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Ludwigsburg ist Vize-Meister!

Category News Date 2020-06-28 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. ALBA BERLIN 74:75

Die MHP RIESEN Ludwigsburg liefern ALBA BERLIN auch im Final-Rückspiel einen großen Kampf, unterliegen ersatzgeschwächt zwar 74:75, können sich am Ende aber über die beste Saison der Vereinsgeschichte und die Vize-Meisterschaft freuen.

Grenzenlose Freude, trotz der knappen Niederlage: Die MHP RIESEN Ludwigsburg freuen sich über die Vize-Meisterschaft und „ihren“ MVP Marcos Knight. Foto: Ulf Duda.  

Wie schon am Freitagabend musste Headcoach John Patrick vor dem Tip-Off auf einige seiner Akteure verzichten: Neben Marcos Knight, der nicht rechtzeitig fit geworden war, fehlten im Rückspiel nun auch Zamal Nixon und Cameron Jackson im schwäbischen Aufgebot. Die drei pausierenden US-Amerikaner sahen von ihren Plätzen hinter der LED-Bande, wie Jaleen Smith von Beginn an viel Verantwortung trug: Der 25-Jährige markierte die ersten vier RIESEN-Zähler und sorgte so für die Ludwigsburger Führung (4:2, 3. Spielminute). Diese sollte auch in den folgenden Minuten Bestand haben – bis Marcus Eriksson heiß lief. Der Schwede sorgte, wie schon im Hinspiel, für sechs Punkte von Downtown, damit für den Führungswechsel und die erste Patrick-Auszeit der Partie (9:11, 7.). Obwohl die Ludwigsburger in der Folge noch einmal zum Ausgleich kamen, zog ALBA BERLIN mehr und mehr das Tempo an und setzte sich auf zehn Zähler ab (11:21, 10.).

Zum Start der zweiten zehn Minuten war es dann, wie ebenfalls im Hinspiel Jacob Patrick, der aus der 6,75-Meter-Distanz erfolgreich verkürzte. Doch der 16-Jährige, der einer von fünf U19-Spielern im Kader der Schwaben war, hatte in der Folge das Nachsehen: Berlin provozierte im Stile einer Top-Mannschaft zahlreiche Ludwigsburger Fehler, suchte die siegbringenden Mismatches und kam vor allem durch Landry Nnoko zum Korberfolg (23:34, 16.). Kurz darauf begannen jedoch die Minuten von Thomas Wimbush. Der US-Amerikaner versenkte drei Würfe in Serie arbeitete, gemeinsam mit Lukas Herzog, am Beginn einer Aufholjagd. Trotz dessen, dass die Schwaben gut im Spiel waren, gehörte der Schlusspunkt der ersten Halbzeit dann wieder einem Berliner: Malte Delow stellte mit dem Ertönen der Schlusssirene auf +7 (35:42, 20.).

Ludwigsburg spielt stark, Berlin behält den Fokus

Auch der Start in die letzten zwanzig Minuten der Saison verlief für die Ludwigsburger dann denkbar schlecht: Martin Hermannsson und einmal mehr Eriksson netzten erfolgreich aus der 6,75-Meter-Distanz ein, einzig Wohlfarth-Bottermann hielt aus Sicht der MHP RIESEN mit vier Zählern effizient dagegen. Anders als befürchtet konnten sich die Hauptstädter aber nicht weiter absetzen: Wimbush und Nick Weiler-Babb fanden die benötigten Antworten und stoppten den Lauf der „Gäste“. Dennoch wurde mit zunehmender Spielzeit der Berliner Gesamtsieg klarer und deutlicher, denn die Hauptstädter machten die vielen kleinen, notwendigen Dinge richtig. Während die MHP RIESEN zwar kämpferisch bestimmend, spielerisch aber etwas limitiert waren, trat Berlin wieder auf das sprichwörtliche Gaspedal (54:67, 30.).

Doch angeführt von Smith, der sich wie auch seine Teamkameraden nicht geschlagen gab, kamen die Ludwigsburger in den Schlussminuten noch einmal heran: Sie ließen nicht mehr locker, spielten energisch und leidenschaftlich und negierten den Rückstand stückweise. Trotz eines guten Spiels und eines exzellenten Schlussviertes (20:8) sollte es nicht mehr zum Turnaround kommen: Ludwigsburg verlor die Partie knapp (74:75) und die Serie deutlich (139:163) – und konnte sich am Ende dennoch über den Abschluss der besten Saison der Vereinsgeschichte freuen. Die MHP RIESEN trugen sich mit der Vize-Meisterschaft in die Annalen der Klubhistorie ein und konnten sich zudem über einen wahren MVP in ihren Reihen freuen. Marcos Knight erhielt nach der Final-Partie die Trophäe als bester Spieler des Final-Turniers.

Auf die Ludwigsburger Basketballer wartet nun, vor dem endgültigen Saisonende, noch die offizielle Saisonabschlussparty: Am Montagabend feiern die MHP RIESEN, gemeinsam mit ihren Fans, Partnern und Sponsoren, eine grandiose Spielzeit, ein exzellentes Team und eine herausragende Vize-Meisterschaft.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: Thomas Wimbush 19 Punkte/8 Rebounds, Jaleen Smith 15/4/6 Assists/5 Steals, Nick Weiler-Babb 14/11/5, Lukas Herzog 8, Jonas Wohlfarth-Bottermann 7, Teyvon Myers 5, Jacob Patrick 3, Hans Brase 3, Johannes Patrick, Radii Caisin, Ariel Hukporti und Christian von Fintel.

Für Berlin spielten: Niels Giffey 14 Punkte, Martin Hermannsson 14, Marcus Eriksson 13, Landry Nnoko 12, Johannes Thiemann 7, Kenneth Ogbe 6, Peyton Siva 3, Malte Delow 3, Rokas Giedraitis 3, Jonas Mattisseck, Lorenz Brenneke, Luke Sikma.

Statements

Aito Garcia Reneses | Headcoach Berlin
"Es ist sehr schwierig ein Spiel mit Emotionen zu spielen, wenn man permanent an die Meisterschaft denkt. Man denkt immer mehr an die Zukunft, weniger an dem Moment. Dennoch haben wir es geschafft uns zu konzentrieren und die Meisterschaft zu gewinnen. Darüber bin ich sehr glücklich."
 John Patrick | Headcoach Ludwigsburg
"Erst einmal Gratulation an Coach Aito [Garcia Reneses] und die Berliner Mannschaft, sie haben die Meisterschaft vierdient geholt. Ich bin unglaublich stolz auf unsere Saison. Wir haben immer alles gegeben, wir haben keine Ausreden gesucht, unser U19-Team ist ungeschlagen geblieben und zudem von der 2. in die 1. Regionalliga aufgestiegen. Diese Jungs haben uns im Turnier sehr geholfen. Kompliment an alle, an meine Spieler, an den Staff. Wir werden heute und morgen Abend eine große Feier haben. Auch wenn wir dieses Finale verloren haben, waren wir in diesem Turnier für zwei Überraschungen gegen München und Ulm gut. Heute war Berlin einfach besser."