#ihrundwir
Jetzt Tickets sichern!

In reduzierter Zahl am Ende überlegen

Category News Date 2022-03-31 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. SYNTAINICS MBC 77:75

Die MHP RIESEN Ludwigsburg feiern gemeinsam nach dem Spiel den verdienten Sieg gegen den SYNTAINICS MBC. Foto: Tatjana Klee. 

Trotz stark dezimierten Kaders sichern sich die MHP RIESEN Ludwigsburg in einem hart umkämpften Spiel gegen den SYNTAINICS MBC in den Schlusssekunden einen beeindruckenden 77:75-Sieg. Im Duell zur Wochenmitte mussten die Barockstädtern auf sieben Spieler der Stammrotation verzichten, deren Fehlen die restlichen Mannschaftsmitglieder mit ungebrochener Motivation und Willensstärke für den sechsten easyCredit BBL-Erfolg in Serie kompensierten. Topscorer der Partie ist ein konzentrierter Jonah Radebaugh mit 21 Punkten, 5 Rebounds und 7 Assists.

Die Krankheitswelle im Kader der MHP RIESEN Ludwigsburg machte auch nach dem Heimsieg gegen Braunschweig am vergangenen Sonntag keinen Halt: Neben Tremmell Darden (Wadenprobleme) standen für die Partie gegen den SYNTAINICS MBC auch Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann, Yorman Polas Bartolo, Tekele Cotton, James Woodard, Jonathan Bähre und Jacob Patrick krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. „Wir haben damit aktuell ein riesiges Problem: Ethan ist deswegen zuletzt bereits komplett ausgefallen und diejenigen, die heute fehlen, sind alle nicht einsatzfähig“, klärt Headcoach John Patrick über die aktuelle Kadersituation auf. „Bei dem engen Terminplan können wir es uns allerdings nicht leisten Spiele abzusagen, erst recht mit den internationalen Verpflichtungen. Wir hoffen, dass uns alle bald wieder zur Verfügung stehen – deswegen ist der Sieg heute umso wichtiger.“

Diesen mussten sich die Gelb-Schwarzen mit dezimiertem Aufgebot über 40 Minuten hart erkämpfen. Neben den sieben gesunden Spielern standen John Patrick an diesem Abend zur Entlastung und Unterstützung zunächst aber vier mit Doppellizenz ausgestattete Akteure der Porsche Basketball-Akademie zur Verfügung: Mit Emmanuel Ugbo, Luis Nonfon, Paul Minjoth und Eduard Roschnafsky füllten die MHP RIESEN gegen den SYNTAINICS MBC zumindest ein 11 Mann-Aufgebot. Trotz aller Widrigkeiten starteten die Barockstädter äußerst stark in die Partie. Ethan Happ setzte seine Athletik in vollem Umfang unter dem Korb ein und bescherte den Schwaben die ersten Zähler (4:2, 2‘). Nach einem kurzen Schlagabtausch legten sich die MHP RIESEN dann, angeführt von Jonah Radebaugh (11 Punkte, 57 FG%), ordentlich ins Zeug und zogen den Gästen aus Sachsen-Anhalt zunächst in einem 15:0-Lauf davon (22:9, 8‘). Die deutliche Führung konnten die Hausherren dann auch dank einer starken Feldtrefferquote (60 2P%), keinem einzigen Ballverlust und Ethan Happ, der mit 7 Punkten und 6 Rebounds nach den ersten 10 Minuten bereits fast ein Double-Double verzeichnete, mit in die Verschnaufpause nehmen (28:16, 10‘).

Der SYNTAINICS MBC, der auf der anderen Seite in voller Mannesstärke nach Ludwigsburg gereist war, wollte die wichtigen Punkte im Abstiegskampf allerdings nicht einfach so aufgeben: Dabei kamen die Gäste vor allem über A.J. English (10 Punkte / 100 FT%), Goran Huskic (8 Punkte / 5 Assists) und Reggie Upshaw (7 Punkte) zurück, das gesamte Wolfsrudel arbeitete hart in der Defensive und vor allem am Brett (6:11 Rebounds in Q2). Was im ersten Viertel für die MHP RIESEN funktionierte, schafften die Wölfe nun erfolgreich zu unterbinden und zu kontern. Sie forcierten direkt 3 gelb-schwarze Turnovers hintereinander, generierten 12 Punkte in der Zone und 8 aus den sich ergebenden zweiten Chancen. Über die gesamten 10 Minuten sicherten sich die Weißenfelser nicht nur das Viertel (14:23), sondern arbeiteten sich dadurch bis auf lediglich 3 Zähler heran (42:39, 20′).

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von MHP RIESEN Ludwigsburg (@mhp_riesen)

Nach dem Gang in die Kabinen knüpfte der SYNTAINICS MBC zunächst da an, wo er vor der Pause aufgehört hatte und erzwang schnell den ersten Führungswechsel seit Beginn der Partie (44:45, 22‘). Doch das Ludwigsburger Aufgebot ließ sich davon nicht beeindrucken: Unermüdlich arbeitete das Team von Headcoach John Patrick weiter, um sich in einem 6:0-Lauf zunächst den Ausgleich und dann die Führung zurückzuholen (54:48, 24‘). Ethan Happ (15 Punkte) und Jonah Radebaugh (6 Assists) übernahmen erneut in der Offensive die großen, aber auch die kleinen Dinge, Rawle Alkins sicherte zudem am defensiven Ende wichtige Bälle. Den richtigen Input brachte auch heute wieder die Bank, von wo Justin Simon, Lukas Herzog aber vor allem Johannes Patrick im dritten Viertel immer wieder wichtige Impulse setzten. Dabei waren die MHP RIESEN jetzt vor allem in der Zone aktiv, erzielten dort alle 20 Punkte dieses Spielabschnitt und ließen auf der Gegenseite nur 16 zu (62:55, 30‘).

Während English, Upshaw und Rebic auf Seiten der Wölfe im Schlussabschnitt noch einmal alles in ihrer Macht Stehende versuchten den Ludwigsburgern entgegenzusetzen, hielt die Rumpftruppe der Barockstädter weiterhin wie wild dagegen: Happ machte das Double-Double perfekt (17 Punkte / 10 Rebounds), Alkins netzte weiter wichtige Treffer ein (75 2P%), Justin Simon fischte weiter am Brett ab (7 Rebounds) und Jonah Radebaugh verteilte die Bälle an die richtigen Endabnehmer (7 Assists). Darüber hinaus forcierten die Gelb-Schwarzen bei den Gästen noch einmal 5 Turnovers und sicherten sich insgesamt am Ende 15 Ballbesitze mehr als die Weißenfelser. Über die Defensive verschafften sich diese in der Crunchtime dann einen kleineren Vorteil und ein schmerzhafter Treffer von Reggie Upshaw konfrontierte die Schwaben 60 Sekunden vor Schluss mit einem 4-Punkte-Rückstand. Doch die Konzentration blieb bei allen Beteiligten hoch: Mit der richtigen Abgezocktheit netzten zuerst Jordan Hulls und dann Jonah Radebaugh die wichtigen Distanztreffer ein, letzterer im finalen gelb-schwarzen Angriff 12 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr. Der nach der abschließenden Auszeit der Wölfe ausgeführte Spielzug lieferte für sie auch durch einen letzten Steal von Justin Simon nicht das gewünschte Ergebnis und die Gelb-Schwarzen gewannen an diesem Abend entgegen allen Vorzeichen ein hochspannendes Spiel gegen die Wölfe aus Weißenfels mit 77:75.

„Ich habe den Ball gefangen und hatte Platz. Auch wenn ich in der zweiten Hälfte noch keinen meiner Würfe getroffen hatte, nehme ich so einen Wurf trotzdem. Egal ob ich 7/7 oder 0/7 treffe – wenn ich die Chance habe, dann mache ich ihn. Ich habe die Situation kurz analysiert, abgedrückt und er ist Gott sei Dank ins Netz gegangen“, sagt der RIESEN-Topscorer Jonah Radebaugh selbst über seinen Gamewinner. Im Hinblick auf die aktuelle Krankheitssituation: „Die Jungs, die heute Abend nicht dabei sein konnten, haben gesehen, was wir geleistet haben – und werden trotzdem zurückkommen und uns mit allem, was sie haben, noch zusätzlich unterstützen. Egal ob krank oder verletzt: Wir geben immer 100%.“

Diese 100% werden auch am Wochenende gefordert sein, wo die MHP RIESEN Ludwigsburg bereits am Samstag (2. April, 20.30 Uhr) auf den Tabellenersten aus Bonn treffen. Das Hinspiel entschieden die Gelb-Schwarzen im Oktober 2021 vor heimischer Kulisse mit 91:86 für sich. Vom Spitzenspiel in der easyCredit Basketball Bundesliga geht es für die Mannschaft von Headcoach John Patrick direkt weiter nach Rumänien, wo sie sich am Dienstag in Spiel 1 der Basketball Champions League Viertelfinalserie der Konkurrenz aus Cluj-Napoca stellen und den Matchball für das Heimspiel am 13. April sichern wollen.

Heimspiele gegen Ulm und Cluj

Zuhause geht es für die MHP RIESEN am 9. April 2022 mit dem Schwabenderby weiter: ratiopharm ulm ist dann um 20.30 Uhr zu Gast in der MHPArena – Tickets für den letzten easyCredit BBL-Besuch von Per Günther und dem wichtigen Matchup im Rennen um die Playoff-Platzierungen gibt es unter riesen-tickets.de. Karten für Spiel 2 der Viertelfinal Best-of-Three Serie in der Basketball Champions League gegen U-BT Cluj-Napoca gehen am Donnerstag, 31. März um 10.00 Uhr in den freien Verkauf. Bei beiden Spielen setzen die Barockstädter auf zahlreiche Unterstützung auf den Rängen im eigenen Wohnzimmer.

 

Für Ludwigsburg spielten:

Jonah Radebaugh 21 Punkte (5 Rebounds, 7 Assists) / Ethan Happ 17 (10 Rebounds, 3 Steals) / Rawle Alkins 15 (6 Rebounds, 4 Steals) / Jordan Hulls 11 / Justin Simon 8 (7 Rebounds) / Lukas Herzog 3 / Johannes Patrick 2 / Luis Nonfon und Emmanuel Ugbo.

Für Weißenfels spielten:

Reggie Upshaw 18 Punkte (9 Rebounds, 4 Assists) / Albert Jay English 16 (4 Assists) / Goran Huskic 16 (6 Rebounds, 8 Assists) / Nikola Rebic 9 (5 Rebounds, 4 Assists) / Jamel Morris 8 / Sergio Kerusch 5 / Kostja Mushidi 3 / Radii Caisin / John Bryant und Behnam Yakhchali.

Statements

Igor Jovovic | Headcoach SYNTAINICS MBC:
“Glückwunsch an Ludwigsburg zum Sieg – das war über 40 Minuten ein harter Wettstreit. Wenn wir am Ende das Spiel gewonnen hätten, wäre das unverdient gewesen. Beide Teams haben hart verteidigt und sich gegenseitig herausgefordert, sowohl im Rebounding als auch bei den Kleinigkeiten. Wir haben langsam angefangen, uns von der Situation einnehmen lassen und zu viele Turnovers geleistet. Nach und nach haben wir uns eingewöhnt und die richtige Balance und gute Positionen für uns gefunden. Wir haben uns bis zum Ende gut gehalten. Die Qualität von Radebaugh und auch Hulls, die zwei wichtige Würfe getroffen haben, haben letztendlich das Spiel entschieden, genau wie der letzte Angriff, der nicht nach Plan gelaufen ist. Noch einmal meinen Glückwunsch an Ludwigsburg.“
John Patrick | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg:
„Ich bin wirklich sehr stolz: Ohne sieben Stammspieler haben wir einen Weg gefunden, um zu gewinnen. Ethan [Happ] hat nach seinem krankheitsbedingten Ausfall zuletzt ein wirklich starkes Spiel gemacht. Wie Coach Jovovic bereits gesagt hat: Die zwei Dreier am Ende sind dramatisch, zeugen aber auch von Qualität und Selbstvertrauen. Schon die ganze Saison sind Jordan und Jonah unser Leader. Wir hatten heute Probleme Upshaw zu kontrollieren, auch Rebic hat ein super Spiel gemacht und vor allem Huskic. Dennoch: Wir haben einen Weg gebraucht und einen gefunden – darüber bin ich wirklich stolz und sprachlos.“
Back