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Zeit für Highlights: Playoff-Start am Mittwoch

Category News Date 2021-05-17

Mit Vollgas in die Playoffs: Jamel McLean und Co. haben sich gegen Chase Fieler und Bamberg viel vorgenommen. Foto: Daniel Löb.  

An diesem Mittwoch (19. Mai 2021, Tip-Off 19:00 Uhr) starten die MHP RIESEN Ludwigsburg mit einem Heimspiel gegen Bamberg in die Playoffs (Best-of-Five-Modus) der easyCredit Basketball Bundesliga. Das mit Spannung erwartete Duell gegen die achtplatzierten Franken bildet deutschlandweit den Auftakt ins Playoff-Viertelfinale und wird sowohl von MagentaSport als auch SPORT1 übertragen werden.

Mit der kindlichen Vorfreude ist das so eine Sache: Das Verschmelzen von Fantasie und Realität sorgen für ein unwiderstehliches Glücksgefühl, für pure Ekstase. Erwachsene unterscheiden in der Regel deutlich besser zwischen Realität und Fantasie, was die Vorfreude erheblich einbremst. Der Realitätssinn ist geschärft. In dieser Woche ist die gelb-schwarze Vorfreude, auch mit den reiferen und bodenständigeren Kriterien der Volljährigkeit, mit Sicherheit am Anschlag. Das Saisonhighlight, die Meisterschaftsendrunde, die Crunchtime der so herausragend erfolgreichen und herausfordernden Spielzeit steht an – und beginnt für die MHP RIESEN Ludwigsburg am Mittwochabend mit der Playoff-Serie gegen Brose Bamberg, den neunfachen Meister und diesjährigen Achten.

Gleich drei der maximal fünf Viertelfinal-Partien befinden sich dabei in dieser Woche auf der RIESEN-Agenda. Gespielt wird zweifach, am Mittwoch (19.05.) und Freitag (21.05.), in der MHPArena. An Pfingstsonntag (23.05.) steigt das dritte Spiel in Franken. Auch ein etwaiges viertes Aufeinandertreffen würde in der Brose Arena (25.05.) stattfinden, ehe die Serie für ein mögliches letztes Aufeinandertreffen nach Schwaben (27.05.) zurückkehren könnte.

Trotz des ersten Hauptrunden-Platzes, einer exzellenten 30:4-Bilanz, einer beachtlichen Formkurve, einer der besten Liga-Offensiven (3.027 Punkte) seit Beginn der digitalen Datenerfassung, der perfekten Heimserie (17:0) und eines immensen Selbstvertrauens geben sich die MHP RIESEN Ludwigsburg aber keinen Illusionen hin. Wer seine Hausaufgaben im Mai nicht erledigt, braucht sich auch keine Gedanken über die Arbeit im Juni zu machen. Es zählt, wie gewohnt, lediglich das nächste Spiel und nicht das, was das möglich wäre. Heißt also: Der Serien-Auftakt steht im Mittelpunkt des Interesses. Es beginnt alles bei null.

17 Siege zeugen von Qualität, 17 Niederlagen von Inkonstanz

Die Gelb-Schwarzen haben sich bestens auf ihren fränkischen Gegner eingestellt und in den letzten anderthalb Wochen Bamberg in den Fokus genommen. Grund zur (Vor-)Freude gab es dabei gleich mehrfach: Während alle Beteiligten das kleine Mehr an Freizeit mit der Familie genossen, wurde auch die Schlagzahl kontinuierlich erhöht. Im Anschluss an eine minimale Entlastung an das Hauptrunden-Ende ist der RIESEN-Motor nun wieder auf Betriebstemperatur – alle Akteure streben nach einer Fortsetzung des bisher Geleisteten. Die Belastungssteuerung der vergangenen Wochen hat sich ausgezahlt. Die Ludwigsburger werden sehr wahrscheinlich in Bestbesetzung in die Meisterschaftsendrunde starten können und möchten ab Mittwoch mit voller Mannstärke wieder Vollgas geben. Für ihre Fans, die sie in dieser Spielzeit so schmerzlich in der MHPArena vermissten und die dennoch (oder gerade deshalb) das Internet mit positivsten RIESEN-Vibes fluteten, für die Stadt und für die Region. Die MHP RIESEN wollen zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind – und müssen sich dabei Brose Bamberg erwehren.

Aller guten Dinge sind (hoffentlich) drei

Zweifach standen sich beide Klubs bisher in den Playoffs gegenüber. Zweifach gewannen die Franken: 2006/2007 und 2014/2015 wurden sie in beiden Fällen sogar Meister. Im dritten Anlauf möchten die Schwaben nun die Franken auch in der Postseason ausbremsen.

Bereits zum vierten Mal werden sich beide Teams am Mittwoch im Saisonverlauf gegenüberstehen: Im MagentaSport BBL Pokal (72:99) und im Hinrundenspiel (83:75) gewannen die Ludwigsburger, im Rückrunden-Duell ging Bamberg Ende April als Sieger (94:93) hervor. In allen drei Aufeinandertreffen untermauerten die Franken ihre individuelle Klasse – und bewiesen auch ihr größtes Problem: die Konstanz. An guten Tagen und mit einer über 40 Minuten konzertierten Leistung können die Mannen von Johan Roijakkers jedes Team der Liga schlagen. 17 Siege, darunter Erfolgserlebnisse gegen Ludwigsburg und Berlin, zeugen ebenso wie die erfolgreiche Saison auf internationalem Parkett von der fränkischen Stärke. 17 Niederlagen, darunter in Gießen oder Würzburg, zeugen vom schwankenden Leistungsvermögen.

X-Faktor gesucht

Nun, da die Hochphase der Saison ansteht, hat sich einer der besten Klubs der vergangenen zwei Jahrzehnte die Konsolidierungen der eigenen Leistung und den Favoritensturz zum Ziel gesetzt. Die Playoffs sind für die Franken mehr Chance als Risiko. Personell kann Roijakkers unglücklicherweise dabei allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen: Topscorer Devon Hall (14.7 PpS) fällt mit einer Handgelenksfraktur aus und ist bereits in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt. An seiner statt werden einige Akteure mehr Verantwortung schultern müssen. Allen voran die Guard-Kollegen Tyler Larson (6.2, 4.8 ApS), Michele Vitali (10.5, 3.0) und Kenneth Ogbe (8.1) sind dahingehend im Auge zu behalten. Auch Defensivspezialist Dominic Lockhart (8.7, 1.7) und Back-Up Bennet Hundt (8.1, 4.3) könnten situativ zum X-Faktor werden.

Bekanntermaßen kommt es auf exakt diese X-Faktoren und direkten Duelle an: Beide Mannschaften werden sich im Serienverlauf immer besser aufeinander einstellen, die Details können entscheiden. Erst recht dann, wenn die Fragezeichen hinter Vitali (Knie), Alex Ruoff (Fuß) und David Kravish (Leiste) zu Ausrufezeichen, im Sinne eines Ausfalls, würden.

Während ein Fehlen des Elite-Rebounders Kravish (12.7 PpS, 8.8 RpS) ein großes Loch in die Frontcourt-Rotation reißen würde, sind die Rollen neben dem unangefochten besten Center klar verteilt: Chris Sengfelder (12.0, 5.1) fungiert als Dauerbrenner und Allrounder für die großen Positionen, Chase Fieler (9.9, 3.1) kommt als erste Option von der Bank. Shevon Thompson (3.3, 2.7) ist mit Masse und Physis auf der Center-Position, je nach Aufstellung, gefährlich – aber kein gleichwertiger Kravish-Ersatz. RIESEN-Eigengewächs Mateo Seric füllt die Rotation zumeist auf.

Harte Arbeit zahlt sich aus

Dass das komplette Personal-Tableau im Falle der MHP RIESEN Ludwigsburg bereit für Kampf, Leidenschaft und immensen Einsatz ist, dürfte mittlerweile eine Binsenweisheit sein. Tremmell Darden, Jonas Wohlfarth-Bottermann, Jamel McLean und Co. haben schon viele Playoff-Schlachten geschlagen. Jordan Hulls und Andrew Warren sind ebenso wie Oscar da Silva, Jonah Radebaugh, Barry Brown und Desi Rodriguez heiß auf ihre erste Playoff-Teilnahme in der Beletage des deutschen Basketballs. Yorman Polas Bartolo möchte, anders als im letzten Jahr, die erste Runde überstehen. Jaleen Smith, Lukas Herzog, Jacob und Johannes Patrick haben ebenso wie Josh King, David McCray, Tetsuro Miyazaki und Yannick Rohatsch spätestens seit der letztjährigen Vize-Meisterschaft Blut geleckt. Kurzum: Die Gelb-Schwarzen sind heiß auf die erste Postseason-Partie.

 

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Diese elektrisiert selbstverständlich auch die komplette RIESEN-Familie. Die Masse an Nachrichten, Anrufen und Kommentaren des Daumendrückens war in den vergangenen Wochen immens und sorgte bei allen beteiligten Akteuren für eine exorbitante Steigerung von Motivation und Vorfreude. Die Strapazen einer langen und pandemiebedingt herausfordernden Spielzeit sollen nun belohnt werden. Dafür ist viel Arbeit nötig – und die Ludwigsburger werden diese leisten. Harte Arbeit und eine grandiose Einstellung sind seit dem ersten Tag der Saisonvorbereitung Anfang September die Identität des Hauptrunden-Ersten.

Koch kommentiert Kracher-Auftakt

Harte Arbeit kommt auch auf die Übertragungscrews in der MHPArena zu: MagentaSport und SPORT1 übertragen alle respektive fast alle Partien der Ludwigsburger in den kommenden Tagen. Während MagentaSport in gewohnt exzellenter Manier jede Sekunde jedes Spiels optisch und – am Mittwoch mit Stefan Koch – akustisch begleiten wird, zeigt SPORT1 ausgewählte Partien der ersten Runde im Free-TV. Darunter sowohl das erste als auch dritte Spiel der Ludwigsburg-Bamberg-Serie. Einschaltbefehl!

Zahlenspiele zum Playoff-Viertelfinale, Spiel 1

1.092 – Tage liegt das letzte Ludwigsburger Playoff-Heimspiel in der MHPArena zurück. 2018 setzte es im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinale-Serie gegen ALBA BERLIN eine Niederlage. Zeit wird’s, dass nun ein Sieg folgt.

66 – Playoff-Partien bestritten die Ludwigsburger Spieler (Jamel McLean, Yorman Polas Bartolo und Jonas Wohlfarth-Bottermann) bis dato, exklusive der Final-Turnier-Playoffs im letzten Jahr, in der easyCredit BBL. Der Bamberger Kader kann dahingehend 31 Spiele vorweisen.

2 – fach begegneten sich Ludwigsburg und Bamberg bisher in den Playoffs. Jedes Mal hieß der Sieger der Serie bisher Bamberg – und wurde auch anschließend Meister. Wie 2007 haben die Ludwigsburger Heimrecht.

Infos

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Brose Bamberg

Mittwoch, 19.05.2021, Tip-Off 19:00 Uhr

MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg

live auf MagentaSport / SPORT1

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