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Der Heimspiel-Marathon war gut, nun geht’s für Mikko Riipinen und Co. in die Fremde. Foto: Sascha Walther / Eibner.
Die MHP RIESEN Ludwigsburg sind zurück im wöchentlichen Spieltagsrhythmus. Nachdem die Gelb-Schwarzen in eigener Halle den siebten Saisonsieg feiern konnten, möchten sie nun, erstmals seit November, auch wieder in der Fremde siegen. Die dahingehende Challenge: Das Gastspiel am Freitag (09.01.; 20:00 Uhr) bei den BMA365 Bamberg Baskets.
7:6- gegen 7:6-Bilanz, Siebter gegen Achter, Franken gegen Württemberg, Bamberg gegen Ludwigsburg. 78 Zeichen, 12 Wörter, viel Vergleichbares und auf alle Fälle ein exemplarisches Duell der easyCredit Basketball Bundesliga – sowohl für den aktuellen als auch den generellen Status quo in der Beletage des deutschen Basketballs. Im maximal engen und ausgeglichenen Tableau im deutschen Oberhaus kann einerseits jeder jeden bezwingen, andererseits gibt’s damit auch fortwährend ausgeglichene Ausgangslage. So auch am Freitag, so auch in der brose Arena.
„Bamberg ist eines der besten Offensivteams der Liga und erzielt mit vielen Spielern viele Punkte. Für uns wird es wichtig sein, auf unsere [gegen Heidelberg gezeigte] Konsistenz aufzubauen und sie in allen Phasen des Spiels zu nutzen. Im Bereich der Verteidigung wird es wichtig sein, diszipliniert zu agieren und gemeinsam zu verteidigen. Im Angriff müssen wir aggressiv sein, aber auch gemeinsame Vorteile schaffen und uns dann in den richtigen Positionen finden“, erläutert Cheftrainer Mikko Riipinen.
Erstmals seit einigen Jahren begegnen sich an diesem Spieltag zwei Mannschaften auf Augenhöhe: Von den 107 seit 1978 ausgetragenen Pflichtspielduellen gewannen die Franken 71, die Schwaben derer 36, nach dem Ende der rot-weißen Dominanz zuletzt sehr regelmäßig. Sowohl die beiden Playoff-Serien in diesem Jahrzehnt als auch drei der letzten vier Duelle gingen an Ludwigsburg, zuletzt im Mai 2025 beim 75:73-Auswärtssieg.
Anders als im Frühjahr des vergangenen Kalenderjahres rangiert Bamberg nicht (mehr) im tabellarischen Niemandsland, sondern in den Top-8. Cheftrainer Anton Gavel hat „seinem“ Klub neues Leben eingehaucht – was in der Art und Weise des Spiels, erneut im personellen Aufgebot und dem Parkett sichtbar ist. Bamberg stellt eine der besten Angriffsformationen Deutschlands (113,7 ORTG), ist äußerst effizient und sehr fokussiert unterwegs.
Nach Trier sind die Bamberger eine der Positiv-Überraschungen der Saison, stehen im Halbfinale des BBL Pokals und gewannen in dieser Spielzeit bereits gegen die (höher) gehandelten Chemnitzer, sowie die letztjährigen Playoff-Teams aus Braunschweig, Heidelberg und Weißenfels sowie gegen das Play-In-Team Oldenburg.
Die Basis dieses Erfolges basiert, wie auch in Ludwigsburg, auf einer klaren Rollenverteilung und Hierarchie: Die Startformation war in allen 13 Hauptrunden-Partien identisch. Cobe Williams (15,3 Punkte / 4,2 Assists / 2,2 Rebounds), Richard Balint (8,9 / 2,1 / 1,1), Austin Crowley (9,8 / 1,4 / 3,5) und Zach Ensminger (7,1 / 3,7 / 2,8) sind die vier Guard-Leader der Mannschaft, auf dem Flügel sind Ibi Watson (15,3 Punkte / 4,4 Rebounds) und Demarcus Demonia (12,9 / 5,8) und unter dem Korb EJ Onu (7,9 / 4,1) und Daniel Keppeler (5,5 / 2,7) wichtig. Hinzu kommen mit Adrian Petkovic, Moritz Krimmer und Finn Döntgens Rollenspieler, welche die Kernrotation vervollständigen.
Eine gute Momentaufnahme, die gemeinsam mit der Prägung von Gavel und dem (Neu-)Namenssponsor BM365 von Dauer sein soll: Der komplette Trainerstab sowie Balint und Keppeler hatten bereits Verträge für die Saison 2026/2027, Demonia verlängerte kurz vor dem Jahreswechsel ebenfalls.
Auch hier ist Ludwigsburg aktuell an einer vergleichbaren Wegmarke, aktuell jedoch im ersten Jahr von Riipinen und personell etwas gehandicapter unterwegs. Immer wieder fehlten einzelne Spieler kurz- oder mittelfristig, nur fünf der 16 verfügbaren Akteure konnten bislang in allen 13 Partien zum Einsatz kommen. Immerhin: Darnell Edge, der sich am Samstag beim Warm-Up gegen Heidelberg eine leichte Fußblessur zuzog, war in der kompletten Trainingswoche voll belastbar und im Einsatz, reiste am Donnerstag mit dem Team gen Franken und soll dort auch zum 12er-Aufgebot gehören.
Wobei generell natürlich gilt: Der RIESEN-Fokus liegt nicht auf Blessuren, Verletzungen oder Spielsperren, sondern auf den verfügbaren Spielern – und diese gehen mit doppeltem Rückenwind in den 15. Spieltag. Zwei der vergangenen drei Spiele wurden gewonnen, zudem holten sich die drei Doppellizenzler Julis Baumer (18 Punkte / 8 Assists), Maxwell Dongmo Temoka (6 / 5 Rebounds) und Simon Feneberg (19) zum Wochenstart zusätzlichen Rückenwind: Am Montag gab’s bereits einen Auswärtssieg, nämlich einen dominanten 101:67-ProB-Sieg beim Tabellendritten in Oberhaching. Daran soll zum Start ins Wochenende nun angeknüpft werden. Mitgefiebert werden kann live, wie immer, bei Dyn. Standort- und demnach Spieltagskommentator ist Max Wittmann.
Riipinen sagt: „Auswärts ist es immer wichtig, mental stark zu sein, sich an den Plan und zusammen zu halten. Lu-, Lu-, Ludwigsburg!“
103,7 / 84,5 – Effektivität im direkten Duell: Mit Bamberg und Ludwigsburg gibt’s das Duell der Gegensätze – was auch im Hinblick auf die Turnover pro Partie gilt (10,9 / 16,2).
12 – Teams, alle in Reichweite: Von Trier (3. / 9:5-Bilanz) bis Oldenburg (15. / 5:9) ist für Ludwigsburg in alle Richtungen alles möglich.
2,2 – Blocks verzeichnet EJ Onu pro Partie – und ist damit der beste Shotblocker der Liga. Keeshawn Kellman folgt mit 0,5 Blocks auf Platz 28.
BMA365 Bamberg Baskets vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
Freitag, 09.01.2026, Tip-Off 20:00 Uhr
brose Arena, Forchheimer Straße 15, 96050 Bamberg
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