Spieltag 24: Gelingt in Vechta der nächste Big-Point-Sieg?

Category News Date 2026-03-13

Foto: Sascha Walther / Eibner.

Die Konsolidierung des 9. Tabellenplatzes ist den MHP RIESEN Ludwigsburg durch den 75:67-Erfolg gegen Hamburg geglückt. In den nächsten zweieinhalb Wochen folgen gegen Vechta, Frankfurt und Chemnitz drei weitere Verfolgerduelle. Die Gelb-Schwarzen möchten in diesen die Lage im Tableau weiter verbessern und damit die Konkurrenz auf Distanz halten.

Es waren ereignisreiche 48 Stunden, die Cheftrainer Mikko Riipinen und Co. am vergangenen Wochenende erlebten: Auf die Pflichtspielpause folgte der Doppelpack in Neu-Ulm und gegen Hamburg, eine bittere Derby-Niederlage und ein gefeierter Befreiungsschlag nebst Personal- und Verletzungssorgen. Beim Heimspiel gegen die Veolia Towers fehlten gleich sechs RIESEN-Akteure, was ein Zusammenrücken der verbliebenen Gelb-Schwarzen zur Folge hatte, das in der Konsequenz zum 12. Saisonsieg führte.

Die gute Nachricht, dass dieses Unterfangen erfolgreich war und selbstverständlich wiederholt werden kann und soll, wird von der schlechten Nachricht, dass fünf bis sechs der ausgefallenen Spieler auch an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stehen werden, ausgeglichen. Anders formuliert: Die Schwaben sprangen, angeführt von den U23-Akteuren Maxwell Dongmo Temoka (22:48 Minuten), Julis Baumer (13:02), Lenny Anigbata (10:33) und Simon Feneberg (03:30) herausragend füreinander in die Bresche. Diese Qualitäten werden erneut gebraucht werden, um an diesem Spieltag in und gegen Vechta eine Siegchance zu haben. Einerseits benötigen die Schwaben also eine Wiederholung der Defensiv-Leistung von Sonntag, andererseits eine bessere in der Offensive.

Offensivstarke Guards und Tibor Pleiß

Vechta ist mit einem Offensivrating von 111,4 und durchschnittlich 86,0 Punkten pro Partie auf den statistischen Plätzen 7 respektive 4 zu finden. Der aktuelle Tabellenplatz in der easyCredit BBL, 13, illustriert die Wechselhaftigkeit im Saisonverlauf, ist aber kein Indiz der aktuellen Leistungsfähigkeit: Am vergangenen Wochenende zerlegten die Niedersachsen sowohl Jena (101:64) als auch Oldenburg (70:91) in ihre Einzelteile. Der Kontakt zu den Play-in-Plätzen ist nun hergestellt und der März wird zeigen, ob der Blick eher nach oben kann oder unten gehen muss. Ersteres ist erwartbar.

Die aktuelle Form der Schützlinge von Christian Held hat dabei viel mit Verletzungen und Verfügbarkeiten zu tun. Beziehungsweise damit, dass Rehabilitationsprogramme nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Alonzo Verge Jr. (18,8 Punkte / 6,3 Assists / 4,1 Rebounds), Tevin Brown (15,7 / 1,7 / 4,9), Tommy Kuhse (13,5 / 4,1 / 2,9) und Malik Parsons (11,5 / 3,0 / 5,0) sind allesamt fit und gemeinsam mit Tibor Pleiß (10,6 / 5,1 Rebounds) die Schlüsselfaktoren. Joschka Ferner, TJ Bamba und Booker Coplin sind die letzten drei Akteure auf der Rekonvaleszenzliste, werden aber allesamt zeitnah – und vielleicht schon gegen die Ludwigsburger – zurückerwartet, sodass RASTA alsbald an seine Leistungsvermögen heranreichen dürfte.

Cheftrainer Mikko Riipinen sagt kurz und bündig: „Vechta hat eine Mannschaft mit sehr viel [offensivem] Talent und sehr viel Erfahrung.“

Unschöne Bescherung vor Weihnachten

Ob die Konkurrenz Vechta unterschätzen und eine tabellarische Aufholjagd erleichtern wird, ist ungewiss. Klar ist, dass die Schwaben dies nicht tun werden: Die historische Bilanz (16 Spiele, 12 Siege) spricht zwar klar für die Barockstädter, der Blick in die jüngste Vergangenheit aber nicht. Vor Weihnachten gab’s beim 80:86 nach 12-Punkte-Führung eine unschöne Bescherung. Nun soll im RASTA Dome unter wesentlich herausfordernderen Bedingungen Revanche genommen werden. Wie in der Vorsaison – damals standen der Trainerwechsel und eine lediglich neunköpfige Rotation im Vordergrund – ist die Ausgangslage nicht ideal. Wie in der Vorsaison soll dies aus RIESEN-Sicht aber kein Faktor sein.

„Für uns wird es wichtig sein, während des Spiels konsistent zu bleiben. Wir müssen eine physische und disziplinierte Verteidigung spielen und im Angriff sehr aggressiv sein, um Vorteile und Fähigkeiten zu schaffen. Wir müssen weiterhin hart arbeiten und uns auf unsere Leistung konzentrieren. Es ist eine lange Reise, aber dies gibt uns auch Zeit, zusammen zu sein und die Gruppe weiter aufzubauen“, blickt Riipinen voraus.

Der Auf- und Ausbau und das Wachsen werden den Schwaben mittelfristig helfen, kurzfristig soll’s ebenfalls gelingen und, wie 2024/2025, ein ‚Instant Classic‘ werden. Ob das gelingt, zeigt sich ab 19:45 Uhr bei Dyn; Sebastian Meichsner ist der Kommentator.

Zahlenspiele zum 24. Spieltag | #VECLUD

01:01 / 32:04 – Minuten spielte Tibor Pleiß bei seinem kürzesten und bei seinem längsten Einsatz im Vechtaer Trikot. Der Center-Veteran verletzte sich beim Sprungball in der MHPArena, feierte aber in kürzester Zeit sein Comeback. Am vergangenen Wochenende war er in Oldenburg (32:04 Minuten) der klar beste Mann: 17 Punkte, 10 Rebounds, 4 Blocks.

1 vs. 10 – Top-Ten-Scorer im direkten Duell: Alonzo Verge Jr. (18,8 Punkte) führt das Tableau an, Tray Buchanan (16,1) ist einer der Verfolger.

28 – Jahre ist Elijah Hughes seit Mitte dieser Woche alt und hatte, neben seinem Leistungshoch, weitere Gründe zur Freude. Der US-Amerikaner war gegen Hamburg (20 Punkte) RIESEN-Topscorer und auch im Hinspiel (21) sehr wichtig.

Informationen

RASTA Vechta vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Samstag, 14.03.2026, Tip-Off 20:00 Uhr

RASTA Dome, Pariser Straße 6a, 49377 Vechta

Live bei Dyn

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