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15 Tage, sechs Spiele: Mammut-Programm startet in Mittelhessen

Category News Date 2021-04-20

Voll fokussiert ins Hauptrunden-Sextett: Jaleen Smith und Co. haben sich auch für die kommenden Partien viel vorgenommen. Foto: SoulClap Media.  

Im Anschluss an das spielfreie Wochenende reisen die MHP RIESEN Ludwigsburg am kommenden Wochenende nach Gießen. Das am Samstag (24. April 2021, Tip-Off 18:00 Uhr) stattfindende Duell bildet den Auftakt in den zweiwöchigen Hauptrunden-Endspurt, der für den Tabellenführer sechs Partien vorsieht. 

26 Siege aus 28 Spielen. Die Bilanz der MHP RIESEN Ludwigsburg ist unmittelbar vor dem Hauptrunden-Ende nahe der Perfektion. 26 Erfolgserlebnisse sind schon jetzt, obwohl noch sechs Partien ausstehen, das beste Ergebnis, was es in der Klubgeschichte je gab. Mit jedem weiteren Hauptrunden-Sieg würden sich die Schwaben, nachdem sie den bisherigen Rekord in der Vorwoche eingestellt haben, mit einem neuen Bestwert in die Annalen des Klubs eintragen. Es wäre die nächste Auszeichnung einer an Herausforderung keinesfalls armen Spielzeit und ein weiterer, erfolgreicher Schritt in Richtung Postseason. Während sich diese am Horizont immer mehr abzeichnet, laufen deutschlandweit die Planungen für ebenjene bei Klubs und Liga auf Hochtouren.

1, 2, 3 oder 4? Gießen!

Sieben der acht Playoff-Plätze sind bereits vergeben, lediglich ein Spot ist in der Meisterschaftsendrunde noch zu haben. Bamberg ist dahingehend, mit sechs Punkten Vorsprung auf Rang neun, in der Pole Position. Die ausstehenden easyCredit BBL-Spieltage werden demnach mehrheitlich nicht entscheiden, welche acht Mannschaften ab Mitte Mai weiterhin auf Korbjagd gehen. Offen sind viel eher noch die entsprechenden Playoff-Paarungen. Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben sich dahingehend bereits vor einigen Wochen klar bekannt: Die Schwaben taktieren zum Hauptrunden-Ende nicht bezüglich potenzieller Gegner, sondern haben sich das Maximale zum Ziel gesetzt. Aufgrund der bisherigen Erfolge ist das Bestmögliche Platz eins. Im schlechtesten Fall und ohne weiteren Sieg werden die Schwaben die Hauptrunde auf dem vierten Rang beenden. Doch damit genug der möglichen Varianten. Es zählt das kommende Wochenende und damit das Auswärtsspiel bei den JobStairs GIESSEN 46ers.

Aufschwung zum letztmöglichen Zeitpunkt

Die Hessen müssen sich keine Gedanken um die Postseason, sondern um den Klassenerhalt machen: Als 17. steht den Lahnstädtern das Wasser bis zum Hals. Der Rückstand auf Weißenfels und Würzburg beträgt vier respektive sechs Punkte, zudem wurde gegen beide Kontrahenten der direkte Vergleich verloren. Die Gießener können sich bei noch sechs ausstehenden Spielen keine Niederlage mehr leisten. Sie sind zum Siegen verdammt. Mit dem Rücken zur Wand stehend legen die Schützlinge von Rolf Scholz aktuell allerdings auch ihre beste Saisonphase aufs Parkett. Anfang des Monates sendeten sie mit Erfolgserlebnissen gegen München (95:94) und in Göttingen (79:98) deutlich vernehmbare Lebenszeichen, auch gegen Berlin waren die Mannen von Rolf Scholz in der Vorwoche auf Augenhöhe. Die Niederlage gegen den Meister war knapp (96:102) und bitter, sorgt nun aber am Wochenende bei beiden am Spiel beteiligten Teams für Zusatzmotivation.

Während die 46ers nach dem knappen Sieg gegen den Tabellendritten und der ebenso knappen Niederlage gegen den Zweiten nun den Ersten ins Straucheln bringen möchten – mit Blick auf die Tabelle gar müssen, sind die Ludwigsburger umso mehr gewarnt. Die Mittelhessen sind, wenn sie an ihr Maximum kommen, gegen jeden Gegner siegfähig. Für das Fundament dieses Maximus sorgen vor allem die Nachverpflichtungen Diante Garrett und John Bryant: Das im Januar nachverpflichtete Duo hat sich als korbgefährliches Gespann etabliert und sorgt mit zusammengenommen 27.7 Punkten, 9.5 Rebounds und 8.0 Assists pro Partie dafür, dass der 46ers-Motor läuft.

Zusätzlich treten aktuell sieben Akteure in den Vordergrund: Jonathan Stark (12.3 PpS), Brandon Thomas (10.8), Brandon Bowman (10.6) und Scottie James Jr. (9.9) übernehmen kontinuierlicher als in der Hinrunde Verantwortung, Ferdinand Zylka und Alen Pjanic sorgen nicht nur punktuell, sondern dauerhaft für Entlastung. Die Mittelhessen spielen, wie erhofft, in der Endphase der Saison ihren besten Basketball. Sie leiden dabei aber unter dem Leistungsdefizit der vergangenen Monate.

Hausaufgaben im April > Playoff-Planung im Mai

Statistisch betrachtet ist der Tabellensiebzehnte im Ligavergleich dabei offensiv zumeist in den Top-8 zu finden. Die Probleme der Hessen liegen in der Defensive, die mit 2.747 zugelassenen Punkten (94.7 im Schnitt) die deutschlandweit durchlässigste Verteidigungsformation ist. Ludwigsburg ist in dieser Statistik als Zweiter (76.8) kurz hinter Berlin (75.6) das defensive Maß der Dinge. Der Schlüssel zum Sieg ist damit offenkundig. Offensiv können sich Schwaben und Mittelhessen einen Schlagabtausch auf Augenhöhe liefern. Wenn die RIESEN-Verteidigung wie erhofft funktioniert, ist der Weg zu den nächsten Punkten klar definiert. Exakt diese zwei Zähler, konkret Nummer 53 und 54 in der laufenden Saison, sollen am Wochenende eingefahren werden. Denn während die Vorbereitungen für den Mai laufen, sollen – wie schon gegen Weißenfels, Göttingen und Braunschweig – erst einmal die Hausaufgaben im April gemacht werden.

Für beste Frühjahrsunterhaltung in gewohnter Qualität sorgt dabei natürlich auch im Hauptrunden-Endspurt MagentaSport: Übertragungsstart in respektive aus der Sporthalle Gießen-Ost wird am frühen Samstagabend um 17:45 Uhr sein. Kommentator ist, wie schon beim vergangenen RIESEN-Gastspiel in der Volkswagenhalle, Jörg Dierkes.

Zahlenspiele zum 30. Spieltag

47 – Rebounds hat Jamel McLean seit seinem Wechsel nach Ludwigsburg gepflückt. Damit ist der 33-Jährige in dieser Kategorie die viertbeste Nachverpflichtung der Liga. Perry Jones (47), Arnas Velicka (50) und John Bryant (120) sammelten seither zwar mehr Rebounds, hatten dafür aber auch 12, 15 und 17 Spiele Zeit. McLean stand bisher erst in acht Spielen auf dem Parkett.

32 – EF stand im Anschluss an das Hinspiel hinter dem Namen von Jaleen Smith. Der Ludwigsburger Co-Kapitän machte gegen Gießen eines der besten Saisonspiele, kam auf einen Effektivitätswert von 32 und markierte 20 Punkte, 10 Rebounds, 5 Assists, 2 Steals sowie ein Plus-Minus-Wert von 17.

3 – fach markierten die MHP RIESEN Ludwigsburg in dieser Spielzeit 100 oder mehr Punkte. Gegen Gießen schrammten sie daran im Hinspiel (99:85) haarscharf vorbei.  

Infos

JobStairs GIESSEN 46ers vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Samstag, 24.04.2021, Tip-Off 18:00 Uhr

Sporthalle Gießen-Ost, Karl-Reuter-Weg 3, 35394 Gießen

live auf MagentaSport

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