#ihrundwir
Tickets

BCL-Quali: Sechs Teams, ein Ziel

Category News Date 2021-09-13

Foto: Basketball Champions League. 

Sassari, Teneriffa, Ludwigsburg und Klub X: In dieser Woche steigen in der Basketball Champions League die vier Qualifikationsturniere. Für die MHP RIESEN lohnt vor allem der Blick ins bulgarische Sofia. In der 12.373 Zuschauer fassenden Arena Armeec spielen die Hausherren, Kamianske, Eilat, Perm, Opava und Le Mans um den noch offenen Platz in Gruppe A.   

Добър ден! Хороший день! יום טוב!  Добрый день! Dobrý den! Bonne journée! … oder auch Guten Tag! In welcher der vorangegangenen sechs Sprachen die MHP RIESEN Ludwigsburg in der Gruppenphase der Basketball Champions League ihren Gegner begrüßen werden, entscheidet sich in dieser Woche – und zwar in Bulgarien. In der 1.5-Millionen-Metropole Sofia lädt der nationale Meister Levski Lukoil Sofia gemeinsam mit den BCL-Organisatoren zu einem der insgesamt vier Qualifikationsturniere. Gespielt wird im K.o.-Runden-Format. Lediglich der Gewinner des Quali-Turnieres rückt in die BCL-Gruppenphase und wird in diesem Herbst mit Sassari, Teneriffa und Ludwigsburg die Klingen kreuzen.

Sofia, BC Prometey (Kamianske / Ukraine), Parma-Parimatch (Perm / Russland) und Hapoel Eilat (Israel) beginnen die BCL-Mission mit den Viertelfinal-Spielen am Dienstag. BK Opava (Tschechien) und Le Mans Sarthe Basket (Frankreich) sind aufgrund ihrer Leistungen in der Vergangenheit schon für das Halbfinale gesetzt.

Viertelfinale

14.09.2021; Tip-Off 16:00 Uhr | Sofia vs. Kamianske

14.09.2021; Tip-Off 19:00 Uhr | Perm vs. Eilat

Halbfinale

16.09.2021; Tip-Off 17:30 Uhr | Opava vs. Gewinner VF 1 (Sofia vs. Kamianske)

16.09.2021; Tip-Off 20:30 Uhr | Le Mans vs. Gewinner VF 2 (Perm vs. Eilat)

Finale

18.09.2021; 17:30 Uhr | Gewinner HF 2 (Le Mans / Perm / Eilat) vs. Gewinner HF 1 (Opava / Sofia / Kamianske)

Schwergewichte: Le Mans und Opava

Le Mans Sarthe Basket geht insgesamt als klarer Favorit ins Turnier. Der fünffache französische Meister ist nicht nur sehr erfahren, sondern auch personell stark besetzt. In diesem Sommer unterschrieben unter anderem TaShawn Thomas (kam aus Jerusalem / Israel), Scott Bamforth (Podgorica / Montenegro), Dante Cunningham (Santurce / Puerto Rico) und Deishuan Booker (Göttingen) vier Hochkaräter in die Region Pays de la Loire.

Große Hoffnungen dürfte sich auch der BK Opava machen. Der tschechische Vize-Meister ist das Musterbeispiel eines gewachsenen Konstrukts und bietet ausschließlich Akteure auf, die in der Region geboren und/oder aufgewachsen sind: Mit Rostislav Dragoun, Radim Klecka, Jan Svandrlik, Filip Zbranek, Miroslav Kvapil, Martin Gniadek, Radovan Kouril, Ludek Jurecka, Jakub Sirina, Jakub Slavik und Jan Stepanek spielen elf Spieler in Mährisch-Schlesien, die bereits 2018/2019 für den Klub aufliefen – und dabei unter anderem Nanterre 92 und die Telekom Baskets Bonn international ausbremsten.

Herausforderer: Sofia, Kamianske, Perm, Eilat

Das im Viertelfinale beginnende Quartett erhofft sich, natürlicherweise, Außenseiter-Chancen – auch wenn es für den umfassenden Triumph drei Siege aus drei Spielen bedarf. Sofia geht dabei nicht nur mit dem Heimvorteil, sondern auch einer kleinen Expertise an den Start. 2018/2019 nahm man bereits an der Qualifikation teil und eliminierte in der ersten Runde das litauische Programm Siauliai, für mehr reichte es bisher jedoch nicht. Immerhin: Sowohl in besagter Spielzeit als auch in der Saison 2019/2020 setzten die Bulgaren im FIBA Europe Cup Akzente. Anders gestaltete sich die Lage derweil beim ersten Gegner: BC Prometey wurde erst 2018 gegründet und durchlebte seither einen raketenhafte Entwicklung. In der BCL sorgten bis dato aber nicht der Verein, sondern nur die Spieler, beispielsweise Chris Dowe mit Anwil Włocławek oder D’Angelo Harrison mit Happy Casa Brindisi, für Furore.

Apropos Furore: Die machte bis ins Frühjahr hinein auch der russische Vertreter aus Perm. Das Team aus der 1.500 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Großstadt schied erst mit dem letzten Wurf im Halbfinale des FIBA Europe Cup aus – und musste Ironi Ness Ziona beim Jubeln und tags darauf beim Gesamtsieg zusehen. Das russisch geprägte Team trifft im nächsten internationalen Auftritt, wie es der Zufall so will, erneut auf ein Team aus Israel. Hapoel Eilat ist dabei mindestens von gleichwertiger Güte und schied im Frühjahr ebenfalls im Semi-Finale aus. Allerdings nicht auf internationalem Parkett, sondern auf nationalem gegen das EuroLeague-gestählte Team von Maccabi Tel Aviv. Die Spielweise (aggressive Defensive, schnelle Offensive, us-amerikanische Leistungsträger) ähnelt sehr dem Ludwigsburger Spielstil – und könnte ein absoluter Hingucker sein.

So oder so gilt: Das Anschauen könnte sich lohnen. Die Basketball Champions League wird alle Interessierten, vor allem via YouTube und Twitter, mit Inhalten versorgen.

Back