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RIESEN machen wichtigen Schritt in Richtung Viertelfinalqualifikation

Category News Date 2022-03-10 JDA Dijon vs. MHP RIESEN Ludwigsburg 72:84

Zurück im Spielgeschehen und auf internationalem Parkett: Johannes Patrick. Foto: FIBA.  

Mit viel Einsatz erkämpfen sich die MHP RIESEN am Mittwochabend den deutlichen Erfolg über JDA Dijon: In aufgeheizter Atmosphäre des Palais des Sport verdienen sich die Gäste von Beginn an den wichtigen 72:84-Sieg im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Basketball Champions League. Gelb-schwarzer Topscorer wird Tremmell Darden mit 15 Punkten und 4 Rebounds.

Noch vor Tip-Off gab es zur Wochenmitte Grund zur Freude: Gerade rechtzeitig zum Rückspiel gegen JDA Dijon kehrten sowohl Johannes Patrick (Covid-19 Infektion) und Jordan Hulls (Wade) nach mehrwöchiger Pause für die RIESEN zurück aufs Parkett – und bewiesen sich in ihrem ersten Spiel als wichtiger Faktor des Ludwigsburger Spiels. Doch nicht nur Hulls und Patrick glänzten an diesem Abend für die Barockstadt: Sämtliche Akteure stellten im Palais des Sport im französischen Burgund an diesem Abend ihre Qualitäten unter Beweis.

Das erste Viertel begann: Erster Ballbesitz, erste Punkte für Dijon. Doch die MHP RIESEN starten an diesem Abend deutlich energiegeladener als zuletzt in die Partie: 5 Punkte durch Tremmell Darden ließen die Gastgeber aufhorchen (4:5, 2‘). Die ersten Minuten waren ausgeglichen, die Ludwigsburger Defensive hielt jedoch fest – und so war die erste deutliche 7-Punkte-Führung des Spiels für nicht weit (11:18, 5‘). Gute Ballbewegung, mehr Rebounds und hohe Trefferquoten bewiesen sich als Erfolgsrezept gegen Dijon in den ersten 10 Minuten. Die RIESEN verwerteten ihre zweiten Chancen deutlich besser und vor allem die „Bank“ mit James Woodard und Lukas Herzog (zusammen 8 Punkte) lieferte wieder wichtige Impulse für eine verdiente Führung nach dem ersten Spielabschnitt (20:26, 10‘).

Dijon kam aufgeweckt aus der kurzen Pause und biss die Zähne zusammen, kam noch einmal bis auf 1 Zähler an die RIESEN heran, bevor Headcoach John Patrick die Auszeit nahm (35:36, 12‘). Diese zeigte auch direkt Wirkung: Mit einem Dreier durch Jonah Radebaugh verlängerten die Ludwigsburger auf die bis dahin höchste Führung (25:33, 14‘). Die Distanzwürfe waren es auch, die an diesem Abend vermehrt und in Folge ihr Ziel fanden (61.5 3P%). Lukas Herzog, Johannes Patrick, Tremmell Darden – allesamt mit Punkten für das gelb-schwarze Konto von jenseits der 6.75m-Linie und zwischenzeitlich zur 13 Punkte-Führung, die die Barockstädter auch fast gänzlich in die Kabinen mitnehmen konnten (36:47, 20‘).

Nach der Pause bauten die Schwaben ihren Vorsprung noch einmal bis auf 16 Zähler aus, bevor die Gastgeber nun ihrerseits ihre Trefferquoten ausbauen konnten. Auf einen 5:0-Lauf reagierte John Patrick mit einer Auszeit und die RIESEN mit starken Defensivaktionen. Trotzdem entschieden die Gastgeber dieses Viertel für sich und verringerten den Abstand zu den Ludwigsburgern dank eines Buzzer Beaters von der Dreierlinie durch Terrell Gomez noch einmal auf 8 Punkte (54:62, 30‘). Besonders Khadeen Carrington machte den Schwaben in diesem Spielabschnitt mit 10 Punkte in 7 Minuten auf dem Feld das Leben schwer.

Nach einer Verschnaufpause machten sich die Gelb-Schwarzen allerdings direkt an die Lösungssuche und zogen noch einmal alle Register. Bis auf 6 Punkte konnte Dijon sich noch einmal heranarbeiten, bevor die MHP RIESEN dem Einsatz der Franzosen Einhalt geboten und enormen Druck auf die Gastgeber ausübten, bei dem diesen der Atem ausging. Tekele Cotton bewies sich als der Mann für die wichtigen Kleinigkeiten, um das Spiel weiterhin zu kontrollieren. Jordan Hulls zeigte sich nun ebenfalls in gewohnter Stärke, traf zwei Distanzwürfe und zu insgesamt 8 Punkten in Q4, sodass die MHP RIESEN mit Ablauf der Uhr einen 72:84-Teamerfolg feiern konnten. „Wenn Jordan einmal heiß läuft, ist er einer der bemerkenswertesten Schützen. Er hat 5 Wochen Training verpasst aufgrund seiner Verletzung und wollte unbedingt für dieses Spiel wieder fit sein. Zu Beginn war er noch etwas eingerostet, hat dann aber wieder wirklich schwierige Würfe getroffen“, kommentierte Headcoach John Patrick die Rückkehr seines Spielmachers.

„Das war ein hart erkämpfter Sieg. Wir wussten, dass das ein umkämpftes Spiel werden würde. Jedes dieser Spiele ist wertvoll und bei Auswärtsspielen ist der Druck noch einmal höher. Wir wollten uns das hier heute einfach verdienen. Hut ab vor der Leistung von Dijon – trotzdem freuen wir uns sehr über diesen Sieg. Jeder hatte heute in irgendeiner Art und Weise seinen Anteil an diesem Erfolg – manchmal ist dieser mehr sichtbar, manchmal weniger. Jeder, der sich mit Basketball auskennt, weiß die Jungs hatten ihren Einfluss. Wir haben getan, was wir tun mussten, um uns diesen Sieg zu verdienen“, resümiert Tremmell Darden, RIESEN-Topscorer nach dem Spiel.

Trotz Niederlage steht Dijon mit 4 – und damit den meisten – absolvierten Spielen (2 Siege, 2 Niederlagen) weiterhin an der Spitze von Gruppe I. Punktgleich folgen dahinter Holon und Ludwigsburg, wobei die Israelis aufgrund des direkten Vergleichs den zweiten Platz einnehmen. Mit zwei Niederlagen bildet Galatasaray weiterhin das Schlusslicht. Die MHP RIESEN befinden sich damit in guter Ausgangsposition für die kommenden beiden Partien zuhause gegen die Gäste aus Istanbul (14.03.) und Holon (16.03.) – jeweils um 20.00 Uhr in der MHPArena.

 

Saisonendspurt startet mit Heimspielmarathon

Mit dem auf die morgige Partie folgenden Heimspiel gegen Brose Bamberg (12. März 2022) startet am kommenden Samstag der Heimspielmarathon: 3 Spiele im eigenen Wohnzimmer bestreiten die MHP RIESEN mit den Partien gegen Galatasaray (Montag, 14.03.) und Holon (Mittwoch, 16.03.) dann in nur 5 Tagen. Mit dem BCL-Topspiel gegen die Gäste aus Istanbul erwarten die Schwaben auch lautstarke Unterstützung der mitgereisten Fans – und zählen in dieser entscheidende Phase auf den Support aller gelb-schwarz Begeisterten in der MHPArena. 2.700 Zuschauer sind gemäß der aktuellen Coronalandesverordnung zugelassen, Tickets für die Partien gegen Bamberg, Galatasaray und Holon gibt es online unter riesen-tickets.de oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

 

Für Ludwigsburg spielten:

Tremmell Darden 15 Punkte / James Woodard 12 / Jonah Radebaugh 10 (7 Assists) / Ethan Happ 9 (7 Rebounds) / Jordan Hulls 9 / Tekele Cotton 8 / Justin Simon 6 (7 Rebounds, 3 Steals) / Jonas Wohlfarth-Bottermann 6 / Lukas Herzog 6 / Johannes Patrick 3 und Jonathan Bähre. 

Für Dijon spielten:

Khadeen Carrington 17 Punkte / Rashard Kelly 14 (8 Rebounds) / David Holston 13 (7 Assists) / Chase Simon 7 (5 Rebounds) / Robin Ducoté 6 / Charles Galliou 5 (6 Rebounds) / Gavin Ware 4 / Terrell Gomez 3 / Abdoulaye Loum 3 und Jacques Alingue (5 Rebounds).

Statements

John Patrick | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg:
„Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Das war ein hart umkämpftes Spiel: Dijon hat alles gegeben. Sie hatten einen schwierigen Spielplan mit drei Spielen in fünf Tagen. Wir wussten das und haben es deshalb darauf angelegt über das gesamte Feld zu spielen. Beide Mannschaften haben heute sehr gut gespielt, aber in Bezug auf meine Jungs. Die haben mehr Rebounds geholt, was ein wesentlicher Faktor heute Abend gegen ein größeres und deutlich physischeres Team war. Jeder Einsatz von der Bank war heute wichtig für uns. Ethan Happ hat zuletzt nicht viel gespielt und uns heute offensive Power gegeben. Johannes hat wichtige Würfe genommen und kreiert. Es ist eine Ehre ein Team gegen Khadeen Carrington zu coachen – einer der besten Spieler, die wir bislang bei uns in der Organisation hatten. Ihm und dem Team von Dijon wünschen wir weiterhin viel Erfolg in dieser Saison.“
Nenad Markovic | Headcoach JDA Dijon:
„Wenn man sich die Parameter des Spiels anschaut, zur Halbzeit und nach dem Spiel, dann ist das einfach nur bezeichnend. Von 6 Turnovers auf 14, zweite Chancen 2:10 zu ihren Gunsten, Punkte aus Turnover 6:14, Fastbreak-Punkte 2:10, Punkte von der Bank 19 von uns und 33 von Ihnen. Wir haben 14 Offensivrebounds zugelassen und zu viele einfache Punkte. Wir haben auf keinen Aspekt ihres Spiels in der ersten Hälfte Antworten gefunden, haben in der Defensive zu lasch agiert gegen ein solches Teams. Darüber haben wir im Vorfeld gesprochen. Sie sind ein hartes Team und wir wollten ihre Härte matchen. Das haben wir nicht gemacht. Wir haben streckenweise ohne Fouls gespielt, was in einem solchen Spiel wirklich unegwöhnlich ist. Das Momentum war falsch und sie haben sich zu wohl gefühlt. Sie haben uns komplett aus dem Spiel genommen. In der zweiten Hälfte haben wir uns gut geschlagen, aber jedes Mal, wenn wir wieder rangekommen sind, haben wir Fehler gemacht. Ludwigsburg hat sich diesen Sieg verdient – mit ihrer Intensität und ihrer Energie.“