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Kein (April-)Scherz: Die Wölfe kommen

Category News Date 2021-03-30

15 Punkte, 7 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals, eine Effektivität von 22 und ein Plus-Minus-Wert von 17: Jamel McLean machte gegen medi bayreuth sein bestes Spiel im RIESEN-Trikot und stellte unter anderem Nationalspieler Andreas Seiferth in den Schatten. Nun möchte er auch gegen Weißenfels seine aufsteigende Form beibehalten. Foto: Tatjana Klee.

In der vorgezogenen Partie des 29. Spieltags empfangen die MHP RIESEN Ludwigsburg am Donnerstagabend (01. April 2021, Tip-Off 20:30 Uhr) den SYNTAINICS MBC. Mit einem Sieg gegen die auf Platz 16 rangierenden Sachsen-Anhalter möchten die Schwaben den Druck auf die Konkurrenz erhöhen.

Vier Wochen, sechs Partien: Der Blick auf den RIESEN-Spielplan im April ist identisch zum März. Erneut werden die Schwaben mehrere Partien unter der Woche zu absolvieren haben. Erneut bleibt wenig Zeit, um Kraft zu tanken. Erneut werden die Gegner hochmotiviert ins Duell gegen den Tabellenführer gehen.

Anders als im soeben zu Ende gehenden Monat, hier hatten die Ludwigsburger Nachholspiele gegen Chemnitz und Würzburg auf der Agenda, liegen die Gründe dafür aber nicht in der Länderspielpause oder Infektionen des Gegners, sondern an der Endrunde des MagentaSport BBL Pokals und am generellen Spielplan der easyCredit BBL. Denn einerseits hat das Kölner Liga-Büro das Wochenende des 17./18. April „freigeräumt“, um den Fokus auf das TOP FOUR des Pokals zu legen, andererseits findet der 28. Spieltag gesammelt unter der Woche statt, um die Schlagzahl weiterhin hochzuhalten und die Hauptrunde Anfang Mai geplant beenden zu können. Die Ärmel bleiben hochgekrempelt, die Fokussierung unverändert.

Vier Spiele mit vergleichbarer Ausgangslage

Im Gegensatz zur Ausgangslage von vor vier Wochen sind die Ludwigsburger mittlerweile für die Playoffs qualifiziert, gewannen die Spitzenspiele gegen Oldenburg und Ulm und bauten (auch) dadurch ihre Tabellenführung aus. Nach den siegreichen Duellen in Würzburg (72:82 / 15.) und gegen Bayreuth (97:92 / 10.) folgen nun weitere Spiele gegen Mannschaften aus dem erweiterten Mittelfeld der Liga: Weißenfels (01.04 / 17.), Göttingen (05.04. / 11.), Frankfurt (11.04. / 9.) und Braunschweig (13.04. / 13.) werden sich den Schwaben in den kommenden vier Partien entgegenstellen.

Die Barockstädter erlebten am Sonntag dabei am eigenen Leib, dass die klare tabellarische Ausgangslage nicht unbedingt ein Indikator für die Stärke des Gegners ist. Bayreuth begegnete den Ludwigsburgern über das komplette Spiel auf Augenhöhe. Der Sieg der Gelb-Schwarzen war schlussendlich verdient – aber knapp.

Der nominell schwerste Spielplan der Liga

Entsprechend gewarnt geht der Tabellenführer allgemein in den April und speziell in das vermeintlich ungleiche Duell mit dem SYNTAINICS MBC. Dieser belegt aktuell den 16. Tabellenplatz und kassierte zuletzt fünf Pleiten in Serie. Mit Blick auf den Spielplan seit Mitte März – @ Hamburg, vs. Berlin, vs. Bamberg, @ München, @ Berlin – wird aber schnell klar, dass diese Niederlagen nur bedingt einen generelle Negativspriale bedeuten. Schwerer hätte es die Sachsen-Anhalter kaum treffen können. Vor allem deshalb nicht, weil nach dem kurzfristigen Abgang von Kapitän David Brembly (Zielona Góra) zuletzt auch Nemanja Nadjfeji und Aleksandar Marelja mit Knieproblemen nicht einsatzbereit waren und die Februar-Neuzugängen Cat Barber sowie Deron Washington zusätzlich integriert werden mussten. Dennoch zogen sich Headcoach Silvano Poropat und seine Mannen stets achtbar aus der Affäre, kratzten in München gar am Favoritensturz. In den kommenden Wochen möchten die „Wölfe“ nun die noch nötigen Siege einfahren, um den Klassenerhalt zu sichern und Vechta sowie Gießen endgültig abschütteln.

Verlassen können sich die Weißenfelser bei der Jagd nach dem achten Saisonsieg auf gleich drei Guards: Michal Michalak (20.0 PpS, 4.0 RpS, 2.9 ApS), Quinton Hooker (12.9, 3.1, 5.3) und Roko Rogic (10.3, 2.5, 3.8) bilden ein korbgefährliches Trio, welches permanent offensive Gefahr ausstrahlt. Beim Ludwigsburger 93:80-Hinspielerfolg machte Rogic sein bestes easyCredit BBL-Spiel – er vertrat den damals verletzten Michalak ausgezeichnet.

Der polnische Liga-Topscorer ist schon seit längerer Zeit wieder fit und weiterhin in guter Verfassung. Gut drauf sind auch die Dauerbrenner Sergio Kerusch, Kyndahl Hill und Philipp Hartwich, die als Rollenspieler wichtige Minuten bringen und dazu beitragen, dass Weißenfels mit 84 erzielten Zählern pro Spiel eine playoff-würdige Offensive ins Rennen schickt. Defensiv sind die Sachsen-Anhalter derweil verbesserungswürdig unterwegs. Durchschnittlich 90.6 zugelassenen Punkte sorgen dafür, dass der SYNTAINICS MBC im Tabellenkeller feststeckt. Wobei dieses Bild trügerisch ist: Der Rückstand auf die neuntplatzierten Frankfurter beträgt sechs Punkte, der Vorsprung auf Platz 17 und Vechta ebenfalls. Der weitere Fortgang der Spielzeit hängt entsprechend davon ab, wie viele Siege Poropat und seine Mannen noch bis Quasimodogeniti einfahren. Sollte bis zum zweiten Sonntag der Osterzeit kein Erfolgserlebnis hinzukommen, könnte die Spannung bis 34. Spieltag anhalten.

Die Zielsetzung: Punkte und Kräfte sammeln

Aus Sicht der MHP RIESEN Ludwigsburg waren die vergangenen Wochen nicht nur spannend, sondern auch erfolgreich: Mehrfach entschieden sie die Partien in der „Crunchtime“ für sich, regelmäßig waren sie zur richtigen Zeit voll da. Nun wagen sie auch im April den Spagat. Einerseits sollen Jamel McLean und Oscar da Silva weiter integriert und Erfolgserlebnisse auf dem Weg zur bestmöglichen Hauptrunden-Platzierung gefeiert werden, andererseits die Kräfte sinnhaft aufgeteilt und der beste Basketball bekanntermaßen erst im Mai gespielt werden.

Vor dem deutsche Vize-Meister liegen, beginnend mit dem Weißenfels-Heimspiel, erneut zwei intensive Wochen, in denen die momentan vorhandene Tabellenkonstellation im Hinblick auf den Mai ausgebaut werden soll. Mit der notwendigen Konzentration und großem Erfolgshunger geht es in den April, den idealerweise drittletzten Monat der Saison 2020/2021. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen sind die MHP RIESEN dabei nicht in Nachholpartien zum Nachlegen aufgefordert. Während Berlin und München noch in der Turkish Airlines EuroLeague aktiv sind und den 29. Spieltag zu einem späteren Zeitpunkt spielen werden, können die Schwaben vielmehr gegen Weißenfels vorlegen und demnach, mit einem Sieg, Karfreitag ohne sportliche Leiden erleben.

Zahlenspiele zum 29. Spieltag

88.9 – Zähler markierten die Ludwigsburger in den vergangenen sieben Spielen gegen durchschnittlich Weißenfels. Defensive Prägungen standen im Duell gegen den SYNTAINICS MBC in letzter Zeit demnach nicht im Vordergrund.

49 – Blocks hat Jamel McLean auf deutschem Boden bislang erzielt. Gegen Bayreuth gab es am Sonntag einen der sehenswertesten Abwehrversuche. Mit einem weiteren Block würde McLean auf Platz 21 der aktiven (und besten) Shotblocker der Beletage des deutschen Basketballs vorrücken.

5 – Heimspiele gegen Weißenfels, fünf Siege: Gegen kaum eine Mannschaft der easyCredit BBL ist die schwäbische Siegesserie im eigenen Wohnzimmer länger.

Infos

MHP RIESEN Ludwigsburg vs. SYNTAINICS MBC

Donnerstag, 01.04.2021, Tip-Off 20:30 Uhr

MHPArena, Schwieberdinger Straße 30, 71636 Ludwigsburg

live auf MagentaSport

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