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Akribisches Analysen und Arbeiten. Foto: Sascha Walther / Eibner.
Terminliche Enthaltsamkeit ist aktuell bei den MHP RIESEN Ludwigsburg an der Tagesordnung: Der Gastauftritt bei den Veolia Towers Hamburg am Samstagnachmittag (22.11.; 16:00 Uhr) ist das einzige Pflichtspiel in einer Zeitspanne von insgesamt vier Wochen – ermöglicht(e) den Schwaben aber Zeit für mehrfache Genesung, eine Kaderanpassung und das Nachjustieren von Grundlagen im Hinblick auf den deutlich intensiveren Dezember.
Bei den besten Basketballern Baden-Württembergs steht aktuell das Üben in Geduld auf der Tagesordnung. Während die Ludwigsburger unter der Woche im internationalen Wettbewerb, da nicht qualifiziert, und im BBL Pokal am vergangenen Wochenende, da im Achtelfinale knapp ausgeschieden, nur die Zuschauerrolle blieb, sind sie an diesem Wochenende wieder im Einsatz. 14 Tage sind dann seit dem Heimsieg gegen Oldenburg (08.11.) vergangenen, ehe danach wieder 14 Tage Zuschauen – und die Länderspielpause – anstehen, bevor es ab dem Nikolaustag und dem Heimduell gegen Trier (06.12.) dann auch „so richtig“ weitergeht.
Aber: Die Gelb-Schwarzen haderten nicht mit dem Mehr an Zeit, sondern handelten – und heilten. Sowohl Toms Skuja (Sprunggelenksverstauchung) als auch Stef Smith (Wadenverletzung) machten gesundheitlich unter der Anleitung des medizinische Staffs rund um Physiotherapeut Philipp Schray, Dr. Florian Langhoff und Dr. Christoph Weller große Fortschritte, sind zurück im Training und stehen vor der Rückkehr aufs Parkett. Gleichzeitig wurde in ebenjenem Trainingsbetrieb akribisch gearbeitet und keinesfalls, mit Ausnahme einiger jahreszeitbedingter Erkältungen, ausgeruht. Bis auf das freie Wochenende, dass die RIESEN-Akteure zu Tagestrips in der DACH-Region nutzten und einen Teamabend in der ‚die andere KAFFEEBAR‘ in Markgröningen, wurde geackert. Die Serie von aktuell drei aufeinanderfolgenden Siegen soll schließlich fortgesetzt und ausgebaut und dabei nichts dem Zufall überlassen werden. Die potenzielle Nummer vier der Kette: Hamburg.
Im Norden der Republik erwartet die Schwaben ein extrem unter Zugzwang stehender Gegner. Die Hamburger verloren, saisonübergreifend, 20 Partien in Serie, sind seit Ostern (!) und demnach in dieser Saison noch komplett sieglos. Einerseits sind die Hansestädter ehrgeizig, um gegen den (Dauer-)Rivalen aus Süddeutschland diesen Anti-Lauf zu brechen und andererseits im Inbegriff, das spielende Personal dafür komplett umzukrempeln.
Mit Martin Breunig (kam aus Nancy) und Devon Daniels (Utena) wurde bereits zweifach nachverpflichtet. Eric Reed Jr. (mittlerweile in Heidelberg) und Carlos Stewart wurden derweil freigestellt. Weitere Justierungen sind nicht ausgeschlossen und mit Blick auf die Katastrophen-Bilanz in allen drei Wettbewerben durchaus erwartbar. Zunächst liegt der Fokus der aktuell eher an den Torre della Garisenda erinnernden Veolia Towers auf der schnellstmöglichen Duo-Integration, der Genesung des schmerzlich vermissten Osaro Rich (Handgelenksbruch) – einer möglichen weiteren Point-Guard-Verpflichtung, gehandelt wurde unter anderem Ronaldo Segu – und dem Befreiungsschlag in eigener, am Wochenende voraussichtlich ausverkaufter, Inselparkhalle.
Der Tabellen-18. der easyCredit BBL gleicht, so offensichtlich die Defizite zuletzt waren, einer Blackbox und die Ludwigsburger tun gut daran, die Hamburger nicht zu unterschätzen und sich gleichermaßen auf ihre eigenen Stärken zu verlassen. Diese veranschaulichten sie bereits mehrfach, konsequent über 40 Minuten war das Gezeigte aber auch (noch) nicht immer.
Die Challenge ist für Ludwigsburg präsent, erläutert Cheftrainer Mikko Riipinen: „Hamburg ist ein Team mit sehr viel Talent und einer sehr schnellen Spielanlage. Wir spielen auswärts, müssen also in allen Aspekten zusammenbleiben. Es ist sehr wichtig für uns, dass wir physisch spielen, intensiv verteidigen und aggressiv in der Offensive agieren werden. Es gilt, hart und als Team über das ganze Spiel zu agieren – das wird wichtig sein.“
Wichtig wird auch sein, in allen Line-Ups die bestmögliche Leistung und Konsequenz an den Tag zu legen und mit der entsprechenden Überzeugung zu agieren oder, wie gegen Oldenburg, das Glück regelrecht zu erzwingen: Die MHP RIESEN reisen als motivierter und selbstbewusster Favorit ans Elbufer, die Veolia Towers sind aber wesentlich stärker, als es Bilanz und Personal-Chaos aussagen. Zacharie Perrin (12,0 Punkte / 7,0 Rebounds), Justin Edler Davis (8,0 / 3,8), L.J. Thorpe (7,8 / 5,2), Niklas Wimberg (7,7), Kenneth Ogbe (6,8 / 3,5), Breunig (7,0 / 8,0) und Daniels möchten am Samstag mit einem Befreiungsschlag in die Länderspielpause starten – und Ludwigsburg die Punkte, das Momentum und die gute Laune (bei)behalten.
41,2 – Rebounds sammeln die MHP RIESEN Ludwigsburg pro Partie und sind damit das beste Team der easyCredit BBL, Hamburg reboundet (34,0) sich auf Rang 18 – womit diese Kategorie spielentscheidend sein könnte.
19 – Punkte und 5 Rebounds markierte die neue #21 der Veolia Towers bei seinem Debüt: Der Auswärtstrip nach Ljubljana war ganzheitlich zwar nicht erfolgreich, zwecks der Integration von Devon Daniels IV aber sicherlich sehr hilfreich.
+3 – steht aktuell in der Tabelle: Die Siegesserie der MHP RIESEN Ludwigsburg ist die längste der easyCredit BBL – aber nicht einmalig. Auch ALBA BERLIN (ebenfalls 4:2) feierte zuletzt in der Beletage des deutschen Basketballs drei Siege in Folge.
Veolia Towers Hamburg vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
Samstag, 22.11.2025, Tip-Off 16:00 Uhr
Inselpark Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10, 21109 Hamburg
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