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Am Ende geht die Kraft aus

Category News Date 2020-10-07

Im vorletzten Testspiel der Saisonvorbereitung unterliegen die MHP RIESEN Ludwigsburg medi bayreuth 78:80. Vor 180 Vertretern geladener Partner und Sponsoren steigerten sich die Schwaben über die kompletten 40 Spielminuten, müssen am Ende aber der Belastung von drei Spielen in fünf Tagen Tribut zollen.

Desi Rodriguez und Co. spielen gegen Andreas Seiferth gut, ziehen am Ende aber den Kürzeren.  Foto: Gunnar Rübenach.

Obwohl beim letzten RIESEN-Spiel mit Zuschauern – Anfang Februar gegen Vechta – die ausverkaufte MHPArena mit 4.129 Zuschauern noch aus allen Nähten platzte, waren die 180 Zuschauer am Mittwochabend gegen Bayreuth eine ähnlich emotionale Angelegenheit für alle Beteiligten. Angeführt von David Walker und Bastian Doreth zogen jedoch nicht die Hausherren, sondern die Gäste schnell auf sieben Zähler Differenz davon. Durch John Patricks Hereinnahme von Barry Brown Jr. sollte sich das Geschehen jedoch in Richtung der Ludwigsburger verlagern. Der US-Amerikaner brachte von der (ausgedünnten) Bank kommend viel Energie ins Spiel, sorgte nahezu im Alleingang für den Turnaround und beim 17:13-Zwischenstand für die zweite Auszeit der Partie. In Spielminute acht sah sich Raoul Korner zur Ansprache gezwungen. Der Österreicher wählte seine Worte sicht- und hörbar gut und konnte sich nach dem ersten Spielabschnitt über den Führungswechsel freuen (19:24, 10.).

Obwohl die MHP RIESEN zu Beginn viel Stückwerk in ihrem Spiel hatte, mussten sie vorerst nicht abreißen lassen. Vielmehr verkürzten sie einmal mehr durch Brown und den ebenso starken Elias Harris. Das Duo sorgte für den 27:29-Zwischenstand und den nächsten Kragenplatzer von Korner, den dieser nun intensiv seinem Team am Seitenrand vermittelte. Anders als noch im ersten Viertel führte diesmal die Auszeit nicht zur Wendung. Die Hausherren kamen nun nicht häufig genug zu defensiven Stopps, sodass Bayreuth seinen Vorsprung konsolidieren konnte. Erst in der 20. Spielminute klickte die schwäbische Defensive effektiv. Doch auch drei gelb-schwarze Ballgewinne, ein unsportliches Foul von Dererk Pardon und zwei Freiwürfe von Yannick Wetzell sollten vorerst nicht reichen (39:43, 20.).

Nach dem Seitenwechsel bleib Bayreuth weiter defensivstark, was zu einigen Ludwigsburger Fehlern und Fehlwürfen führte. Diese konnten im dritten Viertel zwar abgestellt werden, die fränkischen Gäste enteilten dennoch erneut bis auf sieben Zähler (48:55, 27.), was vor allem Desi Rodriguez mit einigen Offensiv-Aktionen zu beenden wusste. Der 23-Jährige streute, gemeinsam mit Brown, aus der Ferndistanz einen Dreier und im folgenden Angriff einen Dunking ein, sodass der Ausgleich und der kurz darauffolgende Führungswechsel keine zwei Minuten auf sich warten ließ (60:59, 30.).

Die bis dato gut funktionierenden Defensivverbände sollten sich im Schlussabschnitt vorerst eine Auszeit genehmigen, sodass das Spielgeschehen zum Shootout mutierte. Lukas Herzog und Jacob Patrick wussten hierbei auf sich aufmerksam zu machen und sorgten mit mehreren ihrer Punkte für den Ausbau des RIESEN-Vorsprungs (76:70, 37.). Da jedoch in der Crunchtime den Hausherren akut die Kraft schwand und die Belastung der vergangenen Tage spür- und sichtbar wurde, gelang Bayreuth der späte Turnaround.

Nach der knappen 78:80-Niederlage im siebten Testspiel der Saisonvorbereitung steht für die Ludwigsburger am Freitagabend die abschließende Partie vor dem Saisonstart am 18. Oktober auf der Tagesordnung. Zu Gast sind dann, neben allen Vereinsmitgliedern, die Tigers Tübingen.

Stimme zum Spiel | Markus Buchmann: „Das Ergebnis ist auch heute selbstverständlich wichtig, in der Vorbereitung aber nicht vollumfänglich entscheidend. Wir freuen uns sehr, dass wir heute – nach 249 Tagen – endlich wieder vor Zuschauern spielen und in diesem Zusammenhang auch Teile unseres Sicherheits- und Hygienekonzeptes im Real-Betrieb testen konnten. Der Abend war in vielerlei Hinsicht wichtig für uns. Umso glücklicher sind wir, dass er von unseren Partnern und Sponsoren so gut angenommen wurde.“

Für Ludwigsburg spielten: Barry Brown 22 Punkte, Yorman Polas Bartolo 14, Elias Harris 13 / 5 Rebounds, Jacob Patrick 9, Lukas Herzog 8, Desi Rodriguez 7, Jaleen Smith 5 / 5, Yanni Wetzell und Johannes Patrick.

Für Bayreuth spielten: Osvaldas Olisevicius 16 Punkte / 6 Assists, Frank Bartley 15, David Walker 14, Bastian Doreth 8, Dererk Pardon 6 / 5 Rebounds, Ryan Woolridge 6, Andreas Seiferth 5, Matthew Tiby 5 und Philip Jalapoor.

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