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RIESEN sichern sich Playoff-Heimvorteil für schwäbische Serie

Category News Date 2022-05-11 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. MLP Academics Heidelberg 98:83

Mit RIESEN-Performance zum neuen Karrierebestwert: Jonah Radebaugh legte gegen die MLP Academics 30 Punkte (7 Rebounds, 4 Assists und 2 Steals) auf. Foto: Pressefoto Baumann. 

Die MHP RIESEN Ludwigsburg gehen mit Heimvorteil in die Playoff-Serie gegen ratiopharm Ulm (Spiel 1: Samstag 14.05.22, 20:30 Uhr): Einem intensiven Final Four Wochenende und einhergehenden Reisestrapazen zum Trotze zeigen die Barockstädter eine konzentrierte und souveräne Vorstellung gegen die MLP Academics Heidelberg und gewinnen das finale easyCredit BBL-Hauptrundenspiel mit 98:83. RIESEN-Topscorer der Partie wird Jonah Radebough mit neuer persönlicher Karrierebestleistung von 30 Punkten, 7 Rebounds und 4 Assists.

Nach dem Champions League Final Four ist vor den esayCredit BBL-Playoffs: Nach dem historischen 3. Platz vergangenes Wochenende – beste internationale Platzierung der Clubgeschichte und höchster Sieg aller Zeiten bei einem Champions League Final 4 – waren die Ludwigsburger an diesem Abend wieder im nationalen Wettbewerb gefordert. Im letzten regulären Spiel der easyCredit BBL Hauptrunde waren die MLP Academics aus Heidelberg zu Gast in der Barockstadt. Wer jedoch ein entspanntes Spiel zur Umstellung von der spanischen Sonne zum deutschen Ligaalltag erwartete, hatte jedoch weit gefehlt. Zum einen, weil das Sommerwetter in Ludwigsburg dem in Bilbao in Nichts nachstand, aber vor allem weil das heutige Spiel entscheiden sollte, von welchem Platz die Barockstädter in diesem Jahr in die Playoffs starten sollten. Die Rechnung: Ein Sieg würde Platz 4 und das Heimrecht in der ersten Playoffrunde gegen ratiopharm Ulm bedeuten, bei einer Niederlage wäre es Tabellenplatz 6 und es ginge gegen den FC Bayern Basketball.

Für den Liganeuling Heidelberg endete heute eine überraschend ruhige erste Bundesligasaison: Mit einer Siegesserie zu Beginn der Saison und auch weiter guten Leistungen konnte man sich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen und hatte mit dem Abstieg nichts zu tun. Dementsprechend ging es für Academics sportlich um nichts mehr, dafür allerdings auf emotionaler Ebene: Ein Garant für die konstant gute Arbeit in Heidelberg war während der letzten Jahre Coach Branislav „Frenki“ Ignjatovic. Nach 8 Jahren an der Seitenlinie wollte seine Mannschaft ihm heute einen letzten Sieg zum Abschied zu schenken, bevor im Sommer Joonas Isalo den Cheftrainerposten übernimmt.

Eine ganz besondere Ehre wurde zunächst noch Justin Simon vor Tip-Of zu Teil: Der Ludwigsburger Flügelspieler erhielt die Trophäe für den Defensive Player of the Year von easyCredit Basketball Bundesliga Geschäftsführer Dr. Stefan Holz überreicht.

Geschenkt gab es zum Start des Spieles dann jedoch nichts mehr für die Ludwigsburger, denn es wartete ein munterer Beginn. Jordan Hulls, der am gestrigen Tag verkündete, nach dieser Saison seine Karriere zu beenden, um für einen Coachingposten zurück in seine Heimat Indiana zu gehen, traf seinen ersten Dreier für eine knappe Ludwigsburger Führung (5:3, 2´). Pünktlich zu den anstehenden Playoffs kehrte heute Tremmell Darden zurück in den Ludwigsburger Kader: Der Routinier traf aus der Mitteldistanz zum 12:9 nach 5 gespielten Minuten. Doch Heidelberg war zu Beginn wacher: Kelvin Martin stahl den Ball und stellte mit dem anschließenden Fastbreak-Korbleger auf 13:16, was John Patrick zur ersten Auszeit brachte (6´). Kapitän Jonas Wohlfarth-Bottermann ging daraufhin für die RIESEN vorweg und verkürzte den Rückstand mit seinen 8 Punkten im Eröffnungsviertel (17:18, 7´). Doch die ausgeruhten Heidelberger (11 Tage ohne Spiel) zeigten eine energetische Leistung und ließen die Barockstädter für ihre Punkte hart arbeiten und gingen mit einer 7-Punkte-Führung in die erste Viertelpause (17:24, 10´).

Für Ludwigsburg stand mit dem Heimvorteil in der ersten Playoffrunde viel auf dem Spiel: Dementsprechend starteten die Ludwigsburger hochkonzentriert in den zweiten Spielabschnitt. Jonah Radebaugh brachte mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf die Ludwigsburg wieder in Schlagdistanz, bevor James Woodard willensstark zum Korb zog und die Partie ausglich (24:24, 12´). Radebaugh (12 Punkte) und Woodard (10 Punkte) waren es auch, die folgend entscheidend für die Wende waren: Erst traf die Ludwigsburger Nummer 8 selbst einen Distanzwurfe, bevor er im anschließenden Heidelberger Angriff den Ball stahl und Justin Simon bediente, der mit seinem krachenden Dunking das Momentum endgültig auf Ludwigsburger Seite zog (29:26, 13´). Ein 12:0-Lauf der Gelb Schwarzen mit erfolgreichen Dreiern von Radebaugh und Darden brachten Ludwigsburg erstmals zweistellig in Führung (39:27, 16´). Doch die Academics ließen sich nicht abschütteln und kamen vor allem dank Max Ugrai (11 Punkte) und Robert Lowrey (9 Punkte) immer wieder zu einfachen Punkten. So gingen die Riesen mit einer lediglich knappen 5 Punkte Führung in die Katakomben (46:41, 20´).

Die zweite Halbzeit begann, wie die Erste geendet hatte: James Woodard eröffnete die zweite Halbzeit mit seinem dritten erfolgreichen Dreier, bevor Yorman Polas Bartolo ebenfalls per Distanztreffer die Führung ausbaute (53:47, 22´). Doch die Heidelberger ließen nicht abreißen. Besonders Max Ugrai bekamen die Barockstädter nicht unter Kontrolle (22 Punkte). Doch auch Heidelberg hatte Probleme, einen Mann zu regulieren – James Woodard traf erneut für Drei und stellte auf 56:49 (23´). Wie schon im zweiten Viertel war es neben Woodard auch wieder Radebaugh, der unter den Brettern unermüdlich ackerte (7 Rebounds) und mit einem weiteren Dreier die Führung zurück in den zweistelligen Bereich brachte (62:52, 26´). Dabei zog der RIESEN-Guard immer wieder athletisch zum Korb und kam so zu vielen einfachen Punkten von der Linie (10 erfolgreiche Freiwürfe, 75:62, 30´).

 

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Ludwigsburg wollte den Heimvorteil nun nicht mehr in Gefahr bringen. Mit einem spektakulären Alley-Oop Dunk meldete sich Tremmell Darden zurück, der wieder einmal seine scheinbare Immunität gegen das Altern bewies und mit 13 Punkten am Ende ein gelungenes Verletzungs-Comeback feierte (82:64, 32´). Es sollte dennoch der Abend von Jonah Radebaugh werden: Nach einem Steal schraubte er mit einem eindrucksvollen And-One Spiel die Ludwigsburger Führung auf 19 Punkte (88:69, 33´), um am Ende des Spiels mit insgesamt 30 Zählern einen neuen persönlichen Karrierebestwert auflegte. Das Spiel war nun längst entschieden: Nach einem energieschwachen ersten Viertel war es den Ludwigsburgern dank einer konzentrierten Leistung gelungen, das Spiel an sich zu reißen und anschließend zu dominieren. Am Ende gewannen die MHP Riesen Ludwigsburg mit 98:83 (40´) und revanchierten sich nebenbei erfolgreich für die Niederlage im Hinspiel. Maßgebend war neben einer, wie schon Sonntag gegen Holon, guten Ausbeute von jenseits des Perimeters (13 erfolgreiche Dreier bei 42% Trefferquote), vor allem eine starke Allround-Performance von Topscorer Radebaugh (30 Punkten, 7 Rebounds und 4 Assists), unterstützt von 18 Punkten durch James Woodard.

Die Barockstädter beenden somit die reguläre easyCredit Basketball Bundesliga Saison auf dem 4. Platz und sichern sich somit das Heimrecht in der ersten Playoffrunde. Der Gegner wird das Team von ratiopharm Ulm sein, welche die Saison auf dem fünften Tabellenplatz abschließen konnten. Es kommt also zum Schwabenderby und damit besonders brisanten ersten Playoffrunde.

 

Nächstes Heimspiel

Die 5. Jahreszeit steht an – Playoffs, Baby! Am Samstag den 14. Mai um 20.30 Uhr empfangen die MHP RIESEN Ludwigsburg das Team von ratiopharm Ulm zum Spiel 1 der Viertelfinal-Serie in der MHPArena. Spiel 2 findet am kommenden Dienstag (19.00 Uhr) ebenfalls zuhause in Ludwigsburg statt, bevor der dann Donnerstag (19. Mai 2022) nach Ulm geht.

Tickets für das erste Playoff Heimspiel der Saison sind im RIESEN Ticketshop, in der Geschäftsstelle und an allen bekannten Vorverkaufsstellen verfügbar. Vorkaufsrecht bis einschließlich 12.05.22 auf ihre Plätze.

 

Für Ludwigsburg spielten:

Jonah Radebaugh 30 Punkte (7 Rebounds) / James Woodard 18 / Tremmell Darden 13 / Yorman Polas Bartolo 9 / Jonas Wohlfarth-Bottermann 8 / Tekele Cotton 8 / Jordan Hulls 7 (7 Assists) / Lukas Herzog 3 / Justin Simon 2 / Jacob Patrick und Johannes Patrick

Für Heidelberg spielten:

Maximilian Ugrai 22 Punkte / Robert Lowery 11 (6 Assists) / Kelvin Martin 11 (8 Reounds) / Jordan Geist 9 / Brekkott Chapman 7 / Shyron Ely 7 / Leon Friederici 5 / Anthony Watkins / Niklas Würzner / Phillipp Heyden und Albert Kuppe

Statements

John Patrick | MHP RIESEN Ludwigsburg:
"Vielen Dank für die Glückwünsche und alles Gute an Frenki: Wir haben jahrelang in der Preseason immer gegen Heidelberg gespielt, haben da eine Art Partnerschaft entwickelt und jetzt haben sie es erfolgreich geschafft, in der Liga zu bleiben. Zum heutigen Spiel: Heidelberg hat sehr stark angefangen und Max Ugrai hat uns die gesamte Zeit dominiert. Auch das war Besonders, denn Maxi war im Jugendprogramm von Würzburg, als Lars dort Coach und ich Headcoach war - seine Entwicklung ist wirklich super. Das das ausgerechnet gegen uns passiert ist, ist natürlich weniger gut. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft: Ich bin stolz, dass wir uns nach diesem intensiven Wochenende in Bilbao in so kurzer Zeit auf Heidelberg fokussieren konnten, auch wenn wir ein bisschen müde waren. Besonders bei Jonah, aber auch bei ein paar anderen kann man das am Plusminus erkennen. Wie WoBo angefangen hat und auch die zweite Halbzeit von Jonah, war sehr stark. Ich bin stolz, dass wir gewinnen konnten und jetzt in den Playoffs gegen Ulm den Heimvorteil sicher haben."
Branislav Ignjatovic | Headcoach MLP Academics Heidelberg:
"Meinen Glückwunsch an John und seine Mannschaft: Das war ein typischer Ludwigsburg-Sieg, wie man ihn und seine Mannschaften kennt. Beim ersten Blick in die Statistik gewinnen wir knapp bei den Rebounds, haben in paar Assists weniger und die Steals sind ausgeglichen, was gegen Ludwigsburg nicht einfach ist. Wir haben ein paar Turnovers mehr, aber unter dem Strich haben wir das Spiel verloren, weil Ludwigsburg wie üblich mehr Würfe genommen hat - das ist das Markenzeichen von John und seinen Teams und genau da haben wir auch verloren. Man kann das schon fast eine obligatorische Niederlage nennen, weil wir in den letzten Wochen immer gleich verloren haben: Wir starten gut, halten mit und ab dem ersten Auswechseln kommen keine Lücken ins Spiel, die wir am Ende nicht mehr aufholen können."
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