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Siegreicher Nervenkitzel

Category News Date 2019-09-25 SYNTAINICS MBC vs. MHP RIESEN Ludwigsburg 87:89

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben die Saison 2019/2020 mit einem Erfolgserlebnis eröffnet. Die Schwaben entschieden die Partie beim SYNTAINICS MBC 89:87 zu ihren Gunsten – und feierten, drei Tage vor dem Achtelfinale des MagentaSport BBL Pokal, einen Start nach Maß.

Jaleen Smith agierte bei seinem BBL-Debüt abgezockt und steuerte 17 Punkte und den „Dagger“ zum 89:87-Sieg bei. Foto: Andreas Bez  

Nach 136 pflichtspielfreien Tagen war die Motivation und Vorfreude in Weißenfels bei allen Beteiligten bereits weit vor Tip-Off sichtbar: 1800 Zuschauer fanden am frühen Mittwochabend den Weg in die Stadthalle und waren, wie auch die 24 beteiligten Akteure und ihre Coaches, Feuer und Flamme für die neue Saison. Auf dem Parkett erwischten derweil beide Kontrahenten einen ausbaufähigen Start. Sowohl der SYNTAINICS MBC als auch die MHP RIESEN kamen – sinnbildlich des 1. Spieltags – nur langsam ins Rollen. Im Verlauf der ersten zehn Minuten fanden dann aber beide Teams nach und nach ihr Wurfglück und arbeiteten sich ins Spiel. Ludwigsburg tat dies mustergültig aus der 6,75-Meter-Distanz, traf seine ersten drei Würfe von Downtown und agierte mit den ebenfalls treffsicheren Hausherren auf Augenhöhe (19:17, 10. Spielminute).

Ein anderes Bild zeigte sich dann zum Beginn des zweiten Viertels: Während Weißenfels mit einem 12:1-Lauf zurück aufs Parkett kehrte, stotterte bei den Schwaben der Offensivmotor in allen Belangen. Erst nach einer Patrick-Auszeit verkürzten Jaleen Smith, Khadeen Carrington und Tanner Leissner wieder bis auf sechs Zähler (31:25, 14.), sodass sich Wojciech Kaminski zur zusätzlichen Ansprache am Seitenrand gezwungen sah. In Folge dessen blieb der nun vorherrschende Abstand bis zum Gang in die Kabinen bestehen (44:37, 20.)

Weiler-Babb, Smith und Carrington sorgen für die Wende

Trotz der erkennbaren Neueinstellung auf Seiten der MHP RIESEN sprang der Funken auch nach der Halbzeit vor allem bei den Weißenfelsern vom Parkett auf das lautstarke Publikum über: Der SYNTAINICS MBC nutze die sich bietenden Gelegenheiten aus und drückte der Partie seinen Stempel auf. Ludwigsburg hielt immer wieder kämpferisch dagegen, ließ aber mehrminütige Phasen der Stärke vermissen, sodass das Defizit nicht schmolz. Erst ab der 27. Spielminute waren die Gäste wieder kurzzeitig am Drücker, verkürzten von vierzehn bis auf sechs Zähler und hatten wieder entscheidenden Anteil am Geschehen (60:54, 28. / 66:60, 30.).

Während bereits am ersten Spieltag die Nerven der Zuschauer entsprechend bis zum Anschlag strapaziert wurden, blieben die Ludwigsburger eiskalt: Carrington und Konstantin Konga verwandelten zum Start der vierten zehn Minuten ihre Würfe und sorgten schnell für den Ausgleich. Dieser war zwar nur von kurzer Dauer, doch der Schlagabtausch war nun endgültig wieder auf Augenhöhe angelangt. Zweifellos waren weiterhin nicht alle Entscheidungen der gelb-gekleideten Gäste gut, doch die Defensive stand verbessert und die Würfe fielen häufiger als bis dato durch die Reuse (83:83, 38.). In der äußerst engen und immens spannenden Crunchtime zeigten dann die Ludwigsburger, wie gut es tatsächlich um ihr Nervenkostüm bestellt ist: Das Team verteidigte gut, Jaleen Smith stellte 17 Sekunden vor dem Ende auf 85:87 und zwang Kaminski zur alles entscheidenden Auszeit. Im Anschluss an diese verpasste Point Guard Jovan Novak das erhoffte Ziel, Nick Weiler-Babb, der mit 24 Punkten zum Topscorer avancierte, machte die fälligen Freiwürfe – und jubelte am Ende gemeinsam mit seinen Team-Kameraden über den ersten Sieg der Saison.

Im Anschluss an den ersten Spieltag bleibt für die MHP RIESEN wenig Zeit zum Verschnaufen: Bereits am Samstagabend (20:30 Uhr) geht es im MagentaSport BBL Pokal weiter. Dann gastieren die Basketball Löwen Braunschweig und Ex-RIESE Karim Jallow in der MHPArena (Tickets hier).

Statements und Stats

John Patrick: „Das war heute ein sehr toughes Spiel. Kompliment an den MBC und Coach Kaminski, sie haben uns über 35 Minuten fast dominiert. Wir haben heute in Phasen in Korbnähe das das Spiel deutlich verloren. Beide Weißenfelser Center haben super Leistung gezeigt, da waren wir ein bisschen weich unter dem Korb. Gott sei Dank haben wir nur vier Turnover gespielt. Dieser Turnoverunterschied hat unseren Nachteil bei den Rebounds kaschiert. Wir haben heute „Big Shots“ getroffen und ich bin stolz, dass wir in dieser super Atmosphäre gewonnen haben.“

Wojciech Kaminski: „Glückwunsch an John Patrick und Ludwigsburg. Beide Teams haben gut gekämpft, wir waren phasenweise besser. Ludwigsburg hat aber sehr wichtige Würfe getroffen, war zurück im Spiel – und hat gewonnen. Ich habe nicht verstanden, was Coach Patrick gesagt hat, denke aber, dass er die Turnover angeführt hat. Das sehe ich auch so Hier müssen wir besser arbeiten, um uns dann am Ende auch für die Arbeit zu belohnen.“

Für Weißenfels spielten: Michael Gbinje 17 Punkte, Strahinja Micovic 14/6 Rebounds, Cameron Jackson 12, Benedikt Turudic 12, Kaza Kajami-Keane 10, Andrew Warren 9, Jovan Novak 8, Sergio Kerusch 3, Ferdinand Zylka 2.

Für Ludwigsburg spielten: Nick Weiler-Babb 24 Punkte/8 Assists/7 Rebounds, Khadeen Carrington 18, Jaleen Smith 17, Tanner Leissner 10, Hans Brase 5, Konstantin Konga 5, Jairus Lyles 3, Ariel Hukporti 3, Jonas Wohlfarth-Bottermann 2, Thomas Wimbush 2, Radii Caisin und Christian von Fintel.

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