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Formkurve bestätigt: Ludwigsburg klettert auf Rang zwei

Category News Date 2019-11-17 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. ALBA BERLIN 81:77

Die MHP RIESEN Ludwigsburg bezwingen Vize-Meister ALBA BERLIN 81:77 und feiern nicht nur den fünften Erfolg in Serie, sondern auch den Sprung auf Tabellenplatz zwei.

Partyzone Ludwigsburg: Thomas Wimbush und Nick Weiler-Babb feiern den Big-Point-Sieg gegen ALBA BERLIN und den damit einhergehenden Sprung auf Tabellenplatz zwei. Foto: Gunnar Rübenach.

Vor zum zweiten Mal in Serie ausverkaufter MHPArena starteten die MHP RIESEN exzellent ins Top-Spiel gegen Berlin: Thomas Wimbush sorgte mit Steal und Dunk bereits in der ersten Spielminute für das Highlight der Partie. Auch in den folgenden Minuten bleiben die Hausherren am Drücker (11:9, 6. Spielminute), was vor allem Marcos Knight und Konstantin Konga mustergültig auf das Parkett brachten: Der 30-jährige US-Amerikaner markierte acht schnelle Zähler und führte seien Farben, gepaart mit Kongas Einsatz und einem starken Teamverbund, zur ersten Viertelführung (21:15, 10.).

Die Gäste aus der Hauptstadt sollten allerdings nur in den ersten zehn Minuten mit ihrem Fokus hadern: Angeführt von Landry Nnoko, der an beiden Seiten des Parketts unter den Körben aufräumte, starteten die Berliner eine kleine Aufholjagd, die sie durch Rokas Giedraitis veredelten: Der Litauer streute zwei (weitere) Treffer aus der Ferndistanz ein, sorgte für den Ausgleich und zwang Headcoach John Patrick zu seiner ersten Auszeit (28:28, 15.). Trotz der Neujustierung Patricks blieben die Albatrosse defensiv weiterhin am Drücker und setzten sich, nach einer abermals ausgeglichenen Phase, weiter ab. Die Ludwigsburger mussten Johannes Thiemann unter dem Korb und Giedraitis und Co. vor allem von jenseits der 6,75-Meter-Linie gewähren lassen – und sahen sich verdientermaßen zur Halbzeit in Rückstand (35:44, 20.).

Ludwigsburger Feuerwerk zündet

Wie bereits im ersten Viertel legten die Ludwigsburger auch nach dem Gang in die Kabinen einen Blitzstart auf das Parkett: Wimbush und Khadeen Carrington kamen je zu zwei Korberfolgen – und als darauf Jonas Wohlfarth-Bottermann und Nick Weiler-Babb ebenfalls punkteten, war der Rückstand Vergangenheit und Ludwigsburg, auch aufgrund der Berliner Foulbelastung (47:48, 24.) wieder drin im Spiel. Doch die gute Laune war nur von kurzer Dauer: Marcus Eriksson und Niels Giffey legten von Downtown nach, weshalb sich Patrick trotz der kurzzeitigen Aufholjagd zur nächsten Auszeit gezwungen sah. Die abermalige Ansprache am Seitenrand fruchtete: Die Hausherren kamen durch Kampf und Leidenschaft über ihre Defensive zurück ins Spiel, wähnten sich offensiv in Schlagdistanz und verkürzten vor den abschließenden zehn Minuten bis auf einen Zähler (57:58, 30.).

Doch während sie in den Spielminuten 27 bis 30 viel Fahrt aufgenommen hatten, ließ die Spannung zum Start des vierten Viertels zu wünschen übrig: Die MHP RIESEN mühten sich erst über mehrere Minuten zurück ins Geschehen. Da jedoch auch die Berliner Intensität nachließ, blieb die Partie auf des Messers Schneide – und spätestens als die Ludwigsburger in der 35. Minute zum Ausgleich kamen und sechs Freiwurftreffer in Serie markierten, brannte die Atmosphäre in der MHPArena: Ludwigsburg glaubte an die Überraschung und an seine RIESEN – und ließ bei der Frage nach dem Sieger der Partie akustisch keinen Interpretationsspielraum. Obwohl die Partie in der Folge noch einmal hin und her wogte, blieben die Hausherren am Drücker. Für die Erlösung sorgten schließlich Weiler-Babb und Carrington: Sie netzten zweifach in Serie aus der Ferndistanz, brachten die Ludwigsburger auf die Siegerstraße und verwandelten die MHPArena in eine gelb-schwarze Partyzone, die den 81:77-Sieg gegen Berlin ausgiebig feierte.

Im Anschluss an den siebten Sieg im achten Liga-Spiel klettern die MHP RIESEN, aufgrund der Bamberger Niederlage gegen ratiopharm ulm, auf Tabellenplatz zwei – und etablieren sich damit, zumindest bis zum kommenden Samstag, als erster Verfolger des FC Bayern Basketball.

Statements und Stats

Aito Garcia Reneses | Headcoach Berlin: „Wir haben leider das Problem, dass wir parallel zueinander viele Spiele und viele Verletzungen zur gleichen Zeit haben. Wir haben am Donnerstag in Athen gespielt und spielen sowohl am Dienstag als auch am Donnerstag in der EuroLeague – und das ohne einige sehr gute Spieler. Dennoch: Glückwunsch natürlich an Ludwigsburg. Sie haben sehr hart, sehr gut und mit sehr viel Energie gespielt. Wir hatten diese Energie heute leider nicht.“

 John Patrick | Headcoach Ludwigsburg: „Danke für die Glückwünsche! Natürlich ist auch Berlin zum großartigen Sieg in Athen vor drei Tagen zu beglückwünschen. Wir hatten in den vergangenen Jahren einen ähnlich intensiven Spielplan mit mehr als 60 Spielen pro Saison. Das ist schwierig, besonders in der EuroLeague. Aber ich bin natürlich sehr stolz: Wir haben heute unseren besten Basketball in der Crunchtime gespielt. Wir haben gut angefangen, dann eine schwache Phase gehabt und am Ende den Ball ein bisschen besser bewegt. Wir haben heute nur neun Assists gespielt – so wenig wie noch nie in diesem Jahr. Aber wir haben mit zwölf Offensiv-Rebounds und nur neun Turnovern den Ball im Griff gehabt und damit, obwohl wir wenig von außen getroffen haben, unser Spiel gespielt. Das war meiner Meinung nach entscheidend.“

Für Ludwigsburg spielten: Khadeen Carrington 18 Punkte, Nick Weiler-Babb 17, Marcos Knight 15, Hans Brase 8/6 Rebounds, Thomas Wimbush 8, Tanner Leissner 5/5 Rebounds, Jaleen Smith 4, Jonas Wohlfarth-Bottermann 4, Kostantin Konga 2 und Ariel Hukporti.

Für Berlin spielten: Rokas Giedraitis 17 Punkte, Martin Hermannsson 16, Luke Sikma 16/7 Rebounds, Niels Giffey 9, Johannes Thiemann 7, Landry Nnoko 6/7, Marcus Eriksson 3, Tim Schneider 2, Kenneth Ogbe 1, Jonas Mattisseck und Makai Mason.

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