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Hessen-Herausforderung am Doppelspieltag

Category News Date 2021-04-08

Jonas Wohlfarth-Bottermann machte im SKYLINERS-Trikot 56 Partien, für Ludwigsburg stand der RIESEN-Kapitän in bis dato 62 Pflichtspielen auf dem Parkett. Gegen Frankfurt musste er, und dies soll so bleiben, dabei noch nie das Parkett als Verlierer verlassen. Foto: Swen Pförtner.   

Für die MHP RIESEN Ludwigsburg geht es in den kommenden Tagen zweifach ans Eingemachte. Zum Auftakt des Doppelspieltags treffen die Schwaben am Sonntag (11. April 2021, Tip-Off 15:00 Uhr) auf Frankfurt. 53,5 Stunden später steigt das RIESEN-Gastspiel in Braunschweig.

„Wir konzentrieren uns in den nächsten Tagen auf uns“, erläuterte Oscar da Silva am Dienstagvormittag in der 16. Ausgabe des „Alles für Gelb“-Podcasts die Ausgangslage vor den beiden Partien gegen Frankfurt und Braunschweig. Der 22-Jährige beschrieb damit die festgelegte Marschroute zwar nur in Kurzform – aber dennoch treffend: Denn während die MHP RIESEN Ludwigsburg sich selbstverständlich in aller Ernsthaftigkeit und Akribie auf ihre Gegner vorbereiten, liegt der momentane Fokus im Trainingsbetrieb vor allem auf der Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit. Die Vorbereitungen für das Fernziel „Playoffs“ nehmen, nach der erfolgten Qualifikation, an Fahrt auf. Nicht, weil das nächste Spiel unwichtig wäre, sondern vielmehr, um den Zweiklang aus dem „Hier und Jetzt“ und „auf das, was noch kommt“ zu bewerkstelligen.

Besagte Gegenwart besteht bei den MHP RIESEN Ludwigsburg (auch) in dieser Spielzeit aus harter und konsequenter Arbeit sowie einem dauerhaften und verbindlichen Einsatz. Besonders in der laufenden Saison greifen die Rädchen dabei derart exzellent ineinander, dass die Schwaben im Verlauf des Aprils ihr viermonatiges Jubiläum an der Tabellenspitze der easyCredit BBL feiern werden. Seit dem 7. Spieltag respektive dem 20. Dezember führen sie die Beletage des deutschen Basketballs an. Weitere Erfolgserlebnisse sollen nun dafür sorgen, dass das bereits jetzt vortreffliche (Hauptrunden-)Werk weiter veredelt wird. Der sportliche Diamant soll weiter geschliffen (lies: mit Siegen angereichert) werden, weshalb der Blick einzig und allein auf die FRAPORT SKYLINERS gerichtet ist. Das bewährte Von-Spiel-zu-Spiel-Denken ist weiterhin an der Tagesordnung – und bei wieder an Fahrt aufnehmenden Hessen absolut angebracht.

Frankfurter Ausrufezeichen

Nach drei Niederlagen in Serie meldeten sich die Frankfurter am vergangenen Wochenende spektakulär zurück: Sebastian Gleim und sein Team besiegten die HAKRO Merlins Crailsheim 92:84, verhinderten zu diesem Zeitpunkt die vorzeitige Playoff-Qualifikation der Hohenlohe-Franken und hielten die eigene Minimal-Chance der Postseason-Teilnahme am Leben. Aktuell rangiert der letztjährige Playoff-Viertelfinalist auf dem neunten Rang. Der Abstand auf Bamberg (8.) beträgt zwar lediglich vier Zähler, verbunden mit den zwei noch nachzuholenden Partien der Franken und dem verlorenen Direktvergleich wird das Unterfangen aber keinesfalls einfacher. Aufgegeben wird sich in „069“ aber natürlich nicht: Mit weiteren Erfolgserlebnissen möchten die Frankfurter den Druck hochhalten und ihre Gelegenheit nutzen, falls sich noch eine ergibt.

Die starken Sechs

Ihre größten Hoffnungen setzen die Hessen dabei in Matt Mobley. Der zweitbeste Punktesammler der Liga (19.9 PpS) ist der Anführer eines Sextetts, welches in vielerlei Hinsicht die Verantwortung trägt. Neben Mobley (31:24 Minuten pro Spiel) stehen Jon Axel Gudmundsson (29:08 / 12.5 PpS), Rasheed Moore (27:46 / 10.3), Quantez Robertson (32:47 / 8.8), Michael Kessens (19:14 / 8.6) und Kamari Murphy (18:17 / 6.6) die meisten Minuten auf dem Parkett und bilden einen zusammengewachsenen, defensivstarken Mannschaftskern. In der Verteidigung sind die Hessen ein exzellentes Team, offensiv rangieren sie mit 77.3 Punkten pro Spiel auf dem 18. Rang. Angereichert wird der Mannschaftskern durch Erfahrung und aufstrebendes Spielerpersonal: Als Veteranen treten Marco Völler (32 Jahre / 135 Spiele in der easyCredit BBL), Joe Rahon (27 / 94) und Ex-RIESE Konstantin Konga (29 / 203), der aktuell kürzertreten muss, in Erscheinung. Sie sorgen für Stabilität und agieren mit der notwendigen Ruhe. Für frischen Wind sorgen vor allem Len Schoormann (18) und Bruno Vrcic (20), die durch qualitative Minuten regelmäßige Spielanteile erhalten. Jordan Samare (19) und Max Begue (20) kommen zumeist nur zu Kurzeinsätzen. Leistungsträger Richard Freudenberg fehlt bereits seit Saisonbeginn verletzungsbedingt, was ebenfalls ein Grund für die wechselhafte Form der Frankfurter ist.

50! | 14 … | 26?

Denn während in den Hessen das Potenzial schlummert, um die Top-Teams (siehe Crailsheim) zu ärgern, brachten sie ebenjenes zu selten in in Serie auf das Parkett. Nun sind sie, wenn noch etwas in Richtung Top-8-Platzierung gehen soll, zum Siegen verdammt. Ausrutscher können sich Gleims Schützlinge dahingehend keine mehr leisten.

Mit deutlich anderen Zielen und der dennoch gleichen Maßgabe gehen die Ludwigsburger nun in das Aufeinandertreffen des 27. Spieltags. Auch die MHP RIESEN möchten sich keine Niederlage leisten, um den tabellarischen Druck auf die Verfolger aus Crailsheim, Oldenburg, München und vor allem Berlin aufrecht zu halten. 50 Punkte haben die Schwaben momentan auf der Habenseite, 14 Zähler werden in der Hauptrunde noch ausgespielt. Zwei davon sollen am Sonntag her.

Klar ist dahingehend: Allen Akteuren hat das Durchatmen nach dem Auswärtssieg in Göttingen (90:81) gutgetan, die müden Beine wurden erfolgreich ausgeruht und Kräfte gesammelt. Die Ludwigsburger sind bereit für weitere, kämpferische Aufeinandertreffen – und diese scheinen gegen Frankfurt garantiert. Der „Intensitätsgipfel“ der easyCredit BBL verspricht Spannung, Leidenschaft und Defensive. Neun der letzten zehn Duelle gewannen dabei die Schwaben. Am Wochenende soll der sechste Liga- und der zehnte Frankfurt-Sieg in Serie gefeiert und die Tabellenführung gefestigt werden. Es wäre gleichzeitig der 26. Erfolg der laufenden Spielzeit – und damit die Einstellung der 2017/2018 aufgestellten Bestmarke. Der 40-minütige Einsatz könnte entsprechend in vielerlei Hinsicht Beachtung finden. Alle Eventualitäten treten natürlich nur bei einem Heimerfolg ein. Also: Vollgas geben und dann um die Bilanz kümmern.

Ludwigsburg im Free-TV

Nachdem das Bild beim Weißenfels-Heimspiel während des Spiels – zum Frust aller Beteiligten – schwarz blieb und erst mit Verzögerung auf den bekannten Kanälen bereitgestellt wurde, arbeiteten die Kolleg:innen von MagentaSport in den vergangenen anderthalb Wochen mit einer internen Fehleranalyse und Aufarbeitung des Geschehen respektive Nicht-Geschehenen mit Hochdruck daran, dass sich das Ganze nicht wiederholen wird.

In der seit Jahren gewohnt erstklassigen Art und Weise wird es entsprechend am Sonntag ab 14:45 Uhr #LUDFRA auf allen bekannten Kanälen zu sehen geben. Sebastian Ulrich kommentiert das Aufeinandertreffen, welches es nicht nur bei MagentaSport, sondern auch im Free-TV zu sehen geben wird: SPORT1 überträgt das Sendebild aus dem größten Wohnzimmer der Stadt – hinein in die Wohnzimmer der Republik.

Zahlenspiele zum 27. Spieltag

4124 – Tage wird am Sonntag das erste Duell zwischen Ludwigsburg und Quantez Robertson zurückliegen. Der 36-Jährige ist bekanntermaßen ein absolutes Liga-Urgestein. Das erstmalige Aufeinandertreffen entschieden Robertsons Frankfurter anno 2009 für sich, David McCray legte den US-Amerikaner (3 Punkte) dabei an die Kette.

496 – Freiwürfe hat Jamel McLean in der easyCredit BBL in 105 Spielen bisher verwandelt. Mit vier weiteren Treffern würde er damit ein kleines Jubiläum feiern.

8 – fach erzielten die MHP RIESEN gegen die FRAPORT SKYLINERS (in 39 Aufeinandertreffen) mehr als 90 Punkte. Letztmals wurde diese Marke, im eigentlich defensivgeprägten Duell, im Hinspiel überboten.

Infos

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. FRAPORT SKYLINERS

Sonntag, 11.04.2021, Tip-Off 15:00 Uhr

MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg

live auf MagentaSport

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