RIESEN-Statement zum Hauptrunden-Ende

Category News Date 2021-05-09 MHP RIESEN Ludwigsburg vs. FC Bayern Basketball 91:77

Erneut ein Wirbelwind, erneut eine ins Auge fallende Leistung, erneut ein starkes Spiel: Jonah Radebaugh legt gegen den FC Bayern Basketball eine zweistellige Punkteausbeute aufs Parkett. Foto: Pressefoto Baumann.

Die MHP RIESEN Ludwigsburg beenden die reguläre Spielzeit mit einem 91:77-Erfolg gegen München. Der Sieg am 34. Spieltag bringt eine perfekte Heimbilanz (17:0) und eine der besten Liga-Offensiven der deutschen Basketball-Historie (3.027 erzielte Punkte) mit sich. Jordan Hulls wird mit 22 Punkten zum Topscorer der Partie – und durchbricht mit fünf erzielten Dreiern die 100er-Marke in der laufenden Spielzeit.

Wie schon in den vergangenen Wochen rotierte Headcoach John Patrick im zweiten Spiel der Woche auf mehrere Positionen: Jordan Hulls, Tremmell Darden und Jacob Patrick rückten zurück ins Aufgebot. Barry Brown, Andrew Warren, und Oscar da Silva setzen aus. Jonas Wohlfarth-Bottermann und Johannes Patrick schauten – wie auch schon am Dienstag in Berlin – zu.

Von Beginn an tat sich dann der unlängst in die Startformation gerückte Jamel McLean hervor. Der US-Amerikaner wurde gesucht und für sechs Punkte gefunden (6:4, 3. Spielminute). Ganz generell waren er und die Seinen in der Anfangsphase das aktivere Team. Ludwigsburg war an beiden Enden des Parketts das bessere Team und lag deshalb schnell und deutlich in Front (12:4), Andrea Trinchieri bat zur Auszeit. In der Zusatzansprache sollte der Italiener nicht nur viele, sondern auch die richtigen Worte finden: Der FC Bayern Basketball trat verbessert auf, war wacher und verkürzte das Defizit durch gemeinschaftliche Arbeit. Die Hereinnahmen von Zan Mark Sisko und Jalen Reynolds machten sich bemerkbar – nach zehn Minuten führten aber die MHP RIESEN. Dies lag einerseits am gut aufgelegten McLean (13 Punkte) aber auch an müde agierenden Gästen (24:12, 10.).

An diesem Zustand sollte sich auch in den zweiten zehn Minuten nichts ändern. Bei den Ludwigsburgern war der Teamverband nun wieder stärker, McLean saß auf der Bank. Beim FC Bayern Basketball funktionierte wenig, weshalb die Gäste abreißen lassen mussten. Doch exponentiell wuchs der schwäbische Vorsprung nicht an. JaJuan Johnson und DJ Seeley setzten immer mehr und vor allem in Korbnähe Akzente. Doch durch die Hereinnahme von McLean, Yorman Polas Bartolo und Jordan Hulls, der ebenfalls einen sehr guten Tag erwischte und ein Double-Double markieren sollte, blieb das Geschehen sehr deutlich. Der Halbzeitstand war entsprechend (50:33, 20.).

München drückt kurz, lässt dann aber auch schnell nach

Nach dem Gang in die Kabinen nahmen die Hausherren ein Stückchen zu früh den Fuß vom Gaspedal: Die Münchner halbierten das entstandene Defizit schnell (55:42). Doch in einem nun intensiver geführten Spiel blieben die RIESEN am Drücker. München drehte kurzzeitig auf, war aber weiter durchaus unkonzentriert. Johnson und Reynolds, die beiden Aktivposten der ersten Halbzeit, agierten weiterhin stark. Seeley drehte zudem ebenfalls weiter auf. Doch ihren Übungsleiter beruhigte das Trio durch solide Leistungen in wenige Spielzeit nicht: Trinchieri war ob des Gesehenen rasend, vor allem da sein Team weiterhin deutlich in Rückstand lag und von der Bank wenig Entlastung kam (67:58, 30.).

Während die Gäste zu Beginn des vierten Viertels nochmal den Versuch einer Aufholjagd starteten, agierten die Hausherren weiterhin konzentriert: Tremmell Darden zog das Geschehen an sich, schickte Radosevic mit fünf persönlichen Fouls auf die Bank und kam mehrfach in Serie zum Korberfolg (74:58, 32.). Die Partie war in Sekundenschnelle und mit Leichtigkeit entschieden. Die Gelb-Schwarzen knöpften dem FC Bayern Basketball den Schneid ab und konnten, mit der Sicherheit des feststehenden 30. Saisonsieges, noch durchrotieren. Jacob Patrick bekam nun weitere, Nico Santana Mojica erste Minuten. Grund zur Freude hatte dann auch Tyreese Blunt, der in der Schlussphase sein Profi-Debüt feierte und bei Spielende mit seinen Kameraden einen 91:77-Erfolg bejubelte.

Durch den 30. Saisonsieg im 34. Spiel beenden die Ludwigsburger eine überragende Hauptrunde, wie bekannt, auf dem ersten Tabellenplatz. Auf diesem stehend werden sie, voraussichtlich ab dem 19. Mai, im Playoff-Viertelfinale mit Brose Bamberg die sprichwörtlichen Klingen kreuzen. Die exakte Terminierung erfolgt von Seiten der easyCredit BBL zu Wochenbeginn.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: Jordan Hulls 22 Punkte / 10 Assists, Jamel McLean 18 / 7 Rebounds, Jonah Radebaugh 12, Desi Rodriguez 12, Tremmell Darden 9, Jacob Patrick 6, Jaleen Smith 5, Yorman Polas Bartolo 4, Lukas Herzog 3, Nico Santana Mojica, Tyreese Blunt und Aeneas Jung.

Für München spielten: Jalen Reynolds 21 Punkte, JaJuan Johnson 10, Robin Amaize 9 / 7 Rebounds / 7 Assists, Diego Flaccadori 8  / 5, DJ Seeley 8, Matej Rudan 5, David Krämer 5, Jason George 4, Leon Radosevic 4, Zan Mark Sisko 3, Paul Zipser und Erol Ersek.

Statements

Andrea Trinchieri | Headcoach FC Bayern Basketball
"Glückwunsch an Ludwigsburg. Nicht zum heutigen Sieg, sondern zu einer herausragenden Hauptrunde. Ich denke, dass sie den ersten Tabellenplatz absolut verdient haben. Sie waren in der ganzen Saison enorm konsistent. Ich denke, dass sie wirklich die Meisterschaft gewinnen können. Sie haben einen großartigen Mix aus Erfahrung und Frische. Wie gesagt: Glückwunsch zur Saisonleistung. Zum heutigen Spiel: Da muss man nicht viel sagen. Wir versuchen uns von unserer EuroLeague-Kampagne zu erholen und haben Spieler, die wie ein platter Reifen sind – nicht physisch, sondern mental und emotional. Nun stehen der Pokal und die Playoffs an. Ich denke, dass Ludwigsburg und Berlin die beiden Teams sind, die in der gesamten Saison den besten Basketball gezeigt haben. Wir versuchen nun eine neue Balance für den letzten Teil der Saison zu finden."
John Patrick | Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg
"Ich bin sehr stolz, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Auch wenn das Ergebnis vor dem Spiel nicht wichtig war. Ich bin stolz, wie wir uns präsentiert haben. Auch die Starting-Five-Jungs, denen wir gesagt haben, dass sie sich nicht verletzten und nicht zu viel Risiko gehen sollen, haben hart gespielt. Ohne Jonas Wohlfarth-Bottermann, ohne Oscar [da Silva], ohne Barry [Brown] und ohne Drew [Warren] – also ohne vier wichtige Spieler – können wir mit dem Spiel zufrieden sein. Natürlich gab es Phasen, in denen wir nicht gut gereboundet haben. Darüber werden wir sprechen. Zwei Spielzeiten in Folge hier in der MHPArena ohne Niederlage zu blieben, darüber bin ich froh."