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Showdown am Dienstag

Category News Date 2020-06-22

Im Halbfinal-Rückspiel am Dienstagabend (20:30 Uhr) geht es für die MHP RIESEN Ludwigsburg um die Final-Qualifikation und die erfolgreichste Spielzeit der Klub-Geschichte. Mit einem Erfolg würden die Schwaben sich, nach dem 71:71-Unentschieden im Hinspiel, nicht nur gegen Ulm durchsetzen, sondern auch erstmals ins Playoff-Finale einziehen.

Sieben Spiele binnen 14 Tagen und noch kein bisschen müde: Die MHP RIESEN Ludwigsburg präsentieren sich beim Final-Turnier 2020 von ihrer besten Seite. Foto: Tilo Wiedensohler.

Es ist angerichtet: Im Anschluss an das äußerst spannende Playoff-Hinspiel bleibt für die beteiligten Akteure keine Zeit zum Verschnaufen. Bereits am Dienstag geht es ins entscheidende Rückspiel. Dieses ist, aufgrund des ausgeglichenen Duells am Sonntag, ein „klassisches“ Do-or-die-Spiel. Der Gewinner kommt weiter, der Verlierer scheidet aus, egal wie das Ergebnis am Ende lauten wird. Sollte es nach 40 Spielminuten erneut unentschieden stehen, geht es – ebenfalls klassisch – in die Verlängerung. Nach den Eindrücken des Sonntags dürfte derweil klar sein, dass die Zusatzzeit im Bereich des Möglichen liegen wird. Denn die MHP RIESEN Ludwigsburg und ratiopharm ulm egalisierten sich auf einem sportlich hohen Niveau.

Während bei beiden Teams in den vergangenen Stunden nach den bisherigen Belastungen des Final-Turniers Regeneration und Ruhe auf dem Programm standen, beschäftigten sich die Trainerteams um John Patrick und Jaka Lakovic intensiv mit der (Video-)Analyse der gegnerischen Fehler und der aufgetretenen Schwachstellen. Zumindest beim US-Amerikaner fiel die Evaluierung dabei durchaus positiv und vor allem optimistisch aus: Denn im Hinspiel wurden die Kreise der Ulmer, trotz der Belastung der vorangegangenen Serie gegen den FC Bayern Basketball, effizient eingeengt. Die Donaustädter suchten beinahe die kompletten 40 Minuten vergeblich nach ihrem offensiven Rhythmus und verließen erstmals seit März das Parkett nicht mehr als Sieger. Als sie ihren Rhythmus dann gefunden hatten und davonzogen, waren Patricks Schützlinge bereit für die Aufholjagd. Einzig beim Rebounding, 23 Ulmer Offensivrebounds stellen einen Negativrekord dar, attestierte Patrick seinem Team ein immenses Verbesserungspotential. Dieses wird Ludwigsburg, dass sich auch in den Playoff-Serien der vergangenen Jahre stets erfolgreich im Serienverlauf anpasste, im Rückspiel an den Tag legen.

Hukporti wird zurückerwartet

Der Hunger von Marcos Knight und Co. auf den maximalen Erfolg ist weiterhin ungebremst, die körperlichen Voraussetzungen verbessert und das Ludwigsburger Aufgebot, aller Voraussicht nach, um einen Akteur reicher: Ariel Hukporti wird, nachdem er seine Schulabschlussprüfungen beendet hat, noch am Montag im Teamhotel zurückerwartet. Der 18-jährige Center soll unter anderem dem in Bestform befindlichen Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann zur Seite springen und könnte, sofern alle medizinischen Tests erfolgreich und vor allem rechtzeitig über die Bühne gehen, im Rückspiel zum Einsatz kommen.

Doch egal ob mit oder ohne Hukporti ist klar: Die MHP RIESEN Ludwigsburg präsentierten sich bisher in kämpferischer Bestform und schafften es jeweils, den Gegner in die Knie zu zwingen. Diese Leistung möchten sie nun auch am Dienstagabend wiederholen – und mit einem Sieg nicht nur die Rekorde der Spielzeiten 1991/1992 (Halbfinal-Aus gegen Berlin), 2016/2007 (Bamberg) und 2017/2018 (Berlin) egalisieren, sondern sich erstmals in der Vereinsgeschichte für die Final-Serie qualifizieren. Die Schwaben sind „locked in“ für den Titel – und werden am Dienstag ihr Herz und jedwede Kraftreserve auf dem Parkett lassen.

Zu sehen gibt’s den achten Ludwigsburger Auftritt beim Final-Turnier und das damit einhergehende vierte Schwaben-Derby der Saison erneut im Free-TV. Zum bereits vierten Mal überträgt SPORT1 eine Partie mit gelb-schwarzer Beteiligung und begrüßt, wie auch MagentaSport, die Zuschauer ab 20:15 Uhr vor den Endgeräten. Das gemeinsame Ansehen ist wie gewohnt im Goldenen Pflug und dem Sam Kullman’s Diner möglich.

Zahlenspiele zum Final-Turnier | Halbfinal-Playoffs

33 – Jahre liegt das letzte Unentschieden in der easyCredit Basketball Bundesliga zurück: Am 14. März 1987 trennten sich die BG Steiner-Optik Bayreuth und der DTV Charlottenburg, in der Platzierungsrunde der Beletage des deutschen Basketballs, 78:78.

14 – „Punkte“ in der Plus-Minus-Wertung waren am gestrigen Sonntag, aufgestellt von Radii Caisin, der beste Ludwigsburger Wert. Mit knapp 23 Minuten Einsatzzeit und sechs erzielten Punkten machte der 19-Jährige sein bis dato bestes Spiel in seiner noch jungen Profi-Karriere und stand dabei stellvertretend für die junge Ludwigsburger Garde, die ein starkes Spiel machte.

3 – fach in Serie legte Marcos Knight in den vergangenen Partien ein Double-Double auf. Darüber hinaus egalisierte er mit zwei Blocks seinen persönlichen Rekord.

Infos

ratiopharm ulm vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Dienstag, 23.06.2020, Tip-Off 20:30 Uhr

Audi Dome, Grasweg 74, 81373 München

live auf MagentaSport / live auf SPORT1

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