nicht ohne Grund ist Rostock hier Platz 2.Die Abhängigkeit vom Dreier ist enorm hoch. Sollten die Körbe fallen, könnte es gegen unsere RIESEN ganz schön zur Sache gehen.

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