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Category News Date 2021-10-06 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Dinamo Sassari 94:81

Veni, vidi, vici – Jonah Radebaugh legte gegen die Sarden von Beginn an eine absolute Topleistung auf. Foto: Sascha Walther / FIBA

Die MHP RIESEN Ludwigsburg gewinnen ihr erstes Vorrundenspiel der Basketball Champions League am Dienstagabend mit 94:81. Vor heimischer Kulisse feiern rund 1.000 Fans die Rückkehr auf internationales Parkett und einen Statement-Sieg in der „Todesgruppe“.

Nach zwei Niederlagen in der Fremde traten die Schwaben zu Beginn der neuen Woche wieder in ihrem Wohnzimmer auf das Spielfeld: Die erste Partie der Basketball Champions League nach knapp zwei Jahren trugen die Barockstädter vor heimischer Kulisse in der MHPArena aus. Die MHP RIESEN Ludwigsburg starteten dank eines 5:0-Laufs durch Jonah Radebaugh raketenähnlich – und damit bedeutend besser als zuletzt im nationalen Vergleich – in die Partie gegen Dinamo Banco di Sardegna Sassari. Gäste-Headcoach Demis Cavina reagierte daraufhin direkt mit der Auszeit, aus der die Italiener deutlich aufgefrischt zurückkamen, um den zuvor erspielten Vorsprung direkt wieder aufzuholen (9:8, 5‘). Unter anderem Rookie Jonathan Bähre antwortete im Namen der Barockstädter und markierte seine ersten Zähler in Gelb-Schwarz mit einem Dreier zur 10-Punkte Führung (20:10, 7‘). Aufgrund äußerst starken Reboundings (12) und hoher Trefferquoten (75 3P%) lagen die Barockstädter folgerichtig nach 10 gespielten Minuten verdient mit 15 Punkten in Front (27:12, 10‘).

Ein an diesem Abend überragend aufspielender Jonah Radebaugh war – für die MHP RIESEN offensiv und Dinamo Sassari defensiv – über die gesamte Partie hinweg, aber besonders in der ersten Hälfte Dreh- und Angelpunkt des Spielgeschehens. Die Nummer 12 der Ludwigsburger markierte nach 20 gespielten Minuten bereits 20 Punkte, dazu kamen jeweils zwei Rebounds, Assists und Steals, die am Ende entscheidend für den Sieg sein sollten. Auch deshalb gingen die Schwaben mit einer komfortablen 17 Punkte-Führung in die Halbzeitpause (53:36, 20‘).

Auch die ersten Punkte zum Auftakt in die zweite Spielhälfte gehörten erneut den MHP RIESEN. Der weitere Verlauf gestaltete sich dann allerdings erst ausgeglichen bis hin zum Vorteil der Sarden: Die zu diesem Zeitpunkt besten Punktesammler Tyus Battle (16), Christian Mekowulu (13) und Anthony Clemmons (10) verkürzten den Rückstand zum ersten Mal wieder auf unter 20 Zähler (66:50, 27‘). Einem 6:0-Lauf der Gäste gebot RIESEN-Headcoach John Patrick dann erst einmal mit einer Auszeit Einhalt (64:48, 25‘), woraufhin die Ludwigsburger zurück in die Spur fanden, sich einen einen angenehmen Vorsprung erhielten und auch das dritte von vier Vierteln für sich entschieden.

In den letzten zehn Minuten der Partie sahen sich die Ludwigsburger dann verstärkt unter Zugzwang. David Logan drehte auf Seiten der Sarden immer weiter auf, erzielte allein in diesem Spielabschnitt 8 Punkte. Mitte des Viertels musste dann auch noch Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann, der bis zu diesem Zeitpunkt wesentlichen Anteil an der Ludwigsburger Defensive genommen hatte (7 DReb), verletzungsbedingt das Feld verlassen. Kurz zuvor hatte ihn das Knie eines Gegenspielers im Hüftbereich getroffen. Aller guten Dinge sind drei – dachte sich auch Justin Simon bei seinem Basketball Champions League Debüt und markierte die gleiche Anzahl an Blocks in den letzten paar Spielminuten, um den Ausfall zu kompensieren (92:78, 39‘). Die Barockstädter spielen einen ordentlichen Einstand in den internationalen Wettbewerb konzentriert zu Ende und gewinnen am Ende verdient gegen Dinamo Sassari mit 94:81 das erste Vorrundenspiel der Gruppe A.

Am Sonntag treffen die MHP RIESEN Ludwigsburg zuhause auf den amtierenden Deutschen Meister: ALBA BERLIN ist am 10. Oktober zu Gast in der MHPArena. Die nächste Partie der Basketball Champions League findet am 13. Oktober 2021 auswärts in der Ukraine gegen BC Prometey statt.

 

 

Für Ludwigsburg spielten:

Jonah Radebaugh 24 Punkte (4 Rebounds / 5 Assists / 2 Steals) / Yorman Polas Bartolo 12 / Tremmell Darden 11 / Jonathan Bähre 11, Justin Simon 10 (5 Rebounds, 4 Assists, 4 Blocks), Jonas Wohlfarth-Bottermann 7 (11 Rebounds) / Jacob Patrick 7 / Jordan Hulls 6 / Lukas Herzog 3 / David Walker 3 / Emmanuel Ugbo und Paul Minjoth.

Für Sassari spielten:

David Logan 21 Punkte / Christian Mekowulu 19 (8 Rebounds) / Anthony Clemmons 17 / Tyus Battle 16 / Eimantas Bendzius 5 / Jason Burnell 3 / Stefano Gentile / Massimo Chessa / Luca Gandini und Giacomo Devecchi.

 

Statements

Demis Cavina | Headcoach Dinamo Banco di Sardegna Sassari:
Erst einmal meine Glückwünsche an John und sein Team – diese Niederlage ist taff. Ludwigsburg hat Großes vor und sie haben sehr gut gespielt. Was uns angeht: Wir haben genau das gleiche Spiel gespielt wie bereits vor drei Tagen gegen Brindisi. Der Ansatz war nicht schlecht, aber wir haben im ersten Viertel nicht mit der gleichen Energie beziehungsweise der richtigen Intensität gespielt, um Ludwigsburg auf Augenhöhe entgegenzutreten. Ich bin definitiv nicht zufrieden: In der ersten Hälfte müssen unsere Starter mit der richtigen Einstellung auf das Spielfeld kommen und herausfinden, welche Art von Spiel wir spielen müssen. Gerade wenn es um die Verteidigung geht. Wir haben zu viele offensive Rebounds zugelassen, sind der Eins-gegen-Eins-Verteidigung zum Opfer gefallen. In meinen Augen ist das nicht gut genug und darf nicht passieren. Wir haben eine bessere zweite Hälfte gespielt, aber die Fehler der ersten Hälfte konnten wir nicht mehr gutmachen.
John Patrick | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg:
Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir haben mit Sassari eine gute und solide Mannschaft geschlagen, mit Spielern individueller Klasse. Ich glaube, was den Unterschied heute gemacht hat war, dass wir mit genau der Einstellung aufgetreten sind, mit der wir spielen wollen. Wir haben Druck gemacht, unsere Angriffe umgesetzt. Den Ausschlag gegeben hat definitiv das erste Viertel, der Rest des Spiels war relativ ausgeglichen. Sassari ist im vierten Viertel noch einmal mit viel Aggressivität zurückgekommen und mir wäre es lieber gewesen, wenn wir damit besser umgegangen wären. Aber dieses Team mit 13 Punkten zu schlagen und die erste Hälfte so zu spielen, wie wir das getan haben; die Reaktion die beispielsweise Jonah und Tremmell gezeigt haben, nach den beiden Auswärtsniederlagen zuletzt – da ist es umso schöner, heute unseren „Wohnzimmer“ so zu verteidigen und mit einer Siegermentalität zu spielen.
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