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NINERS bringen RIESEN als Team zu Fall

Category News Date 2021-11-06 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. NINERS Chemnitz 74:76

Starke Leistung des Youngsters am Freitagabend: Jacob Patrick legte gegen die Sachsen 8 Punkte, 2 Steals und 1 Assist auf. Foto: Tatjana Klee. 

An einem gebrauchten Abend müssen die MHP RIESEN Ludwigsburg ihre erste Niederlage vor heimischer Kulisse einstecken und damit die erste Hauptrundenniederlage in der MHPArena nach 29 Siegen: In einem hart umkämpften Spiel verlieren die Schwaben nach einer Aufholjagd am Ende knapp mit 74:76 gegen die NINERS Chemnitz. Auch mit 2.294 Zuschauern im Rücken können die RIESEN das Ruder am Ende nicht mehr herumreißen.

Nach drei Siegen in Folge stellten sich die MHP RIESEN Ludwigsburg am Freitagabend zum Auftaktspiel des 7. Spieltags einem kampfbereiten Chemnitzer Team: Die Gäste waren an diesem Tag in voller Besetzung und mit dem Ziel angereist, sich den ersten Sieg gegen die Ludwigsburger und in der MHPArena zu sichern. Dies setzten sie von Beginn an um, sicherten sich nicht nur den ersten Ballbesitz, sondern auch die ersten 4 Punkte der Partie. Gestoppt wurde der erfolgreiche Einstieg der Gäste dann zunächst durch Justin Simon, bevor ein weiterer 0:4-Lauf die Ludwigsburger in die erste Auszeit zwang. Auch nach dieser sollten es erst die NINERS sein, die erneut zu Punkten kamen, bevor die Barockstädter ihren Weg in die Partie fanden und sich mit den Gästen auf Augenhöhen messen konnten. Wichtiger Impulsgeber war vor allem zu Beginn des Spiels Youngster Jacob Patrick, der erst den wichtigen Dreier und dann einen Freiwurf traf (15:18, 8‘). Ein eingenetzter Distanzwurf von Jordan Hulls brachte die MHP RIESEN dann wieder bis auf zwei Zähler heran, bevor ein ebenso sicherer 3-Punkte-Wurf von Malte Ziegenhagen einen 20:25-Spielstand der ersten zehn Minuten beschloss. Deutlich zu wenige Abschlüsse, kaum Treffer von jenseits der Dreierlinie und ein deutlich besseres Zusammenspiel der Chemnitzer (bereits zu diesem Zeitpunkt teamübergreifend 10 Assists) waren dabei ausschlaggebend für den Rückstand.

Die Gäste erwischten  einen deutlich besseren Start in den zweiten Spielabschnitt, den erst ein Block durch Justin Simon unterbinden konnte. Bei dieser Aktion verletzte sich allerdings NINERS-Guard Nelson Weidemann am Handgelenk und musste für weitere Untersuchungen die MHPArena verlassen. Nach einer durch Coach Patrick genommenen Auszeit fanden die Ludwigsburger nun endlich ihren Rhythmus: Ein Dreier von Rawle Alkins, ein Mitteldistanzwurf durch Jonah Radebaugh und ein Korbleger von Justin Simon führten zum lang ersehnten ersten Ausgleich im Spiel (29:29, 15‘). Getroffene Freiwürfe durch Alkins brachten die Gastgeber dann sogar kurzzeitig in Führung (31:30, 16‘). Nach einem unsportlichen Foul gegen Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann entwickelte sich ein relativ hektisches Hin und Her, bei dem sich beide Mannschaften auf dem Feld nichts schenkten. Die Schwaben passten nun ihre Wurfquoten weitestgehend an die der Gäste an, arbeiteten sauberer an beiden Enden des Feldes und schafften so den Gleichstand zur Halbzeit (40:40, 20‘).

Aus der Pause heraus führten die beiden Mannschaften den zuvor begonnenen Schlagabtausch zunächst fort. Nach dem zuvor bereits aufgrund von Schüttelfrost und Atemproblemen nicht mehr spielfähigen Kapitän Wohlfarth-Bottermann musste in diesem Viertel dann auch Jonathan Bähre aufgrund gleicher Symptome das Spielfeld verlassen. Beide sollten auch im restlichen Spiel  nicht mehr zum Einsatz kommen und fehlten der Mannschaft ab diesem Zeitpunkt vor allem am defensiven Ende. Auf der Gegenseite spielten die Sachsen ihren Joker in Form des bis dahin eher unauffälligen Gerald Robinson aus: Dieser schenkte den Ludwigsburgern zum Viertelende starke 8 Punkte innerhalb nur eineinhalb Minuten ein und baute die Chemnitzer Führung vor dem Schlussabschnitt ordentlich aus (53:61, 30‘).

Die von Jacob Patrick getroffenen Freiwürfe sowie ein Dunk von Rawle Alkins brachte in den letzten 10 Minuten die nötige gelb-schwarze Energie zurück auf das Spielfeld (60:67, 33‘). Tremmell Darden leitete mit 5 äußerst wichtigen Punkte das finale Comeback ein, bevor verwandelte Strafwürfe und erfolgreiche Einzelaktionen kurz vor Ablauf der Spieluhr noch einmal den Ausgleich brachten und die Spannung der Partie bis in die Schlussekunden hochhielten (74:74, 39‘). Ein Tip-In durch Mindaugas Susinskas schenkt den Chemnitzern dann allerdings die ausschlaggebenden, finalen 2 Punkte und den 74:76-Sieg der NINERS in Ludwigsburg.

„Für uns wird es jetzt besonders wichtig sein, uns ausreichend zu erholen und alle Spieler wieder fit zu bekommen, bevor wir am Montag erneut auswärts gegen Dinamo Sassari in der Champions League ran müssen“, gibt Cheftrainer John Patrick die nächsten Schritte nach der Niederlage vor. Das Rückspiel der Vorrunde auf der italienischen Mittelmeerinsel findet bereits am Wochenanfang um 20.00 Uhr statt, die Basketball Champions League überträgt die Partie live und kostenlos für alle auf YouTube.

 

Für Ludwigsburg spielten:

Rawle Alkins 20 (7 Rebounds) / Jordan Hulls 14 / Tremmell Darden 9 / Justin Simon 8 Punkte / Jonah Radebaugh 8 / Jacob Patrick 8 / Yorman Polas Bartolo 5 (5 Rebounds) / Jonathan Bähre 2 / Jonas Wohlfarth-Bottermann, David Walker, Lukas Herzog und Johannes Patrick.

Für Chemnitz spielten:

Gerald Robinson 20 (6 Rebounds, 5 Assists) / Darion Atkins 11 Punkte (8 Rebounds) / Jonas Richter 11 / Isiaha Mike 9 (11 Rebounds, 5 Assists) / Mindaugas Susinakas 9 / Frantz Massenat 6 / Niklas Wimberg 5 / Malte Ziegenhagen 3 / Ivan Karacic 2 und Nelson Weidemann.

Statements

Rodrigo Pastore| Headcoach NINERS CHemnitz:
"Zunächst einmal möchte ich Coach Patrick zu einer hervorragenden Saison bislang gratulieren und wie gut sie Deutschland im internationalen Wettbewerb repräsentieren. Hier herzukommen und in der Lage zu sein, ein von John Patrick gecoachtes Team zu schlagen ist eine wirklich schwere Aufgabe und wenige Trainer sind dazu in der Lage. Ich bin wirklich extrem stolz auf meine Jungs und das gesamte Team heute und die Art, wie wir gekämpft haben und wie wir im Spiel geblieben sind - trotz unserer Rotationsprobleme, speziell auf den Guardpositionen nach der Verletzung von Nelson Weidemann. Ich denke der Schlüssel für dieses Spiel war ebenso viele Würfe zu nehmen, wie die RIESEN, die im Schnitt 12 Würfe mehr nehmen als ihre Gegner - bei uns waren es heute nur 4 Würfe Unterschied. Wir haben am offensiven Brett sehr gut gearbeitet, den Ball gut bewegt. Bei den Turnovern müssen wir noch ein bisschen aufräumen aber wir entwickeln uns stetig weiter. Der Sieg heute Abend gibt uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Spiele."
John Patrick | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg:
"Glückwunsch an Rodrigo und die Chemnitzer Mannschaft, die heute Abend ein bisschen besser waren als wir. Sie waren bei den Offensivrebounds und im 1-gegen-1 mit Robinson einfach nicht zu stoppen. Jonas Wohlfahrt-Bottermann und Jonathan Bähre sind aufgrund von Fieber beide während des Spiels ausgefallen und wir hätten beide wirklich gebraucht. Das Reboundduell haben wir heute verloren. Auch wenn diese Niederlage schade ist, können wir aus diesem Spiel viel lernen. In manchen Phasen waren wir zu passiv - haben nur von draußen geschossen, zu viele Korbleger verlegt. Das war am Ende nicht genug. Auch wenn wir uns bis zum Schluss die Chance auf den Sieg gewahrt haben, waren es einfache Fehler, die am Ende den Unterschied gemacht haben."